Jetzt ist Wespenzeit

Wespen vertreiben: Mit wirksamen Hausmittel die Insekten fernhalten

Für die meisten Menschen sind Wespen nervige Insekten, die vor allem beim Essen stören. Doch man kann die kleinen Flugtiere auch ohne Chemie weglocken.

Deutschland – Sommer, Sonne und im Garten oder auf dem Balkon grillen. Doch bei dem Festmahl ist man nicht lange alleine, denn kleine nervige Insekten freuen sich ebenfalls über das Essen – die Wespen. Um trotzdem in Ruhe draußen essen zu können, braucht man nur ein paar Hausmittel.

TierEchte Wespe
Wissenschaftlicher NameVespinae
FamilieFaltenwespe
KlasseInsekten

Wespen vertreiben: Sprühflasche mit Wasser und ätherische Öle gegen die Insekten

Tipp Nummer 1 ist eine Sprühflasche mit Wasser. Sobald sich Wespen in der Nähe versammelt haben, kann man diese mit der Flasche ansprühen. Die Wespe würde so denken, dass es anfängt zu regnen und flüchtet wieder in ihr Nest, wie der Landesverband für Vogelschutz erklärt. Einziges Problem: Das Essen ist dann ebenfalls nass (alle Service-Artikel bei RUHR24).

Wer nicht auf durchwässerten Kuchen oder Grillfleisch steht, kann auch zu ätherischen Ölen greifen. Denn vor allem den Duft von Citronella finden Wespen überhaupt nicht gut. In jedem Drogeriemarkt gibt es daher in der Sommerzeit Kerzen mit Citronella-Duft. Aber auch ätherische Öle können erworben werden. Übrigens: Nelkenöl und Teebaumöl mögen Wespen ebenfalls nicht. Wer es noch natürlicher haben möchte, kann auch ein paar Nelken in eine aufgeschnittene Zitrone stecken – ein praktischer Lifehack.

Hausmittel gegen Wespen: Insekten mit auffälligen Farben und Essen weglocken

Ein Trick gegen die Wespen könnte aber auch umgekehrte Psychologie sein. So lieben Wespen alles, was farbig ist – logisch, denn die kleinen Insekten sind auf der Suche nach bunten Blumen. Daher sollte man im Sommer möglichst Kleidung mit neutralen Farben tragen und auch die Tischdeko sollte dezent gehalten werden, wenn man Wespen fernhalten möchte.

Auch Duftstoffe locken die kleinen Flugtiere an. Daher sollte man vor allem auf süße Parfums und Deo verzichten – im besten Fall sogar auf alle Duftstoffe. Dann kann man sich sicher sein, dass man nicht anziehend auf Wespen wirkt. Wespen stehen vor allem auf süßes Essen.

Wespen mit Obst und Marmelade vertreiben: Hausmittel können Insekten ablenken

Wenn man die Tiere nicht unbedingt vertreiben, sondern ablenken möchte, kann man auch in einer anderen Ecke des Gartens oder auf dem Balkon eine Süßspeise auf einen Teller drapieren. Das könnte ein Löffel Marmelade sein, ein übrig gebliebenes Stück Kuchen oder auch Obst. Vor allem Trauben mögen Wespen sehr gerne.

Video: Wespenplage – womit müssen wir diesen Sommer rechnen?

So fliegen die Wespen zu dem süßen Teller, bedienen sich dort und haben vermutlich kein Interesse mehr an den vielen Leckereien auf dem Tisch, der nur ein paar Meter weiter ist. Und wenn die Insekten dann doch zum Tisch kommen, ist eine Sache besonders wichtig: Nicht pusten!

Wespen mit Hausmittel vertreiben: Insekten sind wichtig für die Natur

„Bloß nicht pusten, wenn eine Wespe im Anflug ist“, so Eva Goris von der Deutschen Wildtier Stiftung gegenüber Öko-Test. „Denn das Kohlendioxid in der Atemluft macht die hungrigen Insekten erst recht aggressiv.“ Auch ein wildes Herumgefuchtel mit den Armen ist nicht produktiv – auch so können die Wespen aggressiv werden und zustechen. Besonders für Allergiker kann das zu einer, im schlimmsten Fall, tödlichen Gefahr werden.

Wespen sind nicht die beliebtesten Tiere. Aber für das Ökosystem sind sie trotzdem sehr nützlich.

Auch wenn Wespen wohl nicht gerade zu den beliebtesten Tieren zählen, sind sie vor allem nützlich. Besonders in ihrer Hauptzeit, im August, helfen sie bei der Blütenbestäubung. Sie sorgen aber gleichzeitig auch dafür, dass Fliegen, Spinnen und Blattläuse fern bleiben.

Vögel wiederum dienen die Wespen als Futter. Aggressiv sind die Wespen normalerweise nicht. Nur in ihrem Nestbereich können sie schnell böse werden – schließlich wollen sie die Wespenkönigin beschützen. Zustechen tun Wespen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Beispielsweise von hektischen Bewegungen durch eine Fliegenklatsche oder durch wegpusten.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand

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