Energiefresser

Achtung vor diesen LED-Lichterketten – Kosten 300 Mal so hoch

Lichterketten in der Weihnachtszeit sind ein Muss. Beim Energieverbrauch gibt es große Unterschiede. Von einer Beleuchtung sollte man die Finger lassen.

Dortmund – Egal ob am Balkon, am Fenster oder am Weihnachtsbaum: In der Weihnachtszeit findet sich in vielen Haushalten mindestens eine Lichterkette. In der Energiekrise mit hohen Strompreisen gilt es auch bei der besinnlichen Beleuchtung die sparsamste zu finden. Die Verbraucherzentrale hat eine klare Empfehlung und warnt vor einer Beleuchtungsart.

Beleuchtungen für den Weihnachtsbaum: Strom sparen und auf die goldene Mitte setzten

Momentan versuchen die meisten Menschen möglichst viel Strom zu sparen. Schließlich steigen die Energiepreise stetig an. Am vernünftigsten wäre es daher, die Weihnachtsbeleuchtung im Keller zu lassen, meint der Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Also ganz auf die funkelnden Lichter verzichten? Das kommt für viele dann doch nicht in die Tüte. Es lohnt sich jedoch auf die sprichwörtliche „goldene Mitte“ zu setzten.

Das heißt im besten Fall: die günstigste Alternative zu den älteren und Strom fressenden Lichterketten zu finden und die Lichter ab und zu auch auszuschalten. Auch in Dortmund setzt die Stadt auf Beleuchtungspausen.

LED-Beleuchtungen für den Weihnachtsbaum sparen den meisten Strom

Sparen beginnt also schon beim Kauf. Von den herkömmlichen Lichterketten mit Halogen- oder Glühlampen sollte man dabei besser die Finger lassen, rät die Verbraucherzentrale. Die bessere und deutlich günstigere Alternative sind LED-Lichterketten (mehr Service-News auf RUHR24).

Denn Halogenlampen und Glühlämpchen verbrauchen das zehnfache des Stroms, den LED-Lichterketten benötigen, wie die Verbraucherzentrale NRW schreibt: „Eine LED-Lichterkette verursacht in vier Wochen Stromkosten von etwa 40 Cent. Für eine Lichterkette mit Glüh- oder Halogenlämpchen müssen Sie in der gleichen Zeitspanne schon mit dem Zehnfachen, also 4 Euro, rechnen“.

Als Extra halten die LED-Lämpchen sogar 100-mal länger als konventionelle Lichterketten. Die LED-Technik wird aufgrund ihrer stromsparenden Eigenschaften überwiegend bei neuen Lichterketten angewandt. Ist die richtige Lichterkette gefunden, bleibt nur noch die Frage, wie sie am besten angebracht wird. Ein Lichterketten-Trick schafft Abhilfe.

Lichterketten mit LED-Beleuchtung sparen viel Strom.

Strom sparen bei der Weihnachtsbeleuchtung: Größter Stromfresser sind Lichterketten mit Batterien

LED lohnt sich aber nur bei Steckdosengebrauch. Dabei gibt es auch LED-Lichter, die mit Batterien betrieben werden. Laut der Verbraucherzentrale sind das aber die größten Stromfresser. Daher gilt auch hier: Finger weg von LED-Lichtern mit Batterie.

Ein gutes Beispiel sind LED-Baumkerzen. Sie sind zwar praktisch, da kein Kabelsalat entsteht und sie auch per Fernbedienung aus und eingeschaltet werden können. Doch Batteriestrom ist 300-mal teurer als Strom aus der Steckdose, warnen Verbraucherschützer.

In drei Wochen können bei batteriebetriebenen Baumkerzen Kosten von 25 Euro entstehen. Die Batterien müssen schließlich auch regelmäßig ausgetauscht werden. Ein weiterer Nachteil ist, dass durch die Batterien viel Sondermüll anfällt.

Weihnachtsbeleuchtung kaufen: Sicherheit geht vor – Kriterien für einen einwandfreien Kauf

Es sollen also LED-Lichterketten sein. Ist das Licht ziemlich kühl? Das kalte und häufig bläuliche Licht wird oft mit LED-Lichtern assoziiert. Das muss aber nicht sein. Genau wie für herkömmliche Lichterketten gibt es auch für LED-Lichterketten verschiedene Farbstufen:

LichtFarbtemperatur
Warmweiß1000 bis 3300 Kelvin
Neutralweiß3300 bis 5300 Kelvin
Tageslichtweißüber 5300 Kelvin

Diese sind auf der Verpackung lediglich anders beschrieben. So spenden LED‘s mit weniger als 3000 Kelvin warmweißes Licht. Bei 4000 Kelvin ist das Licht neutral weiß und erst bei über 5000 Kelvin entsteht das ungemütliche blauweiße Licht.

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