So kann man sich schützen

Warnung vor WhatsApp-Betrug: Kriminelle nutzen neue Masche – wie man sich schützt

Derzeit tummeln sich wieder Kriminelle bei WhatsApp. Viele Nutzer sind im Messenger bereits auf die Masche hereingefallen.

Deutschland – Nachrichten über WhatsApp zu verschicken, hat die SMS und Telefonieren für viele längst abgelöst. Das ruft offenbar auch Kriminelle auf den Plan. Derzeit kursiert wieder eine heikle Betrugsmasche.

MessengerWhatsApp
Erstveröffentlichung3. Mai 2009
EntwicklerWhatsApp Inc. / Facebook Inc

Betrugsmasche bei WhatsApp: Wie Kriminelle derzeit Accounts stehlen

Weltweit nutzen 1,2 Milliarden Menschen den Messenger WhatsApp. Doch darunter finden sich auch immer wieder Kriminelle, die diese App mit Betrugsmaschen unterwandern. Wie Chip.de jetzt berichtet, wird eine Masche derzeit wieder aktiver ausgeführt.

Seit längerer Zeit sollen WhatsApp-Accounts gestohlen und anschließend für illegale Geschäfte missbraucht werden. Die Opfer dieser virtuellen Betrugsmaschen können das nicht immer durchblicken. Denn das Smartphone muss man dabei nicht einmal aus der Hand legen.

WhatsApp: Diese Betrugsmasche kursiert derzeit auf dem Messenger

Wie genau funktioniert die Betrugsmasche dann? Meistens fängt es mit der WhatsApp-Nachricht von einem ganz normalen Kontakt an. Das kann also ein enger Freund, ein Familienmitglied oder ein Arbeitskollege sein. In der Nachricht wird das Opfer darüber informiert, dass der Kontakt aus Versehen eine SMS mit einem Code verschickt hat und diesen nun dringend benötigt.

Also wird man in der Nachricht darum gebeten, den Code zu senden. Wenige Sekunden später erhalten die Opfer eine SMS mit einer PIN – der Code, den der Kontakt angeblich braucht.

Eigene Kontakte sind Teil der Betrugsmasche bei WhatsApp

Das Problem: auch der eigene Kontakt ist vorher bereits Opfer der Betrugsmasche geworden. Sein Account wurde im Vorfeld gehackt und wird nun missbraucht, um weitere Accounts zu stehlen. Der sechsstellige Code macht es möglich.

Denn normalerweise erhalten Nutzer von WhatsApp diesen Code, wenn sie sich selber auf einem anderen Gerät einloggen möchten. Hierzu sendet WhatsApp den PIN an die Handynummer, mit welcher der Account angelegt wurde. Wer den PIN und die korrekte Nummer hat, kann sich also auch in fremde Accounts einloggen und diesen so übernehmen.

Ursprünglich dient der Code also als Sicherheitsvorkehrung mit dem WhatsApp prüft, ob sich wirklich der Besitzer der Handynummer einloggt. Eigentlich soll Missbrauch damit verhindert werden. Zum Sicherheitskonzept gehören auf WhatsApp auch viele weitere Regeln. Wer sich nicht daran hält, kann rausfliegen.

Betrugsmasche auf WhatsApp: So kann man sich schützen

Bei der fiesen Betrugsmasche nutzt der Angreifer das eigene Sicherheitskonzept der App aus. Allerdings ist der Diebstahl des Accounts nur der erste Schritt. Mit der gestohlenen Handy-Identität werden meistens noch weitere Straftaten verübt. So können beispielsweise Phishing-Nachrichten verschickt werden. Durch die Betrugsmasche über WhatsApp entsteht oft ein großer finanzieller Schaden. Die Verfolgung der Täter ist kaum möglich.

Aber was kann man tun, um sich zu schützen? Vorsorge ist hier besser als Nachsorge. Um dubiosen Nachrichten auf den Grund zu gehen, sollte man bei seinen Kontakten nachhaken. Etwa per Telefon oder SMS. Eine Nachricht über WhatsApp ergibt nämlich keinen Sinn, falls der andere Account bereits von einem Betrüger übernommen wurde.

WhatsApp: Was tun, wenn man bereits auf Betrugsmasche hereingefallen ist

Und was, wenn es bereits zu spät ist? Sollte man Opfer der Betrugsmasche auf WhatsApp geworden sein, sollte man schnell handeln. Zunächst sollten alle Kontakte per SMS informiert werden, dass der eigene Account gestohlen wurde. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass weitere Personen Opfer der Masche werden.

Danach sollte man versuchen, sein WhatsApp-Konto wiederherzustellen. Außerdem sollte man eine Strafanzeige bei der Polizei erstatten. Auch wenn die Täter selten ausfindig gemacht werden, hat eine Anzeige einen Vorteil: Die Betrugsmasche wird damit aktenkundig. Wenn also Straftaten mit der gestohlenen Telefonnummer begangen werden, ist klar, dass Sie nicht dafür verantwortlich sind.

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