Kampf um die besten Angebote

„Preisaggressive“ Angebote zu Weihnachten – ein Supermarkt überbietet alle

Supermärkte und Discounter werben kurz vor Weihnachten mit knackigen Angeboten. Ein Supermarkt sticht mit seinen Aktionen deutlich heraus.

Dortmund – Beim Einkaufen müssen Verbraucher dieses Jahr tiefer in den Geldbeutel greifen. Da lohnt es sich auf Rabattaktionen oder günstige Angebote zu achten. Dieses Jahr locken die Lebensmittelhändler mit regelrechten „Preis-Hammern“ und liefern sich den Wettbewerb um die besten Aktionen.

Supermärkte bieten „preisaggressive“ Aktionen vor Weihnachten an – Rabatte und halbe Preise

Im Dezember ist der Einkaufswagen gelegentlich etwas mehr gefüllt als sonst. Winterliche Leckereien, erste Besorgungen für das Festtagsessen oder Weihnachtsgeschenke landen auf dem Kassenband. Die Preise für Lebensmittel sind allerdings weiterhin hoch und das soll sich laut Statistischem Bundesamt auch nicht so schnell ändern.

Viele Supermärkte und Discounter werben aktuell daher umso mehr mit „preisaggressiven“ Angeboten, berichtet die Lebensmittelzeitung. Für Kunden bedeutet das trotz Inflation oftmals Waren zu Preisen wie auf Vorjahresniveau. Vor Weihnachten ziehen die Lebensmittelhändler nochmal die Werbetrommel.

Aldi Nord bietet beispielsweise Langnese Cremissimo Eiscreme für weniger als die Hälfte des gewöhnlichen Produktpreises von 3,49 Euro an. Lidl lockt Kunden mithilfe der Lidl Plus-App in die Märkte. Die Lidl Plus-App ist zudem Voraussetzung für eine neue „Click & Pick“-Funktion für Feuerwerkskörper vom Discounter. Aber auch Rabatte wie 65 Cent für eine Flasche Coca-Cola sollen „Unschlagbar-Preise“ von Lidl beweisen.

Supermärkte werben mit „preisaggressiven“ Angeboten – Netto verkauft Obst und Gemüse für einen Cent

Eine eher ungewöhnliche Aktion konnten Kunden zuletzt bei Netto vorfinden. Ausgewählte Obst- und Gemüseartikel kosten nur einen Cent. Voraussetzung dafür ist allerdings ein Mindesteinkaufswert von 30 Euro.

Mit günstigen Preisaktionen locken Supermärkte die Kunden an.

Aldi Süd hatte laut einer Untersuchung des Preistransparenz-Dienstleisters Smhaggle bis Anfang November häufig die günstigsten Preise bei Produktangeboten. Dies ist allerdings auch auf die reduziertere Vermarktung von Waren über Werbeaktionen zurückzuführen.

Lidl kann laut Ergebnissen hingegen nicht ganz überzeugen. Denn die Dienstleister stellten fest, dass die Aktionsware meist sechs bis sieben Prozent teurer war als bei Rewe, Edeka, Kaufland und Aldi. Wie die Lebensmittelzeitung berichtet, können Kunden bei Vollsortimentern meist sogar bessere Preise bei Top-Marken finden als bei vielen Discountern.

Supermarkt-Aktionen vor Weihnachten: Kaufland überbietet alle mit Preis-Angeboten

Kaufland lieferte in diesem Jahr mit Abstand die meisten Aktionsprodukte. Mit rund 41.151 Aktionsprodukten überbietet der Supermarkt die anderen Wettbewerber deutlich. Im Vergleich dazu bot Rewe beispielsweise nur etwa die Hälfte dieser Anzahl an.

Diese Werbestrategie scheint sich zu lohnen, denn der Vollsortimenter legt nach den ersten zehn Monaten des Jahres 2022 deutlich an Umsatz zu. Grund dafür könnte auch die Kaufland-Integration von Real-Märkten sein.

Unter den Discountern landet Netto auf Platz eins für die meisten Produktaktionen, gefolgt von Penny. Lidl kann als Schwestergesellschaft von Kaufland ebenfalls zufrieden mit dem diesjährigen Aktionsgeschäft sein. Eine raffinierte Angebotsstrategie mit wechselnden Preisen und Packungsgrößen sorgt für eine positive Umsatzentwicklung. Zuletzt geriet der Discounter jedoch auch in die Mangel der Verbraucherzentrale aufgrund von „Mogelpackungen“.

Rubriklistenbild: © Joker/Imago

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