Pflanzen zu Weihnachten

Warnung vor Amaryllis: Weihnachtspflanze kann zum Ersticken führen

Nicht alles, was schön ist, ist auch ungefährlich. Neben dem Weihnachtsstern ist auch die Amaryllis giftig. Verbraucher müssen aufpassen.

Dortmund – Weihnachtsbaum, Christrose, Weihnachtskaktus und eben Amaryllis: Auch in der kalten Jahreszeit haben noch einige Pflanzen Saison. Doch die meisten von ihnen sind nicht ungefährlich. Während Weihnachtsbäume häufig mit Pestiziden belastet sind, ist die Amaryllis an sich schon giftig.

Amaryllis und Weihnachtsstern sind giftig: Darauf sollten Verbraucher unbedingt achten

Dank ihrer großen, roten Blätter ähnelt die Amaryllis dem ebenso beliebten Weihnachtsstern. Die beiden Pflanzen lassen sich aber spätestens durch den roten Stiel der Amaryllis, die auch Ritterstern genannt wird, unterscheiden. Die Pflanze braucht nur sehr wenig Wasser und sollte erst wieder gegossen werden, wenn die obere Schicht Erde komplett trocken ist.

Grundsätzlich sollte die Amaryllis auch im Warmen stehen, berichtet 24garten.de. Das macht sie mitten in der Heizperiode zu einer idealen Dekoration für die Weihnachtszeit.

So schön sie optisch auch ist: Die Amaryllis sollte mit Vorsicht aufgestellt und dekoriert werden. Denn die exotische Pflanze ist, genauso wie der Weihnachtsstern, giftig.

Dekorieren zu Weihnachten: Amaryllis ist giftig

Grundsätzlich sind die Giftstoffe, auch toxische Alkaloide genannt, in allen Teilen der Amaryllis enthalten, so Plantopedia. In der Zwiebel stecken sie aber sehr hoch konzentriert.

Besonders tückisch: Dieser Teil der Pflanze kann am ehesten mit einer essbaren Sorte verwechselt werden, auch von Kindern und Tieren. Auch andere Weihnachtsdeko ist für Tiere gefährlich. Typische Symptome einer Vergiftung sind:

  • Schweißausbrüche
  • starke Übelkeit
  • Benommenheit
  • starker Schwindel
  • Erbrechen und Durchfall
  • Herzrasen
Die Amaryllis ist giftig und kann sogar zum Tod führen.

Des Weiteren können Nierenschäden auftreten. Das Gartenmagazin Mein schöner Garten berichtet von Störungen der Hirnfunktion bis hin zur vollständigen Hirnlähmung, die „fast unmittelbar“ nach der Aufnahme auftreten können. Ebenso könne die Lunge nach dem Verzehr der Amaryllis gelähmt werden – ein Atemstillstand mit tödlichen Folgen droht.

Amaryllis ist nicht nur nach Verzehr giftig – Warnung vor Pflanze

Doch nicht nur dann ist die Amaryllis gefährlich. Auch der Pflanzensaft ist giftig, weshalb Hautkontakt auf jeden Fall vermieden werden sollte. Andernfalls drohen Hautreizungen, Schwellungen oder Entzündungen. Wer mit der Amaryllis arbeitet, sie etwa umtopft, sollte besser Handschuhe tragen.

Vorsicht ist auch bei der Entsorgung geboten: Die Pflanze sollte so weggeworfen werden, dass sie weder für Kinder noch Hunde oder Katzen zugänglich ist. Wer vermeiden will, dass Neugierige sich eine Vergiftung zuziehen, kann die Pflanze in einer separaten Tüte in den Müll werfen. Der Kompost ist hingegen ungeeignet, denn auch Wildvögel oder andere Tiere laufen Gefahr, sich zu vergiften.

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