Experte mit März-Prognose

Wetter in NRW: Bleibt der Frühling – oder kommt nochmal ein Winter-Einbruch?

Warme Saharaluft weht aktuell über Deutschland und bringt nach den Schneetagen den Frühling ins Land. Aber wie lange bleiben die milden Temperaturen noch?

NRW – Der Frühling 2021 hat uns alle überrascht. Nach kaltem Winterwetter mit viel Schnee sorgen aktuell milde Temperaturen für Frühlingsgefühle in NRW. Doch mit den warmen Tagen könnte es schon bald wieder vorbei sein.

Deutscher Wetterdienst (DWD)Bundesoberbehörde
SitzOffenbach am Main
Gründung1952

Nach dem Frost in NRW: Frühlings-Temperaturen Mitten im Februar

Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) bleibt es am Sonntagnachmittag und -abend sonnig und trocken. Es weht ein schwacher bis mäßiger Wind aus südlichen Richtungen. Die Höchstwerte liegen zwischen 17 und lokal sogar bis zu 20 Grad.

Für einen Februar-Rekord wird es aber wohl noch nicht reichen. Der bisherige Spitzenwert liegt laut DWD bei 24,5 Grad. Dieser sei am 26. Februar 1900 in Arnsberg gemessen worden.

Frühlingswetter im Februar: In den nächsten Tagen bleibt es in NRW erstmal warm

In den nächsten Tagen bleibt uns das milde Wetter erst einmal erhalten. Verantwortlich dafür ist das Hoch Ilonka. Am Montag bleibt es – trotz teilweise dichter Schleierwolken – trocken. Auch über Sonne können wir uns weiter freuen – bei Temperaturen zwischen 16 und 20 Grad.

Der Dienstag startet zunächst gebietsweise noch wolkig, später oft sonnig und es bleibt weiter trocken. Die Temperaturen klettern nochmals auf 17 bis 20 Grad. Diese milden Temperaturen werden auch am Mittwoch wieder erwartet. Solange bleibt uns die Sonne nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wohl mindestens noch erhalten.

Nach Temperatur-Anstieg in NRW: Abwärtstrend am kommenden Wochenende

Das frühlingshafte Wochenende wird sich aber voraussichtlich nicht wiederholen. Wie Wetter.de zeigt, werden in NRW zum kommenden Wochenende Temperaturen um zehn Grad erwartet.

Damit wird der Frühling erstmal ausgebremst. Auch RTL-Wetter-Experte Björn Alexander sagt gegenüber ntv, ein richtiger Start in den Frühling seien die derzeitigen milden Temperaturen „vorerst einmal noch nicht.“ Dafür brauche die Natur noch mehr warme Tage. Ein richtiger Frühlingsanfang im Februar sei auch „nur bedingt gut“. Denn es sei nichts „schlimmer als ein früher Frühlingsstart, der dann vom Winter noch einen auf den Deckel bekommt.“

Drohen noch einmal Minusgrade? Wetter-Experte schließt erneuten Wintereinbruch nicht aus

Und einen solchen erneuten Wintereinbruch mit Minustemperaturen hält der Wetter-Experte im ntv-Interview für durchaus wahrscheinlich. So würden die langfristigen Vorhersagen des amerikanischen Wetterdienstes NOAA lediglich einen durchschnittlich temperierten März prognostizieren. Auch owl24.de berichtet, speziell für das Münsterland, über einen möglichen erneuten Wintereinbruch im Frühling.

Das, so Björn Alexander weiter, „würde noch einige Frostnächte bedeuten.“ Selbst einen „richtigen Märzwinter“ schließt der Experte nicht aus.

Erste Prognosen für März: Monat wird voraussichtlich zu trocken

Der 42-Tage-Wettertrend von Wetter.de sagt für Anfang März 2021 Wolken und Regen voraus. Es sei aber auch noch eine „kalte Klatsche aus dem hohen Norden“ möglich, heißt es weiter. Insgesamt wird es laut Prognosen aber vielleicht sogar zu wenig Niederschlag geben. Sowohl das europäische Prognosemodell ECMWF als auch das amerikanische NOAA gehen von einem deutlich zu trockenen März aus, wie Wetter.de berichtet. Demnach könnte die Natur in diesem Jahr unter fehlendem Niederschlag leiden. Auch WA.de berichtet über einen Wintereinbruch, der noch einmal im März kommen könnte.

Was die Temperaturen im März angeht, sind die Berechnungen noch nicht eindeutig. Laut Björn Alexander gibt es auch solche, die einen echten Frühlingsanfang erst Anfang April prognostizieren. Für alle, die die frühlingshaften Temperaturen lieben, heißt das also: In den nächsten Tagen noch einmal die Sonne genießen. *RUHR24.de, WA.de und OWL24.de sind Teil des Ippen-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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