Ungemütliche Aussichten

Sturmtief "Kirsten" zieht über Deutschland: Experten warnen vor heftigen Orkanböen

Die Hitze in Deutschland ist erstmal vorbei. Jetzt warnen Experten vor Sturmtief "Kirsten", das heute über Deutschland zieht.

  • Der Sommer in Deutschland scheint gegessen zu sein, die kommenden Aussichten auf das Wetter sind ungemütlich.
  • Vom Ostatlantik hat sich das Sturmtief "Kirsten" auf den Weg zu uns gemacht.
  • Im Gepäck hat das Tief viel Regen und zum Teil heftige Orkanböen.

Update, Mittwoch (26. August), 10.53 Uhr: NRW - Was richtet Sturmtief "Kirsten" heute im Westen von Deutschland an? Hier geht es zum Sturm-Live-Ticker für NRW.

Erstmeldung, Montag (24. August), 20.30 Uhr: In der vergangenen Woche war das Wetter in Deutschland noch hochsommerlich warm und fast schon zu schwül. In den letzten Tagen hat es sich aber bereits deutlich abgekühlt und das soll nun auch anhalten: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet mit einem Sturmtief, das es in sich hat.

Sturmtief "Kirsten" nimmt Kurs auf Deutschland: Wetter wird ungemütlich

Aktuell befindet sich das Tief "Kirsten" laut den Experten noch über dem östlichen Teil des A tlantischen Ozeans. Doch schon am Dienstag (25. August) soll das Sturmtief auf Irland treffen, um danach über Großbritannien hinweg nach Dänemark ziehen.

Auch in Deutschland sollen die ersten Ausläufer von "Kirsten" bereits am Dienstagabend deutlich zu spüren sein. Das Wetter im Westen und Nordwesten des Landes dürfte dann sehr ungemütlich werden. Laut DWD müsse mit schauerartigem Regen und einzelnen Gewittern gerechnet werden. 

Sturmtief "Kirsten" kommt über die Nordsee nach Deutschland

An der Nordsee soll "Kirsten", das laut dem Wetterexperten Martin Jonas das erste richtige Sturmtief der Saison sein könnte, mit steifen Böen bereits das Ende des Sommers in Deutschland ankündigen. In der Nacht zu Mittwoch (26. August) erreichen Windböen an der Nordsee bei Tiefstwerten zwischen 17 und 11 Grad um die 90 km/h. Im übrigen Tiefland sei der Wind hingegen etwas schwächer - zwischen 70 und 80 km/h.

So richtig schlägt das Sturmtief in Deutschland laut dem DWD-Experten am Mittwochvormittag zu. Dann soll es verbreitet zu Sturmböen kommen. Demnach treten vor allem im nördlich des Mains gelegenen Mittelgebirgsraum stürmische Böen und Sturmböen auf, in Kamm- und Gipfellagen auch schwere Sturmböen oder orkanartige Böen.

Seinen Höhepunkt erreicht das Sturmtief Kirsten in Deutschland am Mittwoch.

Experten warnen vor Sturmtief "Kirsten": Volle Orkanstärke

So dürfte es auf dem Brocken im Harz wohl für die volle Orkanstärke reichen. Das bedeutet über 120 km/h! Und an dieser Stelle grübeln die Experten, denn das Problem an der Sache: "Die Bäume sind noch komplett belaubt und bieten dem Wind damit eine große Angriffsfläche. Darüber hinaus sind viele Waldflächen durch die Trockenheit geschädigt", so DWD-Meteorologe Jonas.

Bleibt zu hoffen, dass nicht allzu viele Bäume dem Sturmtief "Kirsten" zum Opfer fallen oder sogar Unfälle durch umstürzende Bäume passieren. Doch nicht überall in Deutschland sind so heftige Sturmböen angesagt. Insgesamt wird sich der Wind aller Voraussicht nach am stärksten von der Nordseeküste bis in die Landesmitte entfalten. Die Temperaturen liegen im Norden bei 18 bis 22 Grad, im Süden und Südosten noch bei warmen 22 bis 27 Grad.

Tief "Kirsten" beschert auch NRW unbeständiges Wetter

Zwar bestimmt Sturmtief "Kirsten" am Mittwoch auch in Nordrhein-Westfalen das Wetter, dort sollen die Ausmaße jedoch nicht so groß sein. Der Deutsche Wetterdienst sagt unbeständiges Wetter vorher, rechnet in NRW aktuell allerdings mit Regen und stürmischen Böen mit einer Geschwindigkeit und die 50 bis 75 Kilometer in der Stunde. Dabei liegen die Temperaturen zwischen 18 und 22 Grad.

In der Nacht zu Donnerstag (27. August) stabilisiert sich die Wetterlage anschließend wieder. Zunächst weht noch ein stürmischer Wind in der Osthälfte des Landes, in anderen Teilen Deutschlands lässt der Sturm dann wieder deutlich nach. Laut DWD soll sich das Wetter im Tagesverlauf schließlich im gesamten Land wieder beruhigen. Die Temperaturen erreichen dann bis 23 Grad,  im Süden in tieferen Lagen sogar 26 Grad.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Mehr zum Thema