WhatsApp: Stiftung Warentest warnt aus Sicherheitsgründen vor diesen Einstellungen

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Stiftung Warentest warnt vor den Standard-Einstellungen bei WhatsApp. Foto: dpa

Stiftung Warentest warnt davor, bei WhatsApp die sogenannten Standard-Einstellungen zu verwenden. Warum das gefährlich ist, lest ihr hier.

WhatsApp zählt zu den meistgenutzten Apps der Welt. Was viele User nicht wissen: Sie geben durch die Nutzung der App mehr über ihre Privatsphäre preis als ihnen lieb ist. Wie ihr euch davor schützen könnt, verrät Stiftung Warentest.

  • Wer WhatsApp nutzt, gibt ohne es zu wissen unzählige private Informationen an Dritte weiter.
  • Stiftung Warentest warnt davor, die sogenannten Standard-Einstellungen zu nutzen.
  • Wer auf Nummer sicher gehen will, schaltet die entsprechenden Funktionen einfach aus.

Nahezu jeder Deutsche, der heutzutage ein Smartphone besitzt, nutzt auch WhatsApp. Der Messenger ist aus unseren Leben nicht mehr wegzudenken und etablierte sich über die Jahre als wichtigstes Instrument der schnellen digitalen Kommunikation und um nette Kurznachrichten zu besonderen Anlässen zu versenden

Doch die App ist heimtückischer als man zunächst annimmt. Zumindest, wenn man sie in den Standard-Einstellungen nutzt. Stiftung Warentest warnt nun davor, was alles an die Öffentlichkeit gelangen könnte.

WhatsApp: Stiftung Warentest warnt vor Standard-Einstellungen der App

Der Grund weshalb WhatsApp private Infos der User einfach weitergibt, liegt an der Funktionsweise der App. Denn wenn man jemanden im Messenger hinzufügt, hat man automatischen Zugriff auf persönliche Informationen der Person.

Dazu braucht man demjenigen noch nicht mal eine persönliche Erlaubnis geben. Doch wie kann man dagegen vorgehen? Mit drei einfachen Änderungen in den Einstellungen heißt es von dem Verbraucherportal. Man kann sie unter "Account" und "Datenschutz" ganz einfach in der App finden.

Auch beim Test von Smartwatches haben die Tester jüngst Probleme beim Datenschutz aufgedeckt. Fitnessdaten würden aber nicht an Dritte weitergegeben. Ebenso wie bei einigen Gesundheitsapps, deren Kosten jedoch teilweise von den Krankenkassen übernommen werden. Dafür müssen diese jedoch einige Bedingungen erfüllen. Zum Beispiel muss die Anwendung von einem Arzt verschrieben werden, um somit auch den Datenschutz zu garantieren. 

So lassen sich die Einstellungen bei WhatsApp ändern

Um die Privatsphäre zu schützen, empfiehlt Stiftung Warentest Einschränkungen für Profilbild, Informationen zur Person und Statusmeldungen vorzunehmen. Das geht als User ganz einfach, denn man kann in der App auswählen, welche Personen die Informationen sehen dürfen und welche nicht.

Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt die Einstellung "Nur Kontakte" aus. Damit legt man als User fest, dass ausschließlich Personen von eingespeicherten Handynummern persönliche Inhalte sehen können.

Stiftung Warentest empfiehlt: Online-Status verbergen!

Wer einen Schritt weiter gehen möchte, verbirgt seinen Online-Status. Laut Stiftung Warentest kann daran nämlich jeder erkennen, wann man zuletzt online war. In der Vergangenheit hatten Experten bereits publik gemacht, wie einfach es ist, dadurch entsprechende Nutzungsprofile anlegen zu lassen.

Wer seinen Online-Status auf WhatsApp - die App offenbart unfassbar viele Sicherheitslücken - verbirgt, muss aber mit einem großen Nachteil rechnen. Denn wer ihn ausschaltet, kann auch bei anderen nicht mehr sehen, wann diese online waren. Außerdem greift die Änderung nicht sofort, sondern ernst nach rund 24 Stunden. Spontan ändern funktioniert also nicht.

Lesebestätigung bei WhatsApp ebenfalls ausstellen

Als dritten Schritt empfiehlt Stiftung Warentest, die blauen Häkchen der Lesebestätigung auszustellen. Sie zeigen dem Absender, dass der Empfänger die Nachricht nicht nur bekommen, sondern auch gelesen hat.

Stellt ihr sie ab, dann erfährt der Absender nur, dass die Nachricht angekommen ist. Ob sie gelesen wurde oder nicht, wisst nur ihr. Die Einstellung darüber findet ihr bei dem Messenger WhatsApp unter "Lesebestätigungen" und lässt sich ganz einfach ein- und ausschalten.

Wie beim Online-Status gibt es hier aber ebenfalls einen Nachteil: Schaltet ihr die blauen Häkchen aus, dann könnt ihr auch nicht mehr bei anderen sehen, ob diese eure Nachrichten gelesen haben oder nicht.

In Gruppenchats erscheinen die blauen Häkchen übrigens - egal ob ihr die Funktion an- oder ausgeschaltet habt - weiterhin, wenn alle Gruppenteilnehmer die Nachricht gelesen haben. Hier könnt ihr die Einstellung nicht entsprechend ändern.

Facebook den Zugriff auf WhatsApp untersagen

Um seine Privatsphäre zusätzlich zu schützen, rät Stiftung Warentest außerdem, den Datenzugriff von Facebook auf die App zu beschränken.

So könnt ihr in den Privatsphäre-Einstellungen bei WhatsApp den Zugriff auf Kontakte, Bilder oder das Mikrofon unterbinden. Dabei solltet ihr aber unbedingt beachten, dass dadurch einzelne Funktionen der App eingeschränkt werden können. Das nützt bei manchen Smartphones aber auch nichts mehr: Bei ihnen stellt WhatsApp den Support ein. Ab dem 1. Februar 2020 werden einige iPhones und Android-Geräte nicht mehr unterstützt.

2019 hat die Stiftung Warentest diverse Matratzen geprüft. Dabei gab es überraschende Ergebnisse.