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Wäsche im Winter trocknen: Diesen Trick halten viele für einen Scherz

Wohin mit der Wäsche? Diese Frage drängt sich im Sommer und vor allem im Winter auf. Dann, wenn drinnen die Schimmelgefahr hoch ist. RUHR24 kennt den perfekten Ort.

Dortmund – Es ist ein Mysterium. Wo soll die frisch gewaschene Wäsche nun hin, um in Ruhe trocknen zu können? Der Trockner ist auf Dauer eine Umweltbelastung, der Keller zu schmutzig und in der Wohnung muss man sich vor Schimmel fürchten. Wer sich über einen Balkon oder ähnliches freuen kann, ist klar im Vorteil – sogar mitten im Winter!

PhasenübergangSublimierung
ProzessÜbergangs eines Stoffes vom festen in den gasförmigen Aggregatzustand
ArtRein physikalisch, Stoff bleibt chemisch unverändert

Wäsche im Winter trocknen: Draußen oder drinnen aufhängen?

Für viele dürfte es wahrem Luxus gleichkommen, einen Balkon, eine Terrasse oder sogar einen Garten zur Verfügung zu haben. Nicht nur, um sich selbst dort etwas in der Sonne zu räkeln. Sondern eben auch, um einen Ort für die nasse Wäsche zu haben.

Besonders im Sommer scheint es sehr praktisch, die frische Wäsche draußen auf die Leine zu hängen, so entgeht man hoher Luftfeuchtigkeit in der Wohnung*. Und immerhin ist sie in der prallen Sonne im Nu trocken und bereit für den nächsten Einsatz. Aber wohin mit der Wäsche im Winter?

Wäsche im Winter trocknen: Frosttrocknen ist die Lösung

Auch nach draußen! Richtig gelesen: Auch wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt wandern, kann und soll die Wäsche draußen aufgehängt werden. Zumindest, wenn man zwei Dinge beachtet:

  • Die Temperatur sollte wirklich unter null Grad liegen.
  • Nur so ist gewährleistet, dass die Luftfeuchtigkeit besonders gering ist.

Niedrige Temperaturen und eine geringe Luftfeuchtigkeit sind ideal zum Wäschetrocknen im Freien. Auch, wenn die frische Wäsche bei diesem Trick zunächst einmal gefriert.

Wäsche im Winter aufhängen: Draußen bei Minustemperaturen herrschen ideale Bedingungen

Das ganze nennt sich Frosttrocknen. Dabei friert die Wäsche zunächst ein, trocknet dann aber. Dieser Prozess heißt Sublimierung, wie Utopia erklärt. Dabei geht das gefrorene Wasser ohne zu schmelzen direkt in den gasförmigen Zustand über.

Das funktioniert allerdings wirklich nur, wenn die Umgebungsluft eine geringe Luftfeuchtigkeit aufweist. Dann nimmt die trockene Luft die Feuchtigkeit der Wäsche auf – die wiederum trocknet.

Wäsche sollte nach Möglichkeit auch im Winter draußen hängen.

Wäsche im Winter trocknen: Frosttrocknen nicht unterbrechen – sonst bleibt es nass

Viele Verbraucher und Verbraucherinnen werden diesen Effekt wahrscheinlich schon live beobachtet haben. Nimmt man gefrorenes Obst oder Gemüse aus dem Tiefkühlschrank, beginnt es zu dampfen – Feuchtigkeit geht in den gasförmigen Zustand über.

Besonders schnell trocknet die Wäsche draußen, wenn es zusätzlich zu den Minustemperaturen auch windig ist. Aufpassen sollte man hingegen, wenn die Sonne scheint. Dann empfiehlt es sich, die Wäsche auf links zu drehen, sonst besteht die Gefahr, dass sie ausbleicht. Das gilt auch für den Sommer.

Wichtig ist bei diesem Lifehack, dass der Prozess nicht unterbrochen wird. Denn sonst kann es schnell passieren, dass die gefrorene Wäsche drinnen wieder schmilzt und weiterhin nass ist. Außerdem ist gefrorene Wäsche anfällig für Risse und Brüche. Daher sollten Verbraucher sie einfach in Ruhe hängen lassen. *op-online.de ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Armin Weigel/dpa

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