Streichen während Covid-19

Wände streichen in Coronavirus-Zeiten: Mit diesen Tipps und Tricks klappt das Renovieren zu Hause

Bevor die Farbrolle geschwungen wird, sollten einige Tipps beachtet werden. So geht beim Wände streichen nichts schief. 
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Bevor die Farbrolle geschwungen wird, sollten einige Tipps beachtet werden. So geht beim Wände streichen nichts schief. 

Gerade in Zeiten des Coronavirus haben viele Zeit für kleine Renovierungen. Mit diesen Tipps und Tricks geht beim Wände streichen nichts mehr schief. 

  • Wer renovieren will, sollte nicht einfach drauflos streichen.
  • Die Wände sollten gründlich vorbereitet werden.
  • Unter anderem sollten Steckdosen abgeklebt werden, bevor Farbe zum Einsatz kommt.

Dortmund/NRW - Die Wände streichen und wieder etwas frischen Wind in die Wohnung bringen oder weiße Decken auffrischen: Gerade in Zeiten des Coronavirus haben viele mehr Zeit um kleine Renovierungsarbeiten zu erledigen. Bevor der Pinsel geschwungen wird und die Wände in neuem Glanz erstrahlen, gibt es aber einige Tipps, die das einfacher machen.

Wände streichen während des Coronavirus: Der Raum sollte vor einer Renovierung vorbereitet werden

Nicht nur Arbeitskleidung muss angelegt und der Raum und darin enthaltende Möbelstücke mit Folie ausgelegt und abgeklebt werden, auch die Wände selbst sollten vor dem Anstrich vorbereitet sein. Nägel und Dübel sollten entfernt und die dadurch entstandenen Löcher und Risse verspachtelt werden, wie Obi berichtet.

Im gleichen Schritt werden die Wände gereinigt, Farb- und Klebereste, also Altanstriche, am besten dabei direkt mitentfernen. Ein simpler Trick der viel Ärger ersparen kann: Wenn die Wände vorher mit einem dunklen Tuch gereinigt werden und sich ein sandiger oder kreidiger Abrieb zeigt, muss vor dem Streichen noch eine Grundierung auf die Wand. Bevor es losgeht, bietet es sich außerdem an, alle Werkzeuge und Materialien zurechtzulegen, um beim Anstrich selbst zügiger arbeiten zu können.

Renovieren während des Coronavirus: Der Strom sollte vor dem Streichen unterbrochen werden

Neben Nägeln und Schrauben sollten auch Wandlampen, Steckdosen und Schalter entfernt werden um unsaubere, kahle Stellen an der Wand zu vermeiden. Vorher sollten allerdings unbedingt alle Sicherungen im jeweiligen Bereich ausgeschaltet werden. Wichtig: Die Sicherungen sollten auch gegen Wiedereinschalten gesichert werden. Wer in "Millimeterarbeit" geübt ist, kann diese allerdings auch einfach mit Malerkrepp abkleben.

Auch Fenster und Kanten, die keine Farbe abkriegen sollen, werden gründlich mit Malerkrepp abgeklebt. Den Boden schützt man vor dem Streichen der Wände am besten mit Abdeckfolie oder Vlies, auch diese Materialien sollten mit Krepp fixiert werden. Diese Vorarbeiten kosten etwas Zeit, machen den Anstrich später aber wesentlich einfacher und beugen Flecken vor.

Beim Wände streichen beachten: Vorher muss immer grundiert werden

Wenn diese Schritte befolgt wurden, landet aber immer noch nicht die Farbe selbst an der Wand. Zuvor sollten die Wände die aus stark saugenden Materialien bestehen, grundiert werden, sonst verfälschen sie möglicherweise optische Ergebnis. Dazu zählen Gipsputz, Gips- und Weichfaserplatten.

Ist die richtige Farbe erst einmal ausgesucht, steht der Renovierung nichts mehr im Wege. Mit einfachen Tipps lassen sich die Wände noch einfacher streichen. 

Zum Grundieren eignet sich ein Flächenpinsel oder Quast. Rost- oder Wasserflecken auf dem Untergrund verschwinden außerdem, wenn sie mit Isolierfarbe oder sogenannten Fleckendecker abgedeckt werden. Übrigens: Zugluft und zu kalte oder zu warme Räume können zu Ungleichmäßigkeiten auf gestrichenen Flächen führen. Deswegen sollte man bei normaler Raumtemperatur arbeiten.

Wände streichen und Renovieren während des Coronavirus: Schwierige Stellen sind zuerst dran

Dann kann es losgehen: Bevor große Wandflächen Farbe bekommen, nimmt man sich Ecken, Kanten und mit der Farbrolle schwierig zu erreichende Stellen vor. Idealerweise kommen die Fenster zuerst dran, danach kleinere Flächen wie Ecken, Fußleisten und Heizkörper. Zum Streichen der schwierig zu erreichenden Stellen empfehlen sich Pinsel.

Als Nächstes sind endlich auch die Wände dran. Allerdings sind die Decken zuerst an der Reihe, wenn beides gestrichen werden soll. Für diese große Fläche bietet sich ein Farbroller an. Wenn die Rolle mit einer Teleskopstange kombiniert wird, lassen sich die Wände bequemer streichen. Am besten wird die Farbrolle außerdem mittig an der Wand angesetzt. Zum gleichmäßigen Auftragen der Decken- und Wandfarbe nutzt man ein Abstreifgitter.

Zuletzt hat der Bundesgerichtshof (BHG) ein Urteil dazu gefällt, ob Mieter oder Vermieter für die Kosten der Renovierung aufkommen müssen.

Pinsel sollten nach dem Streichen der Wände unbedingt gereinigt werden

Die Wände sollten zunächst in Längsrichtung mit der Wandfarbe gestrichen werden, anschließend quer und danach noch einmal in Längsrichtung mit gerader Überlappung. So verteilt sich die Farbe satt und gleichmäßig. Ist der Wandanstrich fertig, müssen die Herstellerhinweise zur Trocknung der Farbe beachtet werden.

Video: Streichen wie die Profis – Fünf Tipps für eine gelungene "Maler-Session"

Allerdings benötigt frischer Wandanstrich meist rund einen Tag zum Trocken. Der Malerkrepp sollte abschließend vorsichtig entfernt und die Pinsel und Rollen gründlich gereinigt werden. 

Tipp: Wenn Pinsel und Farbrollen zeitnah für weitere Wände benötigt werden, kann das einwickeln in Alufolie das Antrocknen der Farbe zu verlangsamen. Die gründliche Reinigung kann dann erfolgen, wenn die Malerarbeiten fertig sind.

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