Chats, Fotos und Online-Status

WhatsApp: Gefährliche Fehler, die Nutzer dringend vermeiden sollten

Kein anderer Messenger wird in Deutschland so häufig verwendet wie WhatsApp. Und dennoch begehen Millionen User täglich etliche Fehler beim Verwenden der App.

Deutschland – Im vergangenen Jahr haben laut der ARD-ZDF Onlinestudie insgesamt 58 Millionen Deutsche täglich WhatsApp benutzt. Was viele von ihnen aber nicht wissen: Dass man beim Nutzen der App etliche Fehler machen kann, die im schlimmsten Fall zur eigenen Gefahr werden können. RUHR24 verrät, welche Fehler das sind und wie man sie vermeidet.

AppWhatsApp
ArtMessenger
Erscheinungsjahr2009

Häufige Fehler bei WhatsApp: Fotos auf keinen Fall in der Messenger-App aufnehmen

Wer seinen Freunden oder der Familie ein Fotos aus dem Urlaub schicken möchte, muss dafür sein Chatfenster bei WhatsApp nicht verlassen, sondern kann direkt ein Foto in der App aufnehmen. Die Funktion findet sich gleich neben dem Eingabefeld. Aber Vorsicht!

WhatsApp komprimiert so stark, dass die Qualität beim Verschicken in der App deutlich schlechter wird. Vor allem kleine Details wie etwa eine Blume oder ein Kleidungsstück werden dadurch unscharf. Außerdem wird die Größe der Bilder leicht beschnitten.

Wer das verhindern möchte und lieber qualitativ hochwertige Bilder verschicken möchte, wählt besser den unbequemeren Weg: WhatsApp schließen, Foto mit der Handykamera machen und anschließend bei WhatsApp einfügen. Oder noch besser: Fotos per Mail verschicken. Auf diese Weise bleibt die Qualität gleich. Eine Vorgehensweise, die sich besonders für Aufnahmen bei der Arbeit lohnt (mehr digitale Nachrichten auf RUHR24).

WhatsApp: Bilder und Video aus der App automatisch auf dem Handy speichern

In Sachen Fotos kann bei WhatsApp noch mehr falsch machen: Etwa dann, wenn man sämtliche Medien automatisch auf dem Smartphone speichert. In dem Fall werden alle Bilder und Videos, die man in den Chats erhalten hat, in dem Bilderordner des Handys gespeichert.

Besonders sinnvoll ist diese Option für die meisten Personen wohl nicht - vor allem, wenn man in mehreren Gruppen ist und dort ständig Bilder hin und her getauscht werden. Dadurch wird der Handyspeicher unnötig voll und man muss die wichtigen Bilder aus den (meisten) unwichtigen raussuchen. Extrem nervig! Besser also: Automatisches Speichern deaktivieren und nur die Fotos runterladen, die man wirklich braucht und sehen will.

Die Funktion kann man unter „Einstellungen“ und dann unter „Chats“ deaktivieren. Bei Android heißt sie „Sichtbarkeit von Medien“ und bei iOS „In Aufnahmen speichern“.

Wer auf seinem Handy noch Platz für selbst geschossene Fotos haben will, sollte die automatische Download-Funktion bei WhatsApp deaktivieren.

Fehler bei WhatsApp vermeiden: Personen niemals über Links in Gruppen einladen

Wie auch bei anderen Messengern, kann man bei WhatsApp größere Gruppen erstellen und dann mit mehreren Usern gleichzeitig kommunizieren. Die Mitglieder für so eine Gruppe fügt man normalerweise direkt in der App hinzu, denn dort werden einem alle Kontakte gebündelt angezeigt. Doch es geht auch anders! Es gibt noch die Funktion „Mit Link zur Gruppe einladen“: Dabei erstellt man einen Link, der an beliebig viele Mitglieder außerhalb von WhatsApp geschickt werden kann. Wer darauf klickt, gelangt direkt zur Gruppe.

Was so einfach klingt, birgt aber auch Gefahren: So könnten über den Link etwa Personen in die Gruppe gelangen, die man gar nicht kennt. Mit solchen Usern möchte man sicher keine privaten Details über die nächste Geburtstagsparty austauschen. Also besser nur Teilnehmer direkt über die App hinzufügen.

Häufige Fehler bei WhatsApp-Usern: Online-Status auf keinen Fall anzeigen lassen

Grundsätzlich kann jeder bei WhatsApp sehen, wann man zuletzt online war. An sich kein Problem, jedoch können Stalking-Apps daraus ein Muster bauen, wie lange man in dem Messenger online war. Im schlimmsten Fall lässt sich daraus sogar ableiten, mit wem man zu welcher Uhrzeit geschrieben hat, berichtet t-online.de.

