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Weihnachtsbaum kaufen ohne giftige Pestizide – darauf sollte man achten

Viele Weihnachtsbäume sind mit gefährlichen Pestiziden belastet. Damit man Heiligabend unbeschwert genießen kann, sollte man schon beim Kauf genau hinschauen.

Dortmund – Fast 30 Millionen Weihnachtsbäume werden laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) jedes Jahr in Deutschland verkauft. Vor allem Nordmanntannen haben es den Deutschen angetan. Mit einem Marktanteil von 80 Prozent gehörten sie 2021 zu den beliebtesten Bäumen. Aber auch Blaufichten oder Edeltannen finden sich hierzulande in vielen Weihnachtsstuben, wo sie zum Fest liebevoll geschmückt werden. Damit die Freude über den Christbaum lange anhält, sollten Sie beim Kauf einiges beachten, verrät Merkur.de.

Weihnachtsbaum kaufen: Konventionell oder ökologisch?

Die meisten Weihnachtsbäume, die im Handel erhältlich sind, wachsen in großen Plantagen in Deutschland heran, v.a. in NRW, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Der Rest wird oft aus Dänemark importiert. Laut eines Berichts des BUND von 2020 sollen jedoch zwei Drittel der konventionellen Weihnachtsbäume mit Pestiziden belastet sein.

14 von 32 bundesweit getesteten Bäumen enthielten dabei Rückstände von bis zu neun Pestiziden. „Unser Test zeigt: Beim Anbau von Weihnachtsbäumen in Plantagen werden in großem Umfang Herbizide, Insektizide und Fungizide eingesetzt“, erklärt Pestizidexpertin Corinna Hölzel.

Für den perfekten Weihnachtsbaum zum Fest nehmen Käufer oft lange Wege auf sich.

„Besonders kritisch ist die hohe Mehrfachbelastung, viele Weihnachtsbäume sind einem regelrechten Pestizidcocktail ausgesetzt. Die Wechselwirkung der Einzelstoffe auf die menschliche Gesundheit ist nahezu unbekannt.“ Zudem sollen die Pestizide schädlich für die Artenvielfalt sein.

Zertifizierte Weihnachtsbäume kaufen und Heilig Abend ohne Gift genießen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rät deshalb dazu, zertifizierte Bio-Weihnachtsbäume zu kaufen oder gleich direkt vom Förster oder Waldbesitzer. Diese wachsen ohne Spritzmittel heran und sorgen so für eine gute Raumluft zur Weihnachtszeit (mehr Lifehacks bei RUHR24 lesen).

Wie Pestizide im Weihnachtsbaum ist nicht alles im Advent besinnlich: Plätzchen sollten besser auf keinen Fall in der Dose gelagert werden.

Frisch geschlagene Weihnachtsbäume aus der Region halten länger

Egal ob Bio-Baum oder konventionell: Frisch geschlagene Weihnachtsbäume aus der Region halten erfahrungsgemäß am längsten und bereiten den Käufern so lange Zeit Freude. Ob ein Baum frisch ist, also erst vor Kurzem geschlagen wurde, erkennen Sie an der hellen Schnittstelle: „Bei Bäumen, die schon länger gelegen haben, wird die Schnittstelle grau. Ein weiterer Hinweis sind die Nadeln: Stechen sie bereits beim Kauf, ist der Baum nicht mehr frisch“, heißt es in einem Bericht vom NDR.

Nach dem Kauf sollte der Weihnachtsbaum noch im Netz an einem sonnen- und windgeschütztem Ort im Freien oder in der Garage gelagert werden – keinesfalls in der warmen Wohnung. Dort würde er schnell trocken werden und nadeln. In einem Eimer Wasser bleibt er länger frisch.

Wann sollte man den Weihnachtsbaum kaufen?

Wer den Weihnachtsbaum nur in der Wohnung lagern kann, sollte ihn möglichst erst kurz vor dem Fest kaufen. Ansonsten hält er sich richtig versorgt und bei optimaler Lagerung rund vier bis sechs Wochen, schreibt das Redaktionsnetzwerk (RND). Alternativ bieten sich auch Weihnachtsbäume im Topf an, welche – gut gepflegt – viele Jahre lang Freude bereiten können.

Rubriklistenbild: © Robijn Page/IMAGO

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