Garten im Winter

Vogelfutter selber machen und Geld sparen: Vier günstige Rezepte und Ideen

Wer im Winter gerne Vögel beobachtet, sollte Futterstellen im Garten platzieren. Um Geld zu sparen, kann man das Vogelfutter selber machen.

Dortmund – Wenn der Garten sich nicht mehr von seiner schönsten Seite zeigt, ist der Winter eingekehrt. Dann können Naturfans zwar keine Schmetterlinge und Hummeln mehr beobachten, dafür aber andere Gartenbewohner. Denn Wildvögel lassen sich mit Futter ganz einfach in den Garten locken. Wer dabei noch Kosten sparen will, kann das Vogelfutter sogar selbst herstellen.

Vogelfutter selber machen: Vögel im eigenen Garten anlocken

Die kalte Jahreszeit bringt Zugvögel dazu, in Richtung Süden zu fliegen. Allerdings treten längst nicht alle Vögel die lange Reise in wärmere Gebiete an. Garten- und Singvögel müssen im Winter auch bei Frost und ungemütlichen Wetterlagen klarkommen.

Damit die Gartenbewohner auch in der Winterzeit ausreichend Futter haben, empfiehlt der NABU Futterstellen für Vögel bereitzustellen. Naturbegeisterte können die Wildvögel dann aus unmittelbarer Nähe beobachten. Welche Vögel man anlockt, hängt vom gewählten Futter ab. Heimische Vogelarten lassen sich in Körnerfresser, Weichfutterfresser und Allesfresser einteilen.

Die Blau- und Kohlmeise bevorzugt beispielsweise kleine Körner wie Sonnenblumenkerne. Das Rotkehlchen und der Zaunkönig fressen eher Rosinen, Obst, Haferflocken und Kleie. Bei den gegenwärtig hohen Preisen für Verbraucher lohnt es sich, das Vogelfutter selber zu machen. Dafür gibt es vier Tipps.

Vogelfutter selber machen: Kokosnussschalen und Ausstechförmchen nutzen

Eine leere Hälfte einer Kokosnuss-Schale kann dabei als optimale Futterschale dienen, wie der NDR berichtet. Dafür muss etwa 300 Gramm Kokosfett, Rindertalg oder Butterschmalz auf dem Herd erwärmt werden. Ist das Fett geschmolzen, fