ADAC / LCA-Studie

Verbrenner oder E-Auto: Vergleich offenbart überraschendes Ergebnis

Elektroautos gehört die Zukunft, oder? Eine LCA-Studie bringt Licht ins Dunkel, ob nicht auch Verbrennermotoren noch eine Zukunft haben.

Dortmund – Es könnte eine typische Feiertagsdiskussion von Autofahrern sein. Elektroautos gegen Verbrenner? Was ist besser, was hat Zukunft? Eine LCA-Studie der Uni Graz im Auftrag der FIA (Fédération Internationale de l‘Automobile) und des Österreichischen Automobilclubs (ÖAMTC 2018) gibt teilweise überraschende Antworten. Der ADAC berichtet darüber in Deutschland.

Elektro, Wasserstoff oder Verbrenner: Welches Auto hat Zukunft?

Generell geht es bei der sogenannten Lebenszyklusanalyse (LCA) um die Frage, ob alternative Antriebstechnologien mit Strom, Wasserstoff oder eFuels klimafreundlicher sind als normale Verbrennungsmotoren mit Diesel und Benzin. Dabei spielt nicht nur alleine der Verbrauch eine Rolle, sondern alle relevanten Energieaufwendungen über den gesamten Lebenszyklus – also auch die Herstellung und die Entsorgung (mehr News über Auto und Verkehr bei RUHR24).

In der von der Uni Graz durchgeführten Studie geht es um die Klimaemissionen eines durchschnittlichen Pkw der Kompaktklasse aus dem Jahr 2022, der bis zum Jahr 2027 auf 240.000 Kilometer kommt. Mit einbezogen ist der Faktor, dass sich der Strommix in Zukunft in Richtung regenerative Energien entwickeln wird.

Verbrenner gegen Elektroautos: Was ist die Zukunft? Eine Studie gibt überraschende Antworten.

Autofahrer aufgepasst: Zusammengefasst schneiden Elektroautos gut ab und werden perspektivisch noch besser. In Zukunft verbessert sich die Herstellung von energieintensiven Materialien wie Stahl, Kupfer oder Batteriekomponenten.

Klimafreundlicher Antrieb: Autofahrer von Elektroautos haben es perspektivisch immer besser

Zudem bewegt sich der Strommix immer mehr in Richtung erneuerbarer Energiequellen. Elektroautos können so nach nur circa 45.000 bis 60.000 und bald nach 25.000 bis 30.000 gefahrenen Kilometern amortisiert werden. Auch der Wasserstoffantrieb weist eine hervorragende Klimabilanz auf.

Autofahrer von Verbrennern müssen ihre Pkw jedoch noch nicht einstampfen. Natürlich haben Benzin- und Dieselmotoren gegenüber dem Elektromotor einen größeren ökologischen Fußabdruck.

Aber alternative Kraftstoffe wie Bio-Methan oder auch eFuels (synthetische Kraftstoffe, die mit Strom aus Wasser und Kohlenstoffdioxid hergestellt werden) können einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der Nachteil bei eFuels ist bis lang der schlechte Wirkungsgrad durch den Umwandlungsprozess. Alle ausführlichen Infos zur LCA-Studie gibt es auf der Homepage des ADAC.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Michael Gstettenbauer

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