Klimawandel

Wasserknappheit: Mit einfachen Tipps zu Hause Wasser sparen

Frau trinkt Glas mit Wasser
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Wasserknappheit kann zum Problem werden.

Der Klimawandel wird laut Experten auch in Deutschland seine Auswirkungen zeigen. Unter anderem soll Wasserknappheit drohen.

Dortmund – Das Frühjahr 2021 war in Deutschland regnerisch und laut dem Deutschen Wetterdienst sogar zu kühl. Doch die erste Hitzewelle im Sommer liegt schon hinter uns und weitere können folgen. Auch im Hinblick auf den Klimawandel kann es deshalb sinnvoll sein, Wasser zu sparen. Denn Hitze und Dürre könnten mehr in den Fokus rücken.

Hitze und Wasserknappheit in Deutschland: Warum es sinnvoll ist, Wasser zu sparen

Vor Hitzewellen und Wasserknappheit in Deutschland warnt unter anderem Armin Schuster (59), Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Alarm wolle er allerdings nicht schlagen, dafür sei es „noch zu früh“.

Denn grundsätzlich gelte Deutschland als wasserreiches Land. Erneuerbare Süßwasserressourcen bleiben sogar größtenteils ungenutzt. Das lässt allerdings viele Verbraucher sorglos mit Wasser umgehen. Doch extreme Wetterlagen in den vergangenen drei Jahren haben gezeigt: auch hier sind mehrere Tage bis Wochen Temperaturen über 30 Grad ohne nennenswerten Regen möglich.

2018 waren laut Öko-Test einige Gegenden von extremer Wasserknappheit betroffen. Die Land- und Forstwirtschaft, die Binnenschifffahrt und die Energiewirtschaft waren deshalb teilweise gravierend eingeschränkt.

Wasserknappheit in Deutschland: Dürrejahre sind ein Problem

Hinzu kommt, dass sich die Monate, in denen es häufig regnet, durch den Klimawandel verschieben. Niederschläge gibt es in großen Mengen nicht mehr über das Jahr verteilt. Stattdessen fällt der Regen konzentriert innerhalb kurzer Zeit. Oft versickert das Wasser dann nicht richtig im Boden und kann nicht in tiefere Schichten vordringen. Nach drei Dürrejahren (2018, 2019 und 2020) haben deshalb auch Waldschäden und -brände zugenommen.

Wasserknappheit könnte laut Öko-Test in Deutschland und Europa in Zukunft mehr in den Fokus rücken. Dabei kann jeder helfen, Wasser zu sparen. Und das mit einfachen alltagstauglichen Tipps (mehr zu Wetter und Klima bei RUHR24).

Pro Kopf verbrauchen die Deutschen 125 Liter Wasser am Tag, vor knapp 30 Jahren waren es noch rund 147 Liter. Das meiste Wasser geht beim Baden, Duschen und für sonstige Körperpflege (36 Prozent) drauf, gefolgt von der Toilettenspülung (27 Prozent) und dem Wäschewaschen (12 Prozent).

Wegen Wasserknappheit: Wasser mit einfachen Tipps sparen

Den ersten Tipp zum Wassersparen können wohl viele einfach umsetzen: Besser duschen statt baden und beim Einseifen idealerweise den Wasserhahn abstellen. Auch ein Sparduschkopf kann sich lohnen. Sie können vereinfacht gesagt den Wasserfluss um bis zu 50 Prozent reduzieren, indem Luft beigemischt wird. Wer doch hin und wieder baden geht, sollte überprüfen, ob der Stöpsel auch dicht ist. So wird kein Wasser verschwendet.

Weitere Stellen, bei denen man im Badezimmer Wasser sparen kann: die Toilette. Die Spülung muss nicht jedes Mal durchlaufen. Wer die Stopp-Taste drückt, spart wertvolles Wasser. Und auch beim Zähneputzen muss der Wasserhahn nicht durchgängig in Betrieb sein (mehr Lifehacks bei RUHR24).

Wasser im Haushalt sparen: Wasserknappheit entgegenwirken

Im Haushalt sind Geschirrspüler und die Waschmaschine große Wasserverbraucher. Bei beiden spart das Ökoprogramm Wasser. Außerdem sollten beide Geräte immer voll beladen werden, um möglichst ressourcensparend zu sein. Eine Vorwäsche ist außerdem nicht unbedingt nötig. Sinnvoll kann es hingegen sein, beim Waschen die richtige Menge Waschpulver zu benutzen. Auch das schont das Wasser.

Video: Virtuelles Wasser – wie viel Wasser verbrauchen wir wirklich?

Wer viele Zimmerpflanzen hat, sollte sie mit Regenwasser gießen. Das kann man im Garten und auch auf einem Balkon sammeln. Auch, wer auf einen Pool im Garten verzichtet und das Auto nicht in der Waschanlage, sondern per Hand wäscht, spart Wasser.

Wer konsequent Wasser sparen will, sollte das aber nicht nur zu Hause tun. Auch der indirekte Wasserverbrauch kann im Alltag reduziert werden. Er erhöht sich beispielsweise, wenn man importierte Tomaten kauft, regelmäßig Fleisch konsumiert oder sich ein neues T-Shirt zulegt.