Umtausch und Reklamation

Geschenke nach Weihnachten umtauschen - diese Rechte habt ihr!

Manchmal kommt es vor, dass unliebsame Geschenke an Weihnachten unter dem Baum landen. Wir verraten euch, wie ihr sie umtauscht.

  • Auch wenn sie mit viel Liebe ausgesucht wurden: Manche Geschenke treffen einfach nicht den Geschmack des Beschenkten.
  • Ab dem 27. Dezember versuchen viele Menschen in Deutschland, unliebsame Geschenke umzutauschen.
  • Was ihr beim Umtausch beachten müsst, verraten wir euch hier.

Dortmund - Was für den einen nach dem perfekten Geschenk zu Weihnachten klingt, ruft beim Beschenkten manchmal nur Entsetzen hervor. Egal ob Socken, Küchengeräte oder Pullover: Manche Weihnachtsgeschenke möchte man so schnell wie möglich wieder loswerden.

Geschenke umtauschen: Händler sind nicht zur Rücknahme verpflichtet

Für viele ist es da am einfachsten, die ungewollten Stücke in den Laden zurückzubringen und sie umzutauschen. Besonders am 27. Dezember - dem ersten Werktag nach Weihnachten - stürmen viele Menschen die Geschäfte. Doch so einfach ist das mit dem Umtausch nicht.

Denn wie die Verbraucherzentrale schreibt, gibt es im lokalen Einzelhandel kein grundsätzliches Recht darauf, einmal gekaufte Artikel wieder umzutauschen oder zurückzubringen. Viele Händler lassen sich zwar aus Kulanz den Kunden gegenüber darauf ein. Verpflichtet sind sie dazu aber nicht.

Geschenke umtauschen: Kassenbon unbedingt aufheben

Um eure Chancen auf ein Entgegenkommen der Verkäufer zu erhöhen, hilft es, wenn ihr den Kassenzettel habt. Hat die Person, die euch das ungewollte Geschenk gemacht hat, den schon weggeworfen, wird es besonders schwierig.

Zurücknehmen müssen Händler fehlerhafte oder beschädigte Ware. Doch auch das gilt nur, wenn ihr nachweisen könnt, dass das kaputte Geschenk in dem entsprechenden Laden gekauft wurde. Außerdem habt ihr kein Recht darauf, den Wert der Ware ausbezahlt zu bekommen. Der Händler darf kaputte Ware auch durch intakte ersetzen oder reparieren.

Im Internet können Geschenke leichter zurückgegeben werden

Wenn euer Geschenk im Internet gekauft wurde, ist die Rückgabe einfacher. Denn: "Fast jeder im Internet geschlossene Vertrag kann innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden", schreibt die Verbraucherzentrale. Dabei ist es ganz egal, ob euch das Geschenk nicht gefällt oder es kaputt ist.

Wichtig ist aber: Zurückschicken kann die Ware nur die Person, die sie gekauft hat. Sollten euch die Geschenke von Oma oder Papa also nicht gefallen, müsst ihr ihnen das wohl oder übel gestehen.

Eine Möglichkeit: Geschenke mit anderen tauschen oder verkaufen

Wenn das keine Option ist, gibt es noch eine weitere Möglichkeit, unliebsame Geschenke in etwas Sinnvolles zu verwandeln. Tauschbörsen. Auf Facebook gibt es diverse Gruppen, in denen ungewollte Präsente gegen andere, die einem besser gefallen, getauscht werden können.

Außerdem gibt es unzählige Online-Marktplätze für Kleinanzeigen. Dort könnt ihr die Geschenke verkaufen. Die bekanntesten Anbieter sind wohl ebay-Kleinanzeigen und Kleiderkreisel. Und auch das beliebte Schrottwichteln bietet eine gute Gelegenheit, unliebsame Geschenke loszuwerden.

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi/RUHR24

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