Machtwort

Weihnachtsdeko am Limit: Was erlaubt ist und was nicht

Deutschland leuchtet weihnachtlich. Um jedoch einem Nachbarschafts-Krieg zu entgehen, sollten Mieter bei der Weihnachtsdeko einiges beachten.

Dortmund – Auch wenn Strom sparen in aller Munde ist: Die Deutschen lassen sich die besinnliche Winterzeit nicht vermiesen. Die Weihnachtsbäume auf den Weihnachtsmärkten leuchten und glänzen farbenfroh. Auch die meisten Privat-Haushalte dekorieren fleißig, jedoch gibt es Grenzen. Nicht jeder Weihnachtsschmuck ist erlaubt.

Weihnachtsdeko hat Grenzen: Was erlaubt ist und was nicht

Wer seine Wohnung schmücken will, der hat fast freie Bahn. Lichterketten, Kerzen, Figuren – der Weihnachtsdeko sind keine Grenzen gesetzt. Zumindest, solange der Brandschutz und die eigene Sicherheit gewährleistet ist. Auch die Innenseiten von Fenstern und Balkonen dürfen nach Belieben dekoriert werden, wie der Mieterverein München gegenüber der dpa klarstellt.

Bei Verzierungen außerhalb der eigenen vier Wände sieht die Sache etwas anders aus. In Deutschland gilt das Rücksichtsnahmegebot. Das heißt: Nachbarn dürfen nicht gestört oder gar in Gefahr gebracht werden.

Weihnachtsdeko außen anbringen: Vermieter kann Machtwort sprechen

Weihnachtsmänner, die die Wand hochklettern, müssen richtig befestigt sein. Sonst drohen sie herunterzufallen und vorbeigehende Passanten zu verletzen. „Die Engel, Weihnachtsmänner und Sterne müssen so befestigt werden, dass sie auch bei Schneesturm nicht abstürzen und möglicherweise Passanten gefährden“, erläutert die Geschäftsführerin des Mietervereins, Angela Lutz-Plank.

Hier können auch Vermieter einen Strich durch die Deko-Rechnung machen. Denn, wer Weihnachtsschmuck an der Fassade festbohren möchte, muss der Mieter hierfür erstmal das Einverständnis einholen.

Bei Weihnachtsdeko droht Nachbarschaftskrieg: Reden hilft

Auch schriller Leuchtschmuck muss vorher abgesprochen werden. „Niemand darf durch Weihnachtsschmuck wie blinkende Lichter oder singende Rentiere am Schlafen gehindert werden“, so Plank.

Vorsicht bei der Weihnachtsdeko: Um des Nachbarschaftsfriedens willen, ist nicht alles erlaubt.

Eine weitere Hürde ist das Treppenhaus. Da es auch von anderen Mietern genutzt wird, darf hier nicht über die Köpfe anderer entschieden werden – auch nicht vom Vermieter. Fakt ist: Wer auf gute Nachbarschaft besteht, sollte den Kontakt mit seinen Mitmenschen suchen und sich absprechen. Denn wie heißt es so schön: Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.

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