Ukraine, Klima und Corona

Familien-Streit an Weihnachten: Wie man brenzlige Situationen entschärft

Weihnachten ist auch ein Familienfest. Doch was, wenn Fake News über Ukraine, Klima und Corona die Festtagsstimmung verderben?

Dortmund – An Weihnachten kommt die Familie zusammen. Gerade in den vergangenen drei Jahren haben Fake News Hochkonjunktur – Ukraine, Energiekrise, Klima und Corona. Doch wie soll man an den Feiertagen damit umgehen?

Fake News und Verschwörungstheorien zu Weihnachten: Wie die Familie damit umgehen sollte

Psychologin Pia Lamberty hat mit t-online.de gesprochen und gibt Tipps, wie eine Eskalation beim Abendessen an Weihnachten vermieden werden kann. Gerade an den Weihnachtsfeiertagen sei sowieso viel Stress präsent, sodass man ein realistisches Erwartungsmanagement haben sollte (mehr Service-News bei RUHR24).

Eine Strategie sei es, dem Gegenüber zu erklären, dass man selbst anderer Meinung ist und die Diskussion rasch beenden. Allerdings müsse das alles in einem ruhigen Tonfall passieren. Man könne so etwas sagen wie: „Das entspricht nicht meinen Werten, lass uns die Diskussion über das Thema hier beenden.“

Zudem sei es von Vorteil, sich im Vorfeld verbündete Familienmitglieder zu organisieren, die einem deeskalierend zur Seite stehen. Unabhängig von Meinung und Glaube sei es ratsam, klare Botschaften zu vermitteln, dass solche Diskussionen an Feiertagen einfach nicht stattfinden sollten.

Fake News und Verschwörungstheorien an den Weihnachts-Feiertagen: Nicht leicht zu überzeugen

Gerade in den vergangenen drei Jahren sind Fake News in den Fokus geraten. Brachte zunächst die Corona-Pandemie Familien an den Rand von Streitereien oder darüber hinaus, folgte ab dem 24. Februar der Ukraine-Krieg samt Energiekrise. Die Klima-Krise ist auch schon vorher Thema gewesen.

Der Glaube an Verschwörungstheorien hat im Übrigen nicht zugenommen. Er sei im Zuge der Krisen in den vergangenen Jahren lediglich sichtbarer. Unter anderem SWR2 Wissen hat sich im März 2022 mit dem Thema „Umgang von Fake News in der Familie“ beschäftigt und dabei mit Sabine Riede von „Sekten-Info NRW“ gesprochen.

Fake News und Verschwörungstheorien sind in den vergangenen Jahren durch Corona, Ukraine-Krieg, Klima- und Energiekrise präsenter.

Unabhängig von den Feiertagen sollten Angehörige, die an Verschwörungstheorien glauben, nicht alleine gelassen werden. Man könne generell nicht viel tun, außer abzuwarten und den Kontakt aufrechtzuerhalten. So sind Mitglieder der Familie, die nicht an Fake News glauben, häufig der letzte Anknüpfungspunkt an die Realität.

Fake News zu Weihnachten: Nicht erwarten, Menschen vom Gegenteil zu überzeugen

Je nach Gravität und Flucht in die Welt der Fake News ist ein Kontaktabbruch unvermeidlich. Es gibt – neben der Seite „Sekten-Info NRW“ oder der Beratungsstelle „Zebra“ in Baden-Württemberg – weitere Beratungsstellen, an die sich geläuterte Betroffene oder Angehörige wenden können.

Um den Frieden an den Feiertagen rund um Weihnachten zu wahren, habe eine deeskalierende Strategie jedoch die beste Erfolgsaussicht. Denn eines ist sicher, sagt Pia Lamberty gegenüber t-online.de: Man solle nicht erwarten, Fake News-Anhänger schnell vom Gegenteil zu überzeugen.

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