In Wohnung und Garten

Wanzen ohne Chemie bekämpfen – Trick vertreibt die Schädlinge

Wanzen sind in vielen Gärten oder auch Wohnungen zu finden und richten Unheil an. Einfache Tricks helfen, um die Schädlinge zu bekämpfen.

Kassel – Wanzen im eigenen Garten zu finden, erfreut den Besitzer oder die Besitzerin sicher nicht. Vorbeugende Maßnahmen können oft schon der Schlüssel zum Erfolg sein. Und wenn die Insekten doch zur Plage werden, hilft ein einfacher Trick.

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Schädlinge im Garten: Die grüne Reiswanze beschädigt Pflanzen und Früchte

Eine besondere Wanzenart ist die grüne Reiswanze. Sie ist ein Schaderreger, der sich in Deutschland immer weiter ausbreitet. Der Pflanzenschutzdienst des Regierungspräsidiums Gießen geht davon aus, dass die grüne Reiswanze aus Ostafrika stammt. Vor allem in den letzten Jahren breitete sie sich hierzulande immer weiter aus und kann sich auch halten, denn die Winter werden immer milder.

Die grüne Reiswanze beschädigt unterschiedliche Pflanzen und Früchte, indem sie an diesen saugt. An den Saugstellen können dabei helle, weiche Flecken entstehen. Im schlimmsten Fall stirbt die Frucht oder das Blatt ab, nachdem sich der Schädling daran zu schaffen gemacht hat, wie hna.de berichtet.

Der Schädling ist deswegen nicht nur für den heimischen Garten ein Problem, sondern auch für den Obst- und Gemüseanbau. Wie der Pflanzenschutzdienst mitteilt, komme es durch die grüne Reiswanze zu massiven wirtschaftlichen Schäden. Dennoch gibt es einige Tipps und Tricks gegen Reiswanzen und andere Wanzenarten.

Garten frühzeitig auf Wanzen absuchen, um starken Befall zu vermeiden

Das Fachmagazin Mein schöner Garten empfiehlt, sich den Garten schon genauer anzuschauen, bevor es richtig warm wird. Demnach ist es sinnvoll, bereits im Frühjahr die Pflanzen nach Schädlingen abzusuchen.

Sollte man dabei Blatt- oder Baumwanzen entdecken, können diese mit der Hand entfernt werden. Da sie sich meistens tot stellen, ist es relativ einfach, die Wanzen einzusammeln. Wenn man bei höheren Temperaturen häufiger nach den Wanzen schaut, lässt es sich verhindern, dass sich die Schädlinge zu stark vermehren.

Außerdem hilft ein feuchter Boden, um einen starken Wanzenbefall zu verhindern. Deshalb ist es ratsam, den Boden regelmäßig zu gießen und Mulch nachzulegen. Wanzen mögen es lieber trocken. Daher kann man auch zum Wasserschlauch greifen, wenn bereits einige Wanzen eine Pflanze befallen haben. Ein Gemüsefliegennetz ist ebenfalls eine Option, um die Pflanzen dann abzudecken.

Wanzen im Garten bekämpfen: Natürliche Feinde bekämpfen Reis- und Stinkwanzen ebenfalls

Sollten sich die Wanzen damit immer noch nicht beseitigen lassen, ist eine selbst hergestellte Schmierseifenlauge eine Möglichkeit, wie Mein schöner Garten rät. Das Gemisch hilft übrigens auch gegen Blattläuse.

Stinkwanzen will niemand im Garten oder der Wohnung haben: Tipps zur Bekämpfung

Dafür mischt man eine Kaliseife mit Wasser und sprüht diese auf die betroffenen Pflanzen. Bei Salaten und Blattgemüse sowie einigen Zierpflanzen sollte man jedoch vorsichtig sein, da diese keine Kaliseife vertragen.

Als letzte Möglichkeit können chemische Mittel wie Paraffinöl eingesetzt werden. Doch damit wird auch Nützlingen wie Marienkäfern geschadet. Besser ist es, diese zu schonen, mit einem ökologischen Gleichgewicht im Garten können Nützlinge sogar angelockt werden.

Wanzen aus dem Garten vertreiben: Tipps gegen die Schädlinge

Wer seinen Garten besonders tierfreundlich gestaltet, wird ohnehin weniger Probleme mit Wanzen bekommen. Vögel und Kröten gehören zu den natürlichen Feinden und können damit eine Plage ebenso verhindern. Bei der Bekämpfung der grünen Reiswanze helfen außerdem verschiedene Schlupfwesen und Raupenfliegen.

  • Pflanzen regelmäßig nach Wanzen absuchen
  • Garten feucht halten
  • Kaliseife-Gemisch aufsprühen
  • Erst als letzte Option chemische Mittel verwenden
  • Garten tierfreundlich gestalten und ökologisches Gleichgewicht herstellen

Rubriklistenbild: © Péter Gudella/Imago

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