Garten

Walnuss-Baum ziehen: in wenigen Schritten zum wunderschönen Baum

Die Walnuss gehört zu den beliebtesten Nusssorten der Deutschen. Aus ihr lässt sich in wenigen Schritten ganz leicht ein Baum ziehen.

Dortmund - Einen Walnussbaum zu ziehen ist keine Kunst. Dafür brauchen Hobbygärtner keine Erfahrung. Auch ein Neuling ohne grünen Daumen kann ohne Bedenken einen neuen Baum aus einer Nuss im eigenen Garten züchten. Mit diesen simplen Tipps und Tricks gelingt es in nur wenigen Schritten.

Wissenschaftlicher NameJuglans regia
FamilieWalnussgewächse
Höhe15-25 Meter

Vorsicht bei der Wahl der Nüsse: Nicht alle Walnüsse eignen sich zum Ziehen des Baumes

Noch vor der Zucht des Wahlnussbaums wird geprüft, ob die Nüsse für den Vorgang geeignet sind. Denn wie bei Saatgut muss auch bei den Nüssen darauf geachtet werden, dass diese keimfähig sind. Nur dann können sie problemlos austreiben und zu einem neuen Baum heranwachsen.

Walnüsse aus dem Supermarkt sollten für das Züchten des Baumes lieber nicht verwenden werden. Aufgrund der langen Lagerzeiten nach der Ernte und den Transportwegen aus anderen Ländern, erfüllen die Supermarkt-Nüsse diese Kriterien nur selten. Besser geeignet sind dagegen frische Nüsse direkt vom Baum. Diese findet man beim Sammeln im Herbst.

Doch auch frische Nüsse sollte man vorsichtshalber einem simplen Schwimm-Test unterziehen, um herauszufinden welche von ihnen taub und somit ungeeignet sind, und welche nicht. Dafür wird ein Behälter mit etwas Wasser gefüllt. Im Anschluss werden die Nüsse dann in die Flüssigkeit gelegt. Die schwimmenden Exemplare sind taub und somit die Verlierer des Walnuss-Tests, während die auf den Boden sinkenden Nüsse keimfähig sind.

Walnussbaum züchten: So einfach gelingt es mit der Hilfe eines Blumentopfs

Der Walnussbaum lässt sich ganz einfach in einem Blumentopf züchten. Dieser sollte genügend Platz für das Pflanzen von fünf bis sechs Nüssen haben. Ein sehr großer Vorteil der Topfaufzucht ist der Schutz vor Mäuseschäden. Außerdem gelingt es dem Züchter so deutlich besser, die schwachen von den starken Nüssen zu unterscheiden, als wenn sie direkt in die Erde gepflanzt werden.

Bevor die Nüsse allerdings eingepflanzt werden, wird der Boden mit feuchtem Laub gefüllt. Darauf werden dann die Nüsse gelegt und im Anschluss mit etwas Gartenerde überschüttet. Diese wird danach fest angedrückt. Im nächsten Schritt wird der Topf mit einem Maschendraht umschlossen. Dadurch gelangen die Nager nicht an die sündhaft leckeren Nüsse. Damit es nicht zu Frostschäden kommt, kann der Topf danach zusätzlich im Blumenbeet des Gartens eingegraben werden.

Walnussbaum aus Nuss ziehen: Warum der richtige Zeitpunkt besonders wichtig ist

Um Erfolg bei der Zucht zu haben, ist es wichtig den richtigen Zeitpunkt zu wählen. Im Herbst, direkt nach der Ernte der Walnüsse bietet sich das Züchten besonders gut an. Und das aus gutem Grund: Zu dieser Zeit haben die Nüsse am meisten Kraft um mit dem Keimen zu beginnen. Im darauffolgenden Frühling zwischen Mai und April zeigen sich bereits die Keimlinge.

Diese werden dann vorsichtig ausgegraben und erneut aussortiert. Die keimenden Nüsse werden danach mit frischer Gartenerde umgetopft. Damit die Keimlinge aus der Erde schauen können, werden die Wurzeln direkt unter die Oberfläche eingesetzt. Um dem erfrieren vorzubeugen, sollte sich die Temperatur im Idealfall zwischen 2 Grad Celsius und 10 Grad Celsius befinden.

Walnüsse gehören zu den bekanntesten Nusssorten Deutschlands.

Nach der Zucht: Warum das Auspflanzen des Nussbaums gut durchdacht sein sollte

Obwohl der Nussbaum frühestens an seinem zehnten Lebensjahr Früchte trägt, wird er schon früh ausgepflanzt. Dies geschieht in der Regel nach dem Eisheiligen, auch Maifröste genannt. Vorher sollte aber gut überlegt sein, an welchem Standort der Nussbaum sein nächstes Zuhause findet. Damit der Baum optimal wachsen kann, sollte er an einem windgeschützten, warmen und sonnigen Platz gepflanzt werden.

Bereits nach wenigen Jahren kann ein Nussbaum eine Höhe von 20 bis 30 Metern erreichen. Der Durchmesser der Krone beträgt dann nicht selten 15 Meter oder sogar mehr. Daher sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Garten groß genug für den Baum ist. Besonders wenn mehrere Pflanzen gezüchtet werden sollen, wäre es von Vorteil wenn genügend Platz zur Verfügung steht.

Rubriklistenbild: © Malin Schneider-Pluppins/ RUHR24

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