Um dies zu vermeiden, kann man seine Einstellungen in der App entsprechend anpassen. Und zwar unter dem Reiter „Account“ und dann auf „Datenschutz“ klicken. Dort kann man einstellen, wer sehen darf, man zuletzt online war. Um den Status für alle unsichtbar zu machen, wählt man „Niemand“. Das hat zudem den Vorteil, dass man nicht gezwungen ist, schnell auf eine Nachricht zu antworten, obwohl man online war. Theoretisch könnte man auch ständig offline gewesen sein - einen Beweis gibt es dann jedenfalls nicht mehr.

Neue Rufnummer und WhatsApp: Unbedingt daran denken, die Nummer bei WhatsApp zu ändern

Viele User speichern in ihrem WhatsApp-Konto wichtige Informationen. Deswegen ist es umso wichtiger, dass Chats und Medien bei einem möglichen Rufnummer-Wechsel mitgenommen werden. Nur so lassen sich Probleme mit den Kontakten und der alten Nummer vermeiden. Dazu einfach in die Einstellungen gehen, den Reiter „Account“ auswählen und schließlich auf „Nummer ändern“ klicken. Geht ganz einfach!

Wer ein neues Handy hat, aber keine neue Rufnummer, kann seine Chats ganz einfach synchronisieren. WhatsApp übernimmt sämtliche Unterhaltungen automatisch. Aber Vorsicht: Nicht immer werden auch Fotos und Videos mitgenommen. Deshalb empfiehlt es sich, vorher ein Backup zu machen (mehr Lifehacks auf RUHR24).

Gefährliche Fehler bei WhatsApp: illegaler Gruppenname für die Geburtstagsparty

Fast jeder von uns war schon mal in einer WhatsApp-Gruppe. Egal ob zum Geburtstag, für den Urlaub oder auf der Arbeit: Chats mit mehreren Mitgliedern sind eine einfache Möglichkeit, um schnell Informationen auszutauschen. Gerade wenn sich vor allem Freunde oder Familienmitglieder darin austauschen sollen, wählen Gruppenersteller gerne einen lustigen Namen. Doch was als witziger Gag gedacht ist, nimmt WhatsApp so gar nicht mit Humor!

So kann es beispielsweise passieren, dass der Messenger den Gruppennamen mit einer illegalen Aktivität verbindet und dies als schweren Verstoß gegen die Nutzungsrichtlinien wertet. In dem Fall können sämtliche Gruppenmitglieder bei WhatsApp gesperrt werden - auch dann, wenn sie gar nichts mit dem Namen zu tun haben.

Jegliche Themen rund um Erotik, Drogen oder Kriminalität haben bei WhatsApp nichts zu suchen. Wer auf Nummer sicher gehen will, benennt seine Gruppe nach dem Zweck der Zusammenkunft. Also beispielsweise „Geburtstag“, „Arbeit“ oder „Urlaub“.

Je harmloser, desto besser

Nicht nur bei WhatsApp, sondern auch bei Banküberweisungen können lustig gemeinte Verwendungszwecke zum Problem werden. Etwa dann, wenn etwa Sachen wie „10 Gramm Kokain“ oder „Dein Anteil für den Banküberfall“ genutzt werden. In solchen Fällen könnte die Bank ebenfalls eine kriminelle Aktivität vermuten.

WhatsApp: Vorschau von Mitteilungen auf dem Sperrbildschirm auf keinen Fall anzeigen lassen

Wer regelmäßig über WhatsApp kommuniziert, bekommt dementsprechend häufige Nachrichten. Um den Überblick zu behalten, wählen viele in ihren Handyeinstellungen aus, dass neue Nachrichten direkt auf dem Sperrbildschirm angezeigt werden. Das ist zwar bequem, aber auch ganz schön risikoreich. Immerhin können dann sämtliche Personen eure privaten Nachrichten und Bilder sehen, wenn sie in der Nähe sind.

Um dies zu vermeiden, lohnt sich eine Anpassung in den App-Einstellungen direkt auf dem Smartphone. Einfach WhatsApp unter den Einstellungen suchen, und dann unter dem Reiter „Mitteilungen“ anpassen, was angezeigt werden soll. Wer immer auf dem neuesten Stand sein will, aber trotzdem seine Privatsphäre wahren möchte, wählt die Option „Vorschau zeigen“ komplett aus.

Status und Profilbild bei WhatsApp nicht für jeden zugänglich machen

Wer in Sachen Privatsphäre noch einen darauf setzen möchte, lässt sein Profilfoto und seinen Status nur noch Kontakten anzeigen. Standardmäßig wird beides sämtlichen Usern auf WhatsApp, insofern sie eure Nummern haben, angezeigt. Das können beispielsweise Arbeitskontakte, Kundenservices oder Handwerker sein.

Wer nicht möchte, dass all diesen Personen euer Profilbild und Status angezeigt wird, kann dies ebenfalls im Account unter „Datenschutz“ einstellen. Zusätzlich lassen sich auch Kontakte auswählen, die beides auf keinen Fall sehen dürfen. Einfach, oder?

Rubriklistenbild: © Catherine Waibel/dpa

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