„5000 kostenlose Produkte“

Whatsapp-Betrug zu Black Friday 2022: Amazon-Kunden droht Abzocke

Whatsapp-Nachrichten von Freunden bekommt man gerne. Handelt es sich aber um einen Link zu einem angeblichen Amazon-Angebot, sollten wir zweimal hinsehen.

Dortmund – Der Black Friday 2022 steht kurz bevor und die ersten Angebote überschwemmen bereits Kundinnen und Kunden. Gerade bei Online-Kaufhäusern wie Amazon sind die Schnäppchentage immer heiß begehrt. Da wundert es doch eigentlich nicht, wenn Freunde einem ein besonderes Angebot per Whatsapp zuschicken – oder? Aktuell ist besondere Vorsicht geboten.

Whatsapp-Betrug lockt mit besonderem Black-Friday-Deal bei Amazon

Es klingt verführerisch, wenn die Nachricht im grünen Messenger eingeht: „Amazon Black Friday 2022 Werbegeschenk – 5000 kostenlose Produkte für Sie“. Doch dabei handelt es sich um einen Betrug, der sich gerade wie ein Lauffeuer bei Whatsapp und auch bei Instagram verbreitet.

Die Masche, die dahinter steckt, ist nicht neu, verbirgt sich nur in einem neuen Gewand. Getarnt hinter einem Black-Friday-Deal wollen die Betrügerinnen und Betrüger lediglich Daten abgreifen und verkaufen. Dazu locken sie User mit vermeintlich kostenlosen Produkten, Gewinnspielen und Umfragen in die Falle.

Whatsapp-Betrug wird von eigenen Kontakten verbreitet – man erkennt ihn am Link

Im aktuellen Fall verbirgt sich hinter dem Link, der bei Whatsapp von den eigenen Kontakten verbreitet wird, ein vermeintliches Gewinnspiel in Amazon-Optik. Doch der Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch Mimikama klärt auf: Das Gewinnspiel stammt nicht von Amazon. Zu erkennen ist der Betrug häufig an sogenannten Short-Links, die nicht zu erkennen geben, wo der Klick hinführt.

Tippt man auf den Link, solle man unterschiedliche Fragen beantworten, am Ende hat man angeblich einen Preis gewonnen – ein Iphone 13 Pro. An den wertvollen Preis würden User aber nur gelangen, wenn sie das Gewinnspiel mit 20 Whatsapp-Kontakten oder mit fünf Gruppen teilen.

Diese Nachricht verbreitet sich aktuell über Whatsapp – doch der Link führt nicht zu Amazon.

Amazon warnt vor dubiosen Gewinnspielen: „Immer misstrauisch sein“

Haben User diese Aufgabe erledigt, wartet allerdings kein Iphone auf sie, sondern ein Gewinnspielformular. Dabei geht es aber nicht darum, einen teuren Preis zu verlosen, sondern allein um das Sammeln von Daten. Diese Daten werden weiterverkauft und die Teilnehmer können sich auf massenhafte Spam-Mails und dubiose Werbeanrufe einstellen.

Daher ist das Credo: Nicht auf solch zweifelhaften Links klicken und auf keinen Fall Daten angeben. Auch Amazon selbst ist sich der Betrugsmaschen bewusst und warnt auf der Verkaufsplattform:

Wir empfehlen, bei Websites, die Ihnen nicht bekannt sind und die Sie um die Beantwortung von Umfragen bitten, immer misstrauisch zu sein. Die Websites hinter diesen Umfragen sind leider darauf ausgelegt, Kundeninformationen zum Zwecke des Identitätsdiebstahls zu erfassen. (...) Seriöse Vermittler werden Sie niemals nach persönlichen Informationen fragen.

Amazon Kundenservice

Whatsapp-Betrug kann in Abo-Falle und ungewollten Abbuchungen enden

Doch es ist kein Wunder, dass einige User auf den Trick hereinfallen. Immerhin kommt der Link von einem Kontakt – der zuvor anscheinend selbst auf den Betrug, auch Scam genannt, hereingefallen ist. Zudem sieht die Website täuschend echt aus, auf der man angeblich ein Iphone gewinnen kann (mehr digitale News bei RUHR24).

Doch was tun, wenn man seine Daten angeben hat? Sollten User an einer Stelle ihre Kreditkarten-Informationen angegeben haben, handelt es sich wahrscheinlich um eine Abo-Falle. In dem Fall wird, kommt es zu Abbuchungen vom Konto.

Hat man Abbuchungen festgestellt, sollte man die Kontaktdaten aus der Kreditkartenabrechnung heraussuchen und versuchen Kontakt aufzunehmen und weiteren Abbuchungen widersprechen. Mimikama empfiehlt darüber hinaus, den Kreditkartenanbieter mit ins Boot zu holen und das Vorgehen zu besprechen. Kommt es zu unrechtmäßigen Abbuchungen, kann eine Strafanzeige gestellt werden.

Aktuell verbreitet sich ein Amazon-Betrug bei Whatsapp.

Nach Whatsapp-Betrug und Amazon-Scam nicht untätig bleiben

Wenn man auf einmal mit Werbe-E-Mails bombardiert wird, haben User die Möglichkeit, sich bei den Unternehmen zu informieren, welche Daten sie abgespeichert haben und woher sie diese haben. Dazu bietet die Verbraucherzentrale einen interaktiven Musterbrief an, der genutzt werden kann.

Sind die Daten bereits im Umlauf, sollten Verbraucherinnen und Verbraucher der Nutzung der Daten bei der verantwortlichen Stelle widersprechen. Auch dazu bietet die Verbraucherzentrale einen Musterbrief an.

Rubriklistenbild: © Wolfgang Maria Weber, Screenshot

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