Stromverbrauch

Stromverbrauch der Waschmaschine senken: Drei Einstellungen sparen viel Geld

Wäschewaschen kann die Stromrechnung unnötig teuer machen. Die richtigen Einstellungen bei der Waschmaschine spart auf Dauer nicht nur Energie, sondern bares Geld.

Dortmund – Die Waschmaschine gehört neben Kühlschrank, Licht und Herd zu den größten Stromfressern zuhause. In vielen Haushalten stapelt sich die Wäsche in Körben in der Wohnung oder im Keller und die schiere Menge an Klamotten scheint unbezwingbar. Mit einigen Lifehacks kann die Waschmaschine weniger oft laufen als man glaubt. Das spart Strom und damit Geld.

WaschtemperaturStromverbrauch pro WaschgangStromkosten pro Waschgang bei 24 ct pro kWh
90 Grad1,90 kWh46 ct
60 Grad1,15 kWh24 ct
40 Grad0,65 kWh16 ct
30 Grad0,40 kWh10 ct
Quelle Tabelle: Klimaschutz-hannover.de

Wäsche energiesparend waschen: Schneller ist nicht gleich besser

Eine durchschnittliche Familie mit zwei Kindern schmeißt die Waschmaschine gut fünfmal die Woche an, berichtet chip.de. Das ist mehr, als es eigentlich bräuchte. Die falschen Einstellungen an der Waschmaschine sorgen für unnötig hohe Wäscheberge und Stromrechnungen. Kleine Unterschiede haben dabei eine große Wirkung.

Bis zu 40 Euro pro Monat lassen sich an Energiekosten sparen. Für die richtige Technik beim Wäschewaschen kommt es auf die Temperatur, die Zeit und das richtige Waschmittel an. Im Voraus lässt sich schon einmal sagen: Schneller ist nicht gleich effektiver und je höher die Waschtemperatur, desto teurer das Waschen. Denn einen großen Teil der Energie braucht die Maschine schon zum Aufwärmen des Wassers.

Waschmaschine richtig einstellen: Vorwäsche nur in Ausnahmefällen sinnvoll

Um Geld beim Waschen zu sparen, ist es am wichtigsten, das richtige Programm auszuwählen. Eine Vorwäsche ist nur in den wenigsten Fällen sinnvoll. Starke Verschmutzungen lassen sich vor dem Waschen per Hand mit Gallseife oder Fleckenmittel behandeln. Das spart bis zu 20 Minuten beim Waschgang. So lange dauert das Vorprogramm nämlich je nach Hersteller und Modell.

Richtige Temperatur beim Waschen: 30 oder 40 Grad?

Gute 10 Euro pro Jahr lassen sich laut chip.de sparen, wenn die Vorwäsche ausgelassen wird. Noch mehr sparen lässt sich, indem Wäsche bei 30 statt 40 Grad gewaschen wird. Allgemein wird empfohlen, gering verschmutzte Wäsche bei 30 oder 40 Grad zu waschen. Welchen enormen Unterschied diese 10 Grad haben, ist den wenigsten bewusst.

Es spart Strom, immer mit möglichst geringer Temperatur zu waschen.

Für die Waschmaschine ist diese zunächst klein klingende Differenz keinesfalls klein. Für die 10 Grad mehr braucht sie fast das Doppelte an Energie – und zwar ohne Mehrwert für den Verbraucher: Waschmittel entfalten schon bei 30 Grad ihre volle Waschkraft. Die Wäsche wird also nicht automatisch sauberer, wenn man heißer wäscht und andersherum ist es nicht weniger hygienisch, kälter zu waschen. Bei der heutigen Technologie reichen laut infranken.de sogar schon 20 Grad, um die Wäsche sauber zu bekommen.

Wäsche richtig waschen: Kochwäsche nur einmal im Monat

Auch Bettwäsche und Handtücher können entgegen der Annahme vieler normal bei 40 Grad gewaschen werden. 60 Grad nur dann, wenn man krank war oder eine Allergie gegen Hausstaubmilben hat. Das Bundesumweltamt empfiehlt eine 60-Grad-Wäsche im Monat, um sich in der Waschmaschine sammelnde Keime abzutöten. Zur Desinfektion kann Wodka statt Waschmittel verwendet werden. Dreht man ansonsten von 60 auf 40 Grad herunter, werden etwa 50 Prozent der Stromkosten gespart.

Stromsparend Wäsche waschen spart Geld

Dauerhaft auf 30 statt auf 40 Grad und auf 40 statt auf 60 Grad zu waschen, spart bis zu 40 Euro im Monat. Auf Kochwäsche mit 90°C kann heutzutage durch den Einsatz moderner Waschmittel laut Klimaschutzregion Hannover ganz verzichtet werden. Es rentiert sich, immer mit möglichst geringer Temperatur zu waschen.

Dieses Prinzip erklärt auch, wieso besser Eco-, Öko- oder Spar-Programme genutzt werden sollten. Zwar laufen sie länger, sind aber kälter und benötigen so nur die Hälfte an Energie für dasselbe Ergebnis. 45 Euro im Jahr kann es ausmachen, wenn das normale Programm dauerhaft durch ein Öko-Programm ersetzt wird. Heidelberg24 berichtet detailliert über das Eco-Programm bei Waschmaschinen.

Weitere Tipps zum richtigen Wäschewaschen

Abgesehen vom Waschgang können noch weitere Tricks beim Stromsparen helfen:

1. Tipp: Nur mit voll beladenen Maschinen waschen. Das senkt die Kosten für Wasser und Strom. Die Füllmenge steht in der Bedienungsanleitung.
2. Tipp: Nicht mit dem Waschmittel übertreiben. Bei Überdosierung schalten viele Geräte einen Zusatzspülgang.
3. Tipp: Die Waschmaschine komplett vom Stromnetz trennen, wenn sie nicht gebraucht wird. Das spart Stand-by-Kosten.
4. Tipp: Wäsche immer sofort richtig sortieren, damit stark verschmutzte Stücke andere nicht zusätzlich dreckig machen.

Rubriklistenbild: © Monkey Business 2/Imago

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