So will WhatsApp künftig mit eurer Privatsphäre Geld verdienen

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WhatsApp wird sich verändern. Ab dem kommenden Jahr will der Messenger Werbung schalten. Findet jetzt heraus, wie die Pläne eure Privatsphäre beeinflussen.

Ihr liebt den kostenlosen Messenger WhatsApp und genießt die Vorzüge der ungestörten Kommunikation? Dann müsst ihr jetzt stark sein, denn es gibt schlechte Nachrichten. Der Messenger will ab dem kommenden Jahr gezielte Werbeinhalte einführen. Und liest dafür eure Chats mit.

Andere soziale Netzwerke haben sie bereits eingeführt: personalisierte Werbeanzeigen. Das bedeutet, dass die Werbungen auf das Nutzerverhalten der User zugeschnitten sind. Die Plattformen speichern etwa Daten und Suchverläufe, um hinterher passende Angebote anzuzeigen. Genau dieses Modell strebt auch Facebook mit WhatsApp an und will dafür an eure Chatverläufe ran.

WhatsApp darf Werbung erst ab 2019 schalten

Als der Messenger WhatsApp im Jahre 2014 an Facebook verkauft wurde, haben die Gründer eine bestimmte Klausel in den Vertrag aufgenommen. Die besagt, das Facebook für die kommenden fünf Jahre keinen Druck auf den Messenger ausüben dürfe, um Geld zu verdienen. Die Zeit ist mittlerweile fast abgelaufen.

Spätestens zur Mitte des kommenden Jahres sollen Werbeinhalte auf Android- und iOS-Geräten abgespielt werden. Die Pläne dazu kommen von Facebook-Chef Mark Zuckerberg und umfassen neben geschäftlichen Zwecken auch Eingriffe in die Privatsphäre. Denn um privatisierte Werbung schalten zu können, müssen die Daten der User ausgewertet werden.

So sehen die konkreten Werbepläne aus

Konkret bedeutet das, dass die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aufgeweicht wird. Aktuell sind die Chats noch so codiert, dass nur die Chatpartner deren Inhalte sehen können. Künftig wird sich das ändern.

Dann liest der Messenger - nach der Vorstellung von Facebook - mit und schaltet anschließend passende Werbung. Unterhalten sich demnach zwei Freunde über eine kaputte Waschmaschine, tauchen später Anzeigen mit entsprechenden Angeboten auf.

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Die Werbepläne von Facebook seien auch der angebliche Grund für den Ausstieg von Brian Acton bei WhatsApp. Der Gründer des Messengers ist schließlich gar nicht zufrieden mit der Entwicklung seines Unternehmens und bereut den Verkauf andas Zuckerberg-Imperium.

"Letztendlich ist es so, dass ich mein Unternehmen verkauft habe. Ich habe die Privatsphäre meiner Nutzer für einen größeren Gewinn verkauft", hat Acton erst kürzlich in einem Interview mit dem US-amerikanischen Forbes Magazine zugegeben.