Vorsicht bei Medikamenten

Schnee und Eis in NRW: Was bei Minustemperaturen nicht im Auto liegen bleiben darf

Mann schaufelt eingeschneites Auto frei
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Bei Schnee und Frost sollten Autofahrer manche Gegenstände nicht zu lange im Auto liegen lassen.

Schnee ist in Sicht. Wenn in NRW die Temperaturen fallen, müssen Autofahrer einiges beachten. Bei Frost darf manches nicht zu lange im Auto bleiben.

Dortmund – Wetterdienste prophezeien es schon seit Wochen: „Winter is coming“. Wie in der Kult-Serie „Game of Thrones“ warten wir gespannt auf die ersten Flocken, die in NRW hernieder fallen sollen. Nun soll es soweit sein. Der Schnee soll endlich kommen, sodass wir das Winterparadies direkt vor unserer Haustür haben und nicht erst ins Winterchaos nach Winterberg fahren müssen. Doch wenn die Temperaturen fallen, sollten besonders Autofahrer einiges beachten.

BehördeDeutscher Wetterdienst
HauptsitzOffenbach am Main
Gründung1952

Winter in NRW: Glätte, Frost und Schnee – Autofahrer sollten manches beachten

In dieser Woche wird es kalt. Viele haben es sich wie jedes Jahr zu Weihnachten gewünscht, jetzt – zwei Wochen später – soll es so weit sein: Der erste Schnee diesen Winter. Zumindest ein wenig. Denn mit schönen dicken Schneeflocken sei laut Deutschem Wetterdienst erst oberhalb von 400 Metern zu rechnen, oberhalb von 200 Metern dann mit leichtem Schneefall und Glätte durch Schneematsch.

Schneematsch klingt nicht gerade nach romantischer Schneelandschaft, aber so oder so: Die Temperaturen fallen in dieser Woche. Teilweise sind Temperaturen um die Minus zwei Grad zu erwarten, im Bergland auch gerne mal Minus vier Grad. Das bedeutet für Autofahrer nicht nur, dass sie sich auf glatte Straßen einstellen müssen – auch sollten sie darauf achten, bestimmte Dinge nicht zu lange im Auto liegenzulassen.

Winter in NRW: Autofahrer sollten Elektrogeräte bei frostigen Temperaturen nicht zu lange im Auto lassen

Zu diesen Gegenständen zählen laut Chip unter anderem Elektrogeräte. Einige Smartphonenutzer werden dieses Phänomen kennen, nach einem Spaziergang durch die Kälte will man eben seine Nachrichten checken und – nichts. Das Smartphone ist aus, der Akku hat in der Kälte kapituliert.

Nicht nur Sommer-Hitze setzt dem Smartphone-Akku zu, auch Kälte kann die Funktion deutlich einschränken. Davon sind aber auch andere Geräte wie Laptops oder Tablets betroffen. Die verbauten Metalle und Platinen sind kälteempfindlich und die Lithium-Ionen-Akkus der Geräte können sogar nachhaltig eingeschränkt werden.

Das wissen auch die Hersteller. So beschreibt Apple beispielsweise in welchem Temperaturen-Bereich Kunden die Geräte nutzen sollten: zwischen 0 und 35 Grad. Der US-Konzern weist darauf hin, dass die Verwendung unter sehr kalten Bedingungen auch ein Abschalten verursachen kann. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass das iOS-Gerät nicht im Auto liegengelassen werden sollte.

Minustemperaturen: Gitarre, Möbel, Konservendosen und Getränke nicht in der Kälte zurücklassen

Aber nicht nur elektronische Geräte leiden zurückgelassen im eiskalten Auto. Auch Gegenstände aus Naturmaterialien wie Holz sind anfällig für Kälte. Es können Risse im Holz und andere irreparablen Schäden entstehen. Die Gitarre oder auch Möbel sollten daher nicht zu lange im Auto zwischengelagert werden, wenn die Temperaturen im Winter fallen. Das Online-Magazin Chip weist darauf hin, dass die Versicherung in diesem Fall nicht für den Schaden aufkommen wird.

Das haben wir schon im Physikunterricht gelernt: Wasser dehnt sich aus, wenn es gefriert und braucht demnach mehr Platz. Daher ist es wenig ratsam, Dosen- und Glaskonserven bei Minustemperaturen im Auto aufzubewahren. Die Lebensmittel in den Dosen und Gläsern frieren samt Flüssigkeit ein, dehnen sich aus und im schlimmsten Fall platzen die Gefäße. Gleiches gilt für Getränke.

Vorsicht: Medikamente mögen nur selten extreme Kälte

Einige Medikamente können es gar nicht vertragen, wenn die Temperaturen sinken. Laut Bundesministerium für Gesundheit (BMG) werden Arzneimittel in der Regel in einem der folgenden Temperaturbereiche gelagert:

  • Raumtemperatur: 15 bis 25 Grad Celsius
  • Im Kühlschrank: 2 bis 8 Grad
  • Tiefgekühlt: bei -18 °C oder kälter – wie der Corona-Impfstoff von Biontech

Video: Das Auto wintersicher machen

Medikamente nicht zu lange zu kalt lagern – das kann mitunter gefährlich werden

Wie ein Medikament gelagert werden muss, steht im Beipackzettel, wird aber auch von Apothekern bei der Herausgabe erklärt. Bei Mitteln, die bei Raumtemperatur gelagert werden sollen, sei laut BMG eine kurzzeitige und geringfügige Unter- oder Überschreitung unproblematisch.

Bleiben Medikamente allerdings länger in der Kälte liegen, obwohl sie das nicht vertragen, können sie im schlimmste Fall ihre Wirksamkeit einbüßen. Davon sind besonders Mittel mit einem hohen Flüssigkeitsanteil betroffen. Dann hilft es auch nicht, wenn die Cremes, Salben, Säfte oder Tropfen wieder aufgetaut werden.

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