10.000 Euro geschenkt: Staat zahlt Bürgern Zuschuss für einfache Maßnahme

Hausbesitzer in NRW können für die Dachbegrünung eine staatliche Förderung erhalten. Das Programm zahlt 50 Euro pro Quadratmeter.
Dortmund – Grüne Dächer werden für Hausbesitzer immer attraktiver, nicht nur aus ökologischen Gründen. Die Zukunftsinitiative Klima.Werk von Emschergenossenschaft und Lippeverband bietet eine großzügige Förderung für private Dachbegrünungen. Wer die Voraussetzungen erfüllt, kann sich über einen erheblichen Zuschuss vom Staat freuen.
Rekord-Zuschuss vom Staat: 2025 sahnen Bürger bis zu 10.000 Euro ab
Das Förderprogramm „10.000 Grüne Dächer“ unterstützt Hausbesitzer mit 50 Euro pro Quadratmeter begrünter Dachfläche. Pro Grundstück können maximal 200 Quadratmeter gefördert werden, wodurch Antragsteller bis zu 10.000 Euro erhalten können. Diese Summe macht das Programm zu einer der attraktivsten staatlichen Förderungen für private Baumaßnahmen.
Während sich viele Deutsche im August auf neue Regeln und Gesetze einstellen müssen, profitieren Hausbesitzer bereits jetzt von dieser großzügigen Förderung. Das Programm richtet sich an alle privaten Immobilienbesitzer, deren Grundstück im Einzugsgebiet von Emschergenossenschaft oder Lippeverband liegt.
10.000 Euro Zuschuss für grüne Dächer: Diese Voraussetzungen müssen Bürger erfüllen
Für die Förderung müssen mehrere Bedingungen erfüllt sein. Das zu begrünende Dach muss im Fördergebiet liegen und an die Kanalisation angeschlossen sein. Die Dachbegrünung erfordert einen Mindestaufbau von zehn Zentimetern oder muss mindestens 25 Liter Wasser pro Quadratmeter speichern können (mehr Finanz-Themen bei RUHR24).
Antragsteller müssen Eigentümer des Grundstücks sein und dürfen mit der Maßnahme noch nicht begonnen haben. Die Dachbegrünung darf nicht bereits vorgeschrieben sein, etwa durch einen Bebauungsplan. Zudem ist eine Zweckbindungsfrist von zehn Jahren zu beachten, während der die begrünte Fläche funktional bleiben muss.

Staat zahlt 10.000 Euro für Dachbegrünung: So läuft die Beantragung ab
Interessenten können über das Fördermittelportal der Initiative einen digitalen Antrag stellen. Dabei werden mehrere Dokumente benötigt:
- Aktueller Bescheid über Niederschlagswassergebühren
- Die Größe der zu begrünenden Dachfläche
- Ein Foto des noch nicht begrünten Dachs
Nach einer Zusage haben Hausbesitzer drei Jahre Zeit, um das Projekt umzusetzen. Danach laden sie ein Foto des erkennbar begrünten Dachs hoch und bekommen das Fördergeld ausgezahlt. Alle fünf Jahre bis zum Ende der Zweckbindungsfrist muss ein Nachweis erbracht werden.
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Bis zu 10.000 Euro vom Staat: Fördergebiet umfasst weite Teile von NRW
Das Fördergebiet erstreckt sich über zahlreiche Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. Zu den größten teilnehmenden Städten gehören:
- Dortmund
- Essen
- Duisburg
- Bochum
- Gelsenkirchen
- Münster
- Bielefeld
- Bottrop
- Hagen
- Hamm
Eine vollständige Liste aller teilnehmenden Kommunen stellt die Verbraucherzentrale NRW zur Verfügung. Über die Webseite der Zukunftsinitiative können Interessenten außerdem ihre genaue Adresse überprüfen.
10.000 Euro für Grüne Dächer: Warum der Staat die Begrünung so großzügig fördert
Begrünte Dächer tragen erheblich dazu bei, dass sich Städte an den Klimawandel anpassen können. Sie speichern Regenwasser, entlasten die Kanalisation und kühlen das Stadtklima. Im Jahresdurchschnitt fließen höchstens 30 Prozent des Niederschlags als Überlauf ab, während mindestens 70 Prozent von den Pflanzen aufgenommen und verdunstet werden.
Die Emschergenossenschaft und der Lippeverband engagieren sich mit der Zukunftsinitiative Klima.Werk dafür, dass Städte klimarobust umgebaut werden. Bis 2030 sollen rund 250 Millionen Euro in den klimafesten Wandel investiert werden. Das Förderprogramm für Dachbegrünungen ist ein wichtiger Baustein auf diesem Weg.