Vorsicht vor Fake-Seiten

Warnung vor Online-Shops: Auf diesen Webseiten bloß nichts kaufen

Verbraucherschützer warnen aktuell vermehrt vor gefakten Online-Shops. Die Verbraucherzentrale NRW gibt wichtige Tipps, wie man solche Betrüger erkennt.

Deutschland – In der Pandemie-Zeit kaufen noch mehr Menschen im Internet ein als sonst. Dieses veränderte Konsumverhalten ruft auch immer mehr Kriminelle auf den Plan. Wer wissen will, ob es sich bei einem vermeintlichen Online-Schnäppchen um ein tolles Angebot oder aber Abzocke handelt, sollte auf bestimmte Anzeichen achten (mehr Warnungen und Rückrufe auf RUHR24.de).

deutsche Verbraucherzentralenauf Landesebene organisierte Vereine, die sich im staatlichen Auftrags dem Verbraucherschutz
Gründung2000
HauptsitzDüsseldorf

Vorsicht Fake-Shops: Auf welchen Seiten man besser nichts kaufen sollte

Ob günstige Designer-Kleidung oder tolle Technik-Angebote – betrügerische Onlineverkaufsplattformen locken Internetnutzer stets mit vermeintlichen Schnäppchen. Auf den ersten Blick sind gefakte Shops schwer als solche zu erkennen, wie die Verbraucherzentrale NRW erklärt (mehr Infos zum Thema „Digitales“ auf RUHR24.de).

Denn teilweise sind sie Kopien wirklich existierender Websites und wirken daher auf den ersten Blick oftmals seriös. Das ist beispielsweise auch bei einer Fake-Nachricht von WhatsApp der Fall, die den Nutzer auf einen gefälschten Shop von „Adidas“ führt. Auch die Produktbilder seien meistens „gut kopiert“, warnen die Verbraucherschützer.

Von wegen Schnäppchen: Betrügerische Anbieter liefern oftmals gar nicht

Haben die Shops einmal das Vertrauen der Käufer gewonnen, wird aus der Freude über das scheinbar gute Angebote schnell echter Frust. So liefern solche Fake-Shops in den meisten Fällen minderwertige Ware aus.

Vielfach erhalten die Online-Käufer sogar überhaupt kein Produkt für ihr Geld. In diesen Fällen würden oftmals Lieferschwierigkeiten als Erklärung vorgetäuscht, so die Verbraucherzentrale.

Abzocke mit gefakten Webshops: Betrug mit Kreditkartendaten und Vorkasse

Eine derartige Abzocke ist natürlich für die Betrüger nur dann rentabel, wenn der Käufer bereits in Vorkasse gegangen ist. Dementsprechend ist diese Zahlungsweise auch eines der Merkmale von Fake-Shops, vor denen Verbraucherschützer warnen.

Um seriös zu wirken, würden zunächst mehrere Zahlungsmöglichkeiten zur Auswahl gestellt. Beim letzten Bestellschritt müsse sich der Käufer dann aber für Vorkasse entscheiden. Dieses sollte man demnach niemals tun. Das Portal verbraucherschutz.com warnt außerdem davor, dass oft auch Kreditkartendaten angegeben werden müssten. Die Kreditkarte würde dann in vielen Fällen über Wert des gekauften Produktes belastet – hier helfe nur noch die Sperrung der Karte.

Internetbetrug: Diese Merkmale weisen auf Fake-Shops hin

Bei der Zahlungsweise sollten Online-Käufer dementsprechend besonders vorsichtig sein. Ebenso sollte man laut Verbraucherzentrale misstrauisch werden, wenn ein Shop die folgenden Merkmale aufweist:

  • Der Preis für das gewünschte Produkt ist auffällig günstig.
  • Falsche Gütesiegel: Diese lassen sich durch einen Klick auf das Bild entlarven. Wenn das Siegel mit einem Zertifikat des Siegel-Betreibers verlinkt ist, ist es echt. Ansonsten handelt es sich oftmals lediglich um ein kopiertes Bild.
  • Auffällige Webseiten, die Ungereimtheiten aufweisen, wie komische Domainendungen – beispielsweise .de.com.
  • Extrem gute Bewertungen von angeblichen Kunden.
  • Fake-AGBs: Diese sind nicht immer leicht zu erkennen. Ein Anzeichen ist zum Beispiel, dass sie in schlechtem Deutsch übersetzt wurden. Teilweise fehlen die AGB bei betrügerischen Online-Shops auch komplett.
  • Ein fehlendes oder unstimmiges Impressum: Das Impressum muss immer die Adresse, einen Vertretungsberechtigten und eine E-Mail-Adresse enthalten – ebenso einen Verweis auf das Handelsregister.

Weitere Infos dazu, woran man gefälschte Webshops erkennt, findet man bei der Verbraucherzentrale NRW.

Fake-Shops im Web: Internetportal nennt die betrügerischen Webseiten beim Namen

Wer sich trotzdem noch unsicher ist, ob es sich bei dem von ihm ausgesuchten Shop um einen seriösen Anbieter handelt, findet bei dem Portal verbraucherschutz.com eine hilfreiche Übersicht.

Das Portal führt seit mehreren Jahren in einer Liste Webshops auf, die auffällig sind. Gelistet werden hier solche Shops, bei denen mehrere Merkmale auf einen unseriösen oder betrügerischen Online-Shop hindeuten.

Online-Shop-Liste: Bei diesen Seiten handelt es sich vermutlich um Fake-Shops

Vom Kauf in den gelisteten Shops raten die Verbraucherschützer ab. Zu den neueren Webshops, die bei verbraucherschutz.com genannt werden, zählen zum Beispiel die folgenden:

  • Shop: ambiar.de; Produkte: Küchengeräte
  • Shop: aprs-karlsruhe.de; Produkte: Schuhe 
  • Shop: brunos-haushalt.de; Produkte: Küchengeräte 
  • Shop: chancepool.de; Produkte: Mode
  • Shop: conversedeutsch.com; Produkte: Converse Mode (Der Name der echten Marke wird hier wohl missbraucht.)
  • Shop: christianwelpenzuhause.com; Handel mit Welpen
  • Shop: espirted.de; Produkte: Männer-Mode
  • Shop: e-shop-markt.de; Produkte: Unterhaltungselektronik
  • Shop: haus-drelo.com; Produkte: Heimelektronik
  • Shop: justpinge.com; Produkte: Mode
  • Shop: melstore24.com; Produkte: Küchengeräte, Heimelektronik, Smartphones
  • und viele mehr.

Die Liste bei verbraucherschutz.com enthält – nach Alphabet geordnet – zahlreiche weitere Shops, die laut der Verbraucherschützer vermutlich unseriös sind. Sie wird ständig aktualisiert. Die Verbraucherzentrale NRW stellt klar, dass betroffene Käufer, die keine oder minderwertige Ware erhalten haben, unbedingt Strafanzeige stellen sollten. Ebenso sollte man unverzüglich seine Bank kontaktieren, wenn bereits Zahlungen geleistet oder Bankdaten angegeben wurden.

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa; Collage: RUHR24