Nach Rechtsstreit gelöscht

WhatsApp-Überraschung: Beliebte Funktion kehrt nach über einem Jahr zurück

WhatsApp veröffentlicht immer wieder neue Funktionen. Diese jedoch kennen einige Nutzer schon. Sie wurde vor einem Jahr entfernt und feiert jetzt ein Comeback.

Dortmund – Trotz Daten-Skandalen und viel Kritik gehört WhatsApp weiterhin zu den beliebtesten Messengerdiensten. Und um sich diesen Titel zu verdienen, versucht die Facebook-Tochter sich immer wieder zu verbessern. Dafür werden neue Funktionen eingeführt oder eben Funktionen, die vor langer Zeit rausgeflogen sind, wieder eingeführt.

MessengerWhatsApp
Erstveröffentlichungsdatum3. Mai 2009
EntwicklerWhatsApp Inc. / Facebook Inc
EigentümerFacebook Inc.

WhatsApp: Nach viel Trubel bringt der Messengerdienst eine Funtkion unverhofft zurück

Nach der Bekanntgabe der neuen Nutzungsbedingungen von WhatsApp war der Aufschrei groß. Einige Nutzer wechselten sogar aus Protest den Messengerdienst und meldeten sich beim Konkurrenten Signal an – der soll besonders auf Datenschutz achten. Doch bei rund fünf Milliarden Downloads im Google Playstore sollte WhatsApp nicht so schnell ins Wanken geraten. Vor allem nicht, wenn sich der grüne Messengerdienst immer wieder neue Features ausdenkt, die die Gemüter wieder besänftigen könnten.

Ein Jahr mussten die Nutzer von WhatsApp darauf verzichten – jetzt kommt die beliebte Funktion unverhofft zurück: Die Möglichkeit, Backups von einzelnen Chats zu erstellen. WhatsApp-Neulinge können mit dieser Information womöglich nicht viel anfangen. Also, was bedeutet das konkret? Das Chat-Backup bietet die Möglichkeit einzelne Chats zu exportieren und abzuspeichern. So sind Erinnerungen, witzige Gespräche, die Erinnerung an den ersten Kontakt mit dem Partner auf alle Zeiten gespeichert.

WhatsApp bringt beliebte Funktion zurück: Jetzt können Chats wieder exportiert werden – so geht‘s

Die Funktion ist nicht neu, schon vor einem Jahr gab es die Möglichkeit des Speicherns WhatsApp. Doch wie Chip berichtet, hat der Messengerdienst das Feature vor einem Jahr entfernt. Das Verbraucherportal berichtet über Gerüchte, denen zufolge es eine Klage des Herstellers Blackberry gab. Der Hersteller behauptete, dass das Versenden der Backups auf einer patentierten Technologie basierte. Wie und ob dieser Rechtsstreit nun gelöst wurde, ist unklar.

Klar ist nur, dass die Funktion nach einem Jahr Pause nun zurück ist. Und so funktioniert es für Android-User:

  • Den gewünschten Chat öffnen und oben rechts auf die drei Punkten tippen.
  • „Mehr“ und dann „Chat exportieren“ auswählen.
  • Dann können WhatsApp-Nutzer auswählen wie die Text-Datei (TXT) gespeichert und versendet werden soll. Der Chat kann beispielsweise an die eigene Mail-Adresse oder sogar an einen anderen WhatsApp-Kontakt versendet werden.

Und so funktioniert es für iOS-Nutzer:

  • Den gewünschten Chat öffnen und auf den Namen des Kontakes tippen.
  • Relativ weit unten auf „Chat exportieren“ tippen. Dann können Nutzer entscheiden, ob die geteilten Medien auch angehängt werden sollen.
  • Anschließend können Nutzer auswählen, wie die Datei gesichert oder versendet werden soll. Dazu gibt es verschieden Möglichkeiten. Wie auch bei Android gibt es die Möglichkeit, den Chat an einen anderen Kontakt oder per Mail zu versenden. Außerdem kann der Chat in „Dateien“ gespeichert werden oder per Airdrop an ein anderes Apple-Gerät gesendet werden.

Vor dem Wechsel zur WhatsApp-Konkurrenz: Chats exportieren und abspeichern

Wer also doch den Messengerdienst wechseln möchte, aber auf die vielen Nachrichten, die in den vergangenen Jahren eingetrudelt sind, nicht verzichten möchte, kann die liebsten Chats einfach abspeichern. So können Nutzer in Erinnerungen schwelgen, ohne an WhatsApp zu hängen (mehr News rund um Digitales bei RUHR24.de).

Besonders interessant könnte die Funktion für einige Nutzer sein, die gezwungenermaßen den Messenger nicht mehr nutzen können. Denn WhatsApp soll ab Januar nicht mehr auf älteren iPhone- und Android-Geräten laufen. Bevor es also zu spät ist, sollten Nuter schnell ein Backup der Chats anfertigen, wenn sie denn Wert darauf legen.

Rubriklistenbild: © Gerald Matzka/ dpa

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