Hoffnung fürs Fest

Weiße Weihnachten 2020 in Deutschland: So hoch ist die Wahrscheinlichkeit für Schnee

Er steht vor der Tür, der Winter 2020/2021. Mit ihm die Frage nach weißen Weihnachten, Schnee und Frost. Wetter-Experten geben jetzt eine Prognose ab.

Update, Mittwoch (18. November), 16.30 Uhr: Während der November bisher recht mild verlief, sollen laut Messungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die Temperaturen zum Wochenende stark sinken. Mit bis zu minus 5 Grad in Süddeutschland und 0 Grad im Rest von Deutschland und in NRW wird es deutlich kälter – es herrtscht Frostgefahr!

Verdichtet das die Hoffnung auf weiße Weihnachten 2020? Nicht unbedingt. Denn bisher beharrt die US-Behörde NOAA auf ihrer bisherigen Prognose. Diese sieht für dieses Jahr einen regelrechten Wärme-Winter vor.

Weiße Weihnachten 2020: So könnte das Wetter in diesem Jahr ausfallen

Erstmeldung, Mittwoch (4. November), 12.56 Uhr: Das Jahr 2020 war wahrlich kein Zuckerschlecken – und die kalte und dunkle Jahreszeit steht uns erst noch bevor. Doch wird der Winter tatsächlich kalt und dunkel oder erwarten uns vielmehr Sonne und milde Temperaturen? Einige Wetter-Experten geben jetzt einen ersten Ausblick auf die kommenden Monate.

BehördeNational Oceanic and Atmospheric Administration
GründerRichard Nixon
Gründung3. Oktober 1970
HauptsitzWashington, D.C., Vereinigte Staaten

Winter 2010/2021: Weiße Weihnachten? Das gab es zuletzt 2010

Weiße Weihnachten – davon träumen viele Winter-Fans und immer wieder tauchen Prognosen von Wetter-Experten auf, die Hoffnung machen. Es wäre fast schon außergewöhnlich, wenn uns die weißen Flocken an Heiligabend besuchen würden – weiße Weihnachten gab es nämlich zuletzt im Jahr 2010.

Doch nicht alle Wetter-Experten schließen sich den Langzeitprognosen der Kollegen an, manche sind sogar regelrecht wütend über solche Vorhersagen. Sie meinen, Wettervorhersagen über mehrere Monate seien nicht möglich, da zu viele Faktoren das Wetter bestimmen und diese oft erst kurzfristig bestimmt werden können.

Winter 2020/2021: Erste Vorhersagen deuten auf Wärme-Winter hin – auch der November startet mild

Und trotzdem: Experten auf der ganzen Welt setzen modernste Technik ein, um ein möglichst genaues Bild der kommenden Monate abgeben zu können. So auch die Experten der US-Behörder NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration). Ihre neuste Vorhersage deutet auf einen regelrechten Wärme-Winter hin.

Schon die ersten Tage des Novembers waren ziemlich warm. Das beschreibt auch der Deutsche Wetterdienst (DWD). Allerdings gibt dieses Phänomen keinen Ausblick auf die kommmenden Tage oder gar Monate.

Wetter im Dezember 2020: Milde Aussichten – dennoch ist Schnee möglich

Die Wärme der vergangenen Tage hatte eine andere Ursache: Der ehemalige Hurrikan „Zeta“ war über die USA hinweggezogen und machte sich auf den Weg nach Europa. Dabei wandelte er sich in ein „kräftiges außertropisches Tiefdruckgebiet um und vereinigte sich mit einem weiteren Tief“, schreiben die Wetter-Profis. Der Tiefdruckkomplex und weitere Faktoren sorgten besonders in der Nacht zu Montag (2. November) für ungewöhnlich milde Temperaturen.

Dieser Ausreißer gibt zwar keine Hinweise auf kommende Temperaturen im Winter. Doch die Vorhersage der NOAA zeigt ein ähnliches Bild: Demnach soll uns ein milder Winter bevorstehen. Doch der Dezember könnte durchaus noch einen weißen Anstrich bekommen.

Winter 2020/2021: Wetter-Experten erwarten milde Temperaturen mit winterlichen Episoden

Denn laut NOAA soll der Weihnachtsmonat nur etwas zu warm werden. Die Experten rechnen mit 0,5 bis 1 Grad über dem Durchschnitt. Diese Prognose könnte durchaus für ein paar knackige Wintertage sprechen. Ob die allerdings auch an Weihnachten stattfinden, ist nicht klar.

Die weitere Prognose der NOAA zeigt, dass die Temperaturen im gesamten Winter, also von Dezember bis Februar, recht mild ausfallen könnten. Demnach sollen die Temperaturen im Winter 2020/2021 ungefähr 1 bis 1,5 Grad über dem Durchschnitt liegen (alle News zum Wetter und neueste Prognosen gibt es bei RUHR24.de).

Das bedeutetet, zu Beginn des Jahres 2021 gibt es eine geringere Chance auf einen längeren Abschnitt mit winterlichen Tagen voller Schnee und Frost. Doch Winter-Freunde können aufatmen: Immerhin sind kurze winterliche Episoden möglich. Außerdem werden die Prognose der NOAA alle sechs Stunden neu berechnet – vielleicht gibt es ja doch noch Wetter-Überraschungen.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa; Collage: RUHR24

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