Gartenarbeit

Wetter mit Spätfrost: Pflanzen müssen jetzt besonders vor Schäden geschützt werden

Sobald der Spätfrost eintrifft, brauchen Pflanzen Schutz. Mit einigen Tipps und Tricks können sie vor Schäden bewahrt werden.

Dortmund – Während sich viele Menschen über das schöne Wetter im Frühling freuen, droht der Pflanzenwelt eine ernsthafte Gefahr. Sie werden immer anfälliger für den späten Frost, von dem sich Stauden und andere Pflanzen nur schwer oder gar nicht erholen, wie RUHR24* weiß.

EreignisSpätfrost
ZeitraumApril bis Anfang Juni
Betroffene Pflanzenu.a. Fächerahorn, Kamelien und Magnolien

Wetter mit Spätfrost: Deshalb sind viele Pflanzen anfällig für Frostschäden

In einigen Regionen in Deutschland wurde in den vergangenen Tagen die 20-Grad-Marke geknackt. Die Kälteresistenz von Pflanzen ist deshalb stark gesunken. Temperaturen unter vier Grad würden deshalb zu Schäden von Blumen und Stauden führen, wovon sich diese nur schwer oder teilweise gar nicht erholen.

Knospen, die bereits aus der Winterruhe entlassen wurden, können ebenfalls starke Schäden erleiden, wie t-online.de berichtet. Weder ihre Frosthärte noch ihr Dehydratationsschutz sind vorhanden, nachdem sie ihre Knospenschuppen abgelegt haben. Doch den Schäden kann man in einigen Fällen ganz einfach entgegenwirken.

Wetter mit Spätfrost: Austrieb nach Schnitt besonders schützen

Frühlingsblumen wie Tulpen* und Hyazinthen, welche in Töpfe gepflanzt wurden, können besonders geschützt werden. Diese können tagsüber in die Sonne gestellt und abends wieder reingeholt werden. Dafür soll sich ein kühler Raum besonders gut eignen (mehr Lifehacks* auf RUHR24).

Auch Geranien, Begonien, Fuchsien und Dahlien gelten als besonders kälteempfindlich, weshalb diese über Nacht ebenfalls drinnen sein sollten. Nach den sogenannten Eisheiligen Mitte Mai können die Blumen problemlos draußen im Garten* bleiben.

Wetter mit Spätfrost kann Folgen haben: Erkennungsmerkmale für Frostschäden

Um zu erkennen, ob eine Pflanze betroffen ist, können sich Hobbygärtner an einigen Erkennungsmerkmalen orientieren. Typische Anzeichen bei Frostschäden, die in Kombination oder zeitlich versetzt auftreten können, sind nach Angaben von plantura.garden folgende:

  • Blätter: Zunächst Braunfärbung und Vertrocknen der Blattspitzen, später des ganzen Blattes; eingerollte Blätter können auf Trockenstress hinweisen.
  • Krautige Pflanzenteile: Werden nach der Frosteinwirkung matschig, färben sich braun und verfaulen.
  • Holzige Pflanzenteile: Wirken vertrocknet, braun und schrumpelig; Risse in der Rinde.
  • Knospen und Blüten: Vertrocknen, werden braun und fallen ab.

Wetter mit Spätfrost: Diese Gartenpflanzen sind besonders gefährdet

Laut al-ko.com sind vor allem Pflanzen betroffen, die aus wärmeren Gebieten stammen, wie Fächerahorn, Kamelien und Magnolien. Doch auch viele früh blühende Obstsorten sind gefährdet: frühe Kartoffelsorten, Spargel, Gemüsejungpflanzen und andere Sämlinge. Basilikum sollte ebenfalls nicht zu früh ausgesät werden, denn die Kälte schadet auch dieser Pflanze, wie 24garten.de* weiß.

Doch neben der Ernte leiden auch andere Gewächse unter den niedrigen Temperaturen. Frostschäden an Beet- und Kübelpflanzen sind nach Angaben von gartentipps.com keine Seltenheit. Bei Kübelpflanzen treten die Schäden meist im Wurzelbereich auf, wohingegen bei Gartenpflanzen üblicherweise die Blätter und Äste betroffen sind.

Wetter mit schädigendem Spätfrost: Warum Ruhe bewahren oft die Lösung ist

In den meisten Fällen reicht es jedoch, wenn Pflanzenliebhaber Ruhe bewahren und nicht eingreifen. Denn laut oekotest.de kommt die Natur mit solchen Ereignissen selbst zurecht. Abgestorbene Teile der Pflanze vertrocknen und fallen von alleine ab. Kurze Zeit später sollen neue Austriebe die toten Stellen der Pflanze überwachsen.

Bei Spätfrost kann man Pflanzen einen besonderen Schutz bieten.

Wem das allerdings trotzdem noch zu langsam ist, kann ganz einfach nachhelfen. Offensichtlich abgestorbene oder geknickte Teile der Pflanze können dann abgeschnitten werden.

Auch andere Gewächse sollten nun geschnitten werden, damit sie besonders schön blühen. *RUHR24 und 24garten.de sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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