Plötzlicher Defekt

Wärmflasche rechtzeitig austauschen – sonst drohen schwere Verbrennungen

Wärmflaschen sollten regelmäßig ausgetauscht werden. Sie können sonst plötzlich platzen. Durch das heiße Wasser drohen dann üble Verbrennungen.

Dortmund – Bei Bauchschmerzen oder Verspannungen ist die Wärmflasche ein bewährtes Hausmittel. Vor allem für Frostbeulen sind sie ein Must-have. Im Winter kramen viele die Wärmflasche aus dem Schrank, um sich bei niedrigen Temperaturen warm zu halten. Aber Vorsicht: Diese über Jahre zu verwenden, kann böse enden.

Wärmflaschen regelmäßig austauschen: Material wird porös und kann platzen

Denn das Material der Wärmflasche wird mit der Zeit porös und kann irgendwann plötzlich platzen. Das heiße Wasser kann zu schweren Verbrennungen am ganzen Körper führen. Vor allem bei Exemplaren aus Gummi kann das schneller und häufiger passieren. PVC ist im Vergleich robuster, schreibt der NDR.

Doch wie lange hält eine Wärmflasche in der Regel? Spätestens nach fünf Jahren ist es an der Zeit, sich ein neues Produkt zuzulegen. Andere Quellen empfehlen, die Wärmflasche bereits nach drei Jahren auszutauschen. Grundsätzlich ist für die eigene Sicherheit empfehlenswert, vor jeder Verwendung den Verschluss und die Flasche auf Schäden prüfen.

Wärmflasche auf Schäden prüfen: Austausch nach 3 bis 5 Jahren nötig

Wärmflaschen haben also – wie Lebensmittel – ein Haltbarkeitsdatum. Wer nicht mehr im Kopf hat, wie alt die eigene Wärmflasche ist, kann das Produktionsdatum nachschauen. Bei neuen Modellen ist das Jahr der Herstellung in einem Kreis vermerkt, erklärt yahoo!life.

Der sieht wie die TÜV-Plakette auf dem KFZ-Kennzeichen aus. Steht dort zum Beispiel eine 20, bedeutet das, dass das Produkt aus dem Jahr 2020 stammt. Bis spätestens 2025 sollte diese Wärmflasche also ausgetauscht werden.

Lebenszeit der Wärmflasche beeinflussen: Wann gehört sie in den Müll?

Wer seine Wärmflasche falsch befüllt, muss sie früher wegwerfen. Maximal 60 Grad warm sollte das Wasser sein, das in die Wärmflasche gefüllt wird. Direkt vom Wasserkocher in die Flasche ist also keine gute Idee.

Der heiße Wasserdampf dehnt sich sonst in der geschlossenen Flasche aus. Dadurch wird das Material strapaziert und im schlimmsten Fall gibt es nach und platzt. Aus diesem Grund sollte die Flasche auch nur zu zwei Dritteln gefüllt werden (mehr Service-News bei RUHR24).

Wärmflaschen sollten etwa alle drei bis fünf Jahre ausgetauscht werden. Sonst kann es sein, dass sie auf dem Schoß explodiert.

Wärmflaschen entkalken und länger nutzen – aber Finger weg von Essig

Länger im Einsatz bleiben können Wärmflaschen dagegen, wenn sie regelmäßig gereinigt und entkalkt werden, schreibt Utopia.de. Bei wiederholter Nutzung setzt sich Kalk im Inneren der Flasche ab. Dadurch wird sie mit der Zeit hart und unelastisch. Die Gefahr, dass sie spröde wird und platzt, steigt.

Dabei genügt es schon, die Wärmflasche nach dem Gebrauch mit klarem Wasser auszuspülen. Ein- bis zweimal im Jahr empfiehlt sich eine gründlichere Reinigung. Dazu einfach ungekochten Reis mit kaltem oder lauwarmem Wasser in die Wärmflasche füllen und in alle Richtungen gut schütteln. So lösen sich die Kalkablagerungen von den Wänden.

Das Wasser anschließend durch ein Sieb abgießen. Das Vorgehen sollte so lange wiederholt werden, bis keine sichtbaren Kalkreste mehr zum Vorschein kommen. Finger weg von Essig, das sich in vielen Fällen als Hausmittel gegen Kalk bewährt hat. Die Säure greift ebenfalls das Material der Wärmflasche an.

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