Instagram macht den Vorstoß

WhatsApp will die SMS endgültig ersetzen: Besondere Funktion in Planung

WhatsApp ändert AGB
+
WhatsApp hat sich zum Ziel gesetzt, die SMS endgültig abzulösen.

Jetzt geht es der SMS an den Kragen. Bislang bleibt ihr nur eine Funktion, die Messenger wie WhatsApp nicht erfüllen können – das soll sich bald ändern.

Dortmund  – Die Nachrichten rund um den Messengerdienst WhatsApp wollen nicht abreißen. Aber im aktuellen Fall handelt es sich ausnahmsweise mal nicht um neue AGB-Verordnungen und Fristen. Diesmal will die Facebook-Tochter der guten alten SMS endgültig den Rang ablaufen.

AnwendungWhatsApp
EntwicklerWhatsApp Inc. / Facebook Inc
Erscheinungsjahr2009

WhatsApp immer in den Schlagzeilen: neben AGB-Irrsinn auch positive Nachrichten

Seit Anfang des Jahres macht der Messenger immer wieder Negativschlagzeilen. Der Grund: WhatsApp hatte angekündigt, die AGB zu ändern – wer dem nicht zustimmt, sollte rausfliegen. So zumindest der ursprüngliche Plan. Allerdings gab es seitens der User großen Protest und viele kündigten an, den Messengerdienst zu wechseln.

Nach der großen Aufmerksamkeit hat WhatsApp einen AGB-Rückzieher gemacht und auf der offiziellen Hilfeseite des Unternehmens heißt es: „Es werden aufgrund der Aktualisierung am 15. Mai weder Accounts gelöscht, noch die Funktionalität von WhatsApp eingeschränkt.“ Allerdings werden User weiterhin daran erinnert, den AGB bitte zuzustimmen.

Aber es gibt auch gute Nachrichten! Immerhin hat WhatsApp nun eine Funktion veröffentlicht, mit der Sprachnachrichten schneller abgespielt werden können. Sie wird auch „Helium-Feature“ genannt.

WhatsApp holt zum Angriff aus und will der SMS ihren letzten Vorteil rauben

Und nach dem ganzen Trubel um den Messengerdienst, hat WhatsApp noch nicht genug und greift jetzt die klassische SMS an. Zwar hat die gerade wegen der Messengerdienste wie WhatsApp oder auch Telegram immer mehr an Bedeutung verloren. Allerdings hat sie ihren Konkurrenten eine Sache voraus – zumindest bis jetzt.

Die SMS gilt bislang als sicheres Mittel, um Informationen wie Zugangscodes bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) zu erhalten. Dienstanbieter versenden sie klassischerweise per SMS. Und darauf hat es WhatsApp jetzt abgesehen (mehr digitale News bei RUHR24).

WhatsApp will SMS Rang ablaufen: Instagram wird zum Gehilfen

Ausgangspunkt für die Übernahme dieses Monopols ist Instagram, das Fotonetzwerk gehört ebenso wie WhatsApp zur Facebook-Gruppe. Instagram soll planen, die Einführung der Zwei-Faktor-Authentifizierung über den hauseigenen Messenger WhatsApp möglich zu machen.

Die neue Funktion entdeckte der App-Entwickler Alessandro Paluzzi. Der 27-Jährige schreibt bei Twitter: „Instagram is working on the possibility of receiving authentication codes (2FA) on WhatsApp.“ Also: Instagram arbeitet an der Möglichkeit Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) über WhatsApp zu empfangen.

Zusätzlich veröffentlicht er zwei Bilder einer Beta-Version der App und betont: „User werden nicht gezwungen, diese Einstellung zu aktivieren, es ist komplett optional.“

Bislang sind das die Möglichkeiten der Authentifizierung bei Instagram. Noch findet WhatsApp keine Erwähnung, doch das soll sich ändern.

WhatsApp hat es auf die Zwei-Faktor-Authentifizierung abgesehen – Start noch nicht bekannt

Nutzer könnten selbst bestimmen, ob sie die Authentifikationsnachricht per SMS oder per WhatsApp erhalten wollen. Allerdings ist bislang unklar, wann Instagram die Funktion für alle Nutzer und Nutzerinnen ausrollen wird, wie Techbook schreibt. Eine offizielle Ankündigung gab es bisher nicht.

Möglich sei allerdings, dass nach erfolgreicher Einführung auch Facebook auf den Authentifizierungs-Zug mit aufspringt – immerhin gehören Instagram und WhatsApp zum Facebook-Konzern. Auch weitere Unternehmen könnten schließlich nachziehen.

Video: „Helium-Feature“ – WhatsApp um Funktion erweitert

Dann wäre es auch durchaus möglich, dass andere Benachrichtigungen via WhatsApp eintrudeln – etwa Paketankündigungen, wie Computerbild berichtet. Wie Nutzer und Nutzerinnen das neue Feature allerdings annehmen werden, bleibt abzuwarten.

Gerade die von Kritikern geäußerten Datenschutzbedenken und eben auch das große Aufsehen rund um die AGB-Änderungen könnte laut Computerbild User davon abhalten, sicherheitsrelevante Informationen über WhatsApp auszutauschen.

Mehr zum Thema