Pro-Kopf-Verbrauch senken

Hemmungsloser Dusch-Trick spart bis zu 5.000 Liter Wasser im Jahr

Hemmungslos, aber wirkungsvoll: Mit einem einfachen Dusch-Trick lassen sich pro Kopf bis zu 5.000 Liter Wasser pro Jahr sparen. Hier mehr erfahren.

Dortmund – Wer sparen will, muss leiden. So oder so ähnlich ließe sich ein bekanntes Sprichwort dieser Tage abändern.

Hemmungsloser Dusch-Trick spart bis zu 5000 Liter Wasser im Jahr

Pünktlich zum Jahreswechsel hat sich rund die Hälfte der Bevölkerung (43 Prozent) vorgenommen, Energie im Haushalt einsparen zu wollen. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor.

Die Sparmöglichkeiten sind immens. Doch gute Neujahrsvorsätze lassen sich immer dann am einfachsten durchhalten, wenn sie leicht umsetzbar sind. Dies trifft zweifelsohne auf den folgenden Dusch-Trick zu – wenngleich er nichts für Zartbesaitete ist.

Hemmungen über Board werfen: Dusch-Trick spart Geld und Wasser

Verbraucher müssen nichts weiter tun, als ihre Hemmungen über Board zu werfen. Hierzu bedarf es lediglich einer leichten Umstellung der morgendlichen Routine.

Nach dem Aufstehen kommt wahrscheinlich für viele Bundesbürger der obligatorische Gang zur Toilette und danach unter die Dusche. Dies zählt zu den normalsten Dingen der Welt. Behält man diesen Ablauf bei, verbraucht man pro Jahr und Kopf bis zu 5.000 Liter Wasser mehr als mit einem Trick aus der Kategorie „hemmungslos, aber wirkungsvoll“.

Unter der Dusche pinkeln hat großes Sparpotenzial

Die Alternative: Zumindest das kleine Geschäft kann man auch unter der Dusche verrichten. Mit diesem „Lifehack“ spart man nicht nur Wasser, sondern auch Toilettenpapier und Zeit. In einem Abwasch wäre sozusagen alles erledigt.

Das Wasserlassen unter der Dusche kann durchaus Vorteile haben.

Wie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (kurz BMUV) mitteilt, gäbe es insbesondere beim Spülkasten ein großes Einsparpotenzial. „Durchschnittlich fast 40 Liter, also rund 30 Prozent des täglichen Trinkwasserverbrauchs, entfallen auf die Toilettenspülung.“

Toilettenspülung verbraucht viel Wasser: Dusch-Alternative schafft Abhilfe

„Bei älteren Toiletten fließen circa 9 bis 14 Liter pro Spülung durch das WC-Becken, obwohl 6 bis 9 Liter für einen einwandfreien, hygienischen Spülvorgang völlig ausreichen würden“, heißt es auf der Homepage des Ministeriums. Das ungenierte „Pieseln“, kann bei täglichem Duschen folglich eine riesige Menge Wasser sparen.

„Igitt“ oder „pfui Deibel“ sind an dieser Stelle sicherlich reflexartige und nachvollziehbare Reaktionen, doch sind diese überhaupt begründet? Was spricht gegen das kleine Geschäft unter der Brause?

Wasserlassen unter der Dusche: Die Vor- und Nachteile

„Problematisch ist es, wenn der Urin auf der Haut brennt.“ Dann könne eine entzündliche Verletzung der Haut vorliegen, erklärt Dermatologe Andreas Timmel auf Nachfrage von T-Online. Ansonsten sei das Wasserlassen unter der Dusche kein Problem. Also: „Wasser marsch!“

Für Frauen könnte der hemmungslose Dusch-Trick allerdings nicht komplett unbedenklich sein. Der Körper der Frau sei nicht für das Wasserlassen im Stehen ausgelegt. Es könne somit womöglich zu Problemen kommen, die Blase vollständig zu entleeren, was wiederum auf Dauer eine Blasenschwäche zur Folge haben könnte – lautet ein Einwand.

Darüber hinaus könnte das Urinieren unter Dusche zu einem erhöhten Reinigungsaufwand und gleichzeitiger Geruchsbelästigung führen. Die möglichen Vor- und Nachteile sollte somit jeder für sich selbst abwägen.

Rubriklistenbild: © akarelias/Panthermedia/Imago; Francis Dean/Dean Pictures/Imago; Collage: Sabrina Wagner/RUHR24

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