Verletzungsgefahr

Warnung zu Weihnachten: Deko kann Koma auslösen und tödlich sein

Wer zu Weihnachten gerne die Wohnung dekoriert, sollte vorsichtig sein. Einige Deko-Elemente können tödlich sein.

Dortmund – Früher war mehr Lametta, heißt es im Sketch von Loriot. Dass sich die Trends bei der Weihnachtsdeko verändert haben, ist gleich aus mehreren Gründen positiv. Die Glitzerstreifen aus Plastik gelten als umweltschädlich, wie etwa Zeit berichtet. Doch auch der Gesundheit können sie schaden.

Dekorieren zu Weihnachten: Viele Teile sind gefährlich oder gar tödlich

Und zwar insbesondere bei unseren Haustieren. Für sie kann die Weihnachtszeit ohnehin schon stressig sein. Durch Heizen wird die Luft in der Wohnung trocken, und der allgemeine Trubel kann Hunden und Katzen schon mal auf den Magen schlagen. Neben Weihnachtsleckereien, die den Haustieren sicher nicht gut bekommen, lauert bei der Weihnachtsdeko aber die wohl größte Gefahr.

Bunte Kugeln auf dem hohen Weihnachtsbaum oder glitzernde und baumelnde Ketten können gerade bei Katzen großes Interesse wecken. Doch einmal mit der Pfote angetippt, kann der Baumschmuck aus dünnem Glas schnell herunterfallen und der Vierbeiner tappt in Scherben herum, warnt Tina Hölscher, Tierärztin bei der Aktion Tier. Infolgedessen können Katzen und Hunde sich Schnittverletzungen zuziehen (mehr Warnungen bei RUHR24 lesen).

Lametta und Baumschmuck: Weihnachtsdeko kann tödlich für Katzen sein

Auch wenn es kein Trend mehr ist: Ganz verschwunden ist Lametta aus den Geschäften und wahrscheinlich auch aus den Haushalten nicht. Die Glitzerfäden können für Tiere ein lustiges Spielzeug sein – allerdings kann das Material nicht verdaut werden, wenn es heruntergeschluckt wird oder in der Maulhöhle hängen bleibt. „Es kommt zur Auffädelung des Darms“, warnt Hölscher. Wird die Katze oder der Hund nicht rechtzeitig behandelt beziehungsweise operiert, verendet das Tier. Und die Behandlung kann teurer werden. Seit 2022 dürfen Tierärzte mehr für ihre Leistungen berechnen.

Den gleichen tödlichen Effekt kann auch Geschenkband haben, berichtet Einfach tierisch. Bei Verpackungsmaterial sollte man auch auf Plastiktüten verzichten. Es bestehe Erstickungsgefahr, wenn Katzen oder kleinere Hunde hineinklettern. Außerdem enthält das Material ungesunde Weichmacher. Kunstschnee könnte für Katzen ebenfalls verlockend, aber auch giftig sein.

Weihnachtsdeko kann im schlimmsten Fall sogar tödlich sein.

Weihnachtssterne und Stechpalmen: Deko ist giftig für Haustiere

Doch nicht nur Plastik und Glas können den Haustieren schaden, sondern auch Pflanzen. Weihnachtssterne sind beispielsweise giftig, wenn man sie isst. Doch auch die Stechpalme ist giftig und kann gerade bei Katzen, Hunden, Hasen, Hamstern, Pferden und Meerschweinchen zu heftigen Symptomen führen, wie bei botanikus.de zu lesen ist. Die Symptome können sein:

  • Erbrechen und Durchfall
  • Herzrasen und Atemnot
  • Muskelkrämpfe
  • Koma

Auch für Kleinkinder kann die weihnachtliche Pflanze zur Gefahr werden. Die Beeren der Stechpalme lösen unter Umständen Bauchkrämpfe, Durchfall und Erbrechen aus.

Die weihnachtlichen Pflanzen sollten laut Geo unbedingt außerhalb der Nähe von Haustieren aufgestellt werden. Gleiches gilt für die die giftigen Pflanzen Amaryllis und Mistelzweige.

Auch das Weihnachtsessen sollte vor Haustieren in Sicherheit gebracht werden. Feine Geflügelknochen, viel Fett oder überwürzte Speisen tun Hunden und Katzen gar nicht gut und können nur schwer verdaut werden. Schokolade ist außerdem wegen Theobromin aus der Kakaobohne giftig für die Tiere. Mit DPA-Material

Rubriklistenbild: © MiS/Imago

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