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WhatsApp: Neues Update offenbart sich als Betrug – die Folgen sind fatal

WhatsApp Messenger
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Derzeit kursiert ein angebliches Update von WhatsApp. Dahinter steckt eine Betrugsmasche.

WhatsApp bietet seinen Nutzern regelmäßig neue Updates und Funktionen. Aktuell sollte man aber lieber vorsichtig bei neuen Inhalten sein.

Dortmund – Derzeit versuchen Cyberkriminelle erneut, Nutzer von WhatsApp mit einer Betrugsmasche in die Falle zu locken. Bei dem Messenger kursieren aktuell Nachrichten, in denen mit einem angeblichen Update geworben wird. Dieses soll die eigentlich grün gehaltene App pink einfärben.

AnwendungWhatsApp
EntwicklerWhatsApp Inc. / Facebook Inc
ErstveröffentlichungFebruar 2009

WhatsApp pink: Betrüger wollen mit angeblichem Update locken – Ministerium warnt vor Download

Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, enthält die Nachricht einen Link, der zu dem vermeintlichen Update führen soll. Aber Vorsicht: Mit einem Klick auf besagten Link wird automatisch eine Schadsoftware heruntergeladen. Der Verein „Deutschland sicher im Netz“ des Bundesinnenministeriums warnt vor der Software, die sich unter dem Namen „WhatsApp Pink“ tarnt. Betroffen sind vor allem Android-Smartphones.

Das verheerende: Nach dem Download taucht auf dem Smartphone tatsächlich eine App mit dem pinkgefärbten WhatsApp-Logo auf. Die Tarnung ist täuschend echt. Beim Öffnen des Programms werden Nutzer gebeten, der App die Berechtigung zu erteilen, auf Kontakte im Adressbuch und weitere persönliche Daten zuzugreifen. Auch das ist bei der Neuinstallation der originalen WhatsApp-Anwendung nicht ungewöhnlich. Denn theoretisch würde WhatsApp die Berechtigung nutzen, um die Kontakte zu ermitteln, die die App ebenfalls nutzen.

WhatsApp pink machen: Schädliches Update wirkt täuschend echt – Warnung an Nutzer

Wer dieser Berechtigung bei dem angeblich pinken WhatsApp jedoch einwilligt, setzt auch seine Kontakte der Gefahr aus, die Schadsoftware zu installieren. Denn die App missbraucht die Kontakte auf dem Smartphone, um die Nachrichten mit derselben Masche weiterzuverbreiten.

Wenn Nutzer dem Schadprogramm auch den Zugriff auf andere Messenger wie Signal oder Telegram gewähren, werden Nachrichten auch an die darin gespeicherten Kontakte gesendet. Und die gefährliche Masche geht noch weiter. Wie Chip berichtet, verschlüsseln die Betrüger in vielen Fällen Daten wie Fotos und Videos auf dem Smartphone und verlangen für deren Freischaltung Lösegeld (mehr aktuelles News über Digitales bei RUHR24).

Nicht nur per WhatsApp versuchen Cyberkriminelle, ihre Opfer auszunutzen. Auch per SMS passiert das immer wieder, zuletzt mit einem dreisten Paket-Betrug.

Video: WhatsApp: Geniale Tricks – So können Sie den Status unbemerkt und anonym einsehen

Link in Whatsapp-Nachricht: Gefährlicher Betrug mit pinker App – so können Nutzer sich schützen

Aber wie verhält man sich am besten, wenn die Nachricht auf dem Smartphone eintrudelt? Wer die Nachricht mit dem fragwürdigen Link erhält, sollte diese am besten sofort löschen und keinesfalls auf den Link klicken.

Das gilt auch dann, wenn die Nachricht von einem Freund oder einem Familienmitglied verschickt wurde. Denn deren Smartphones wurden wahrscheinlich schon mit der schädlichen Software infiziert. Wie RND berichtet, können diese Phishing-Nachrichten auch schon ohne die Einwilligung der Betroffenen verschickt werden.

Generell gut zu wissen: WhatsApp-Updates, wie die große Änderung im Januar, werden niemals über Nachrichten angeboten und kommuniziert, sondern über den Google Play Store (Android) beziehungsweise im App Store (iPhones) installiert. Auch bei Gewinnspielen per WhatsApp sollten Nutzer kritisch sein, berichtet Merkur.de*.

Auf Betrug bei WhatsApp hereingefallen? Das kann man jetzt tun

Falls sich die schädliche Software bereits auf dem Smartphone befindet, sollte man die App mit dem pinken WhatsApp-Logo dringend löschen. Laut RND soll es außerdem hilfreich sein, das Handy in den Flugmodus zu setzen. So können Nutzer verhindern, dass die Nachrichten von dem eigenen Gerät weiter verbreitet werden.

Außerdem sollten die Einstellungen des Smartphones überprüft werden. Wenn Nutzer dabei verdächtige Apps oder immer noch auf „WhatsApp Pink“ stoßen, sollte der Zugriff blockiert werden.

Als weitere Vorsichtsmaßnahme können Android-User den Cache ihres Handybrowsers löschen. Um das Handy stets vor Schadprogrammen zu schützen, empfehlen Sicherheitsexperten außerdem eine Antivirus-App. *Merkur.de ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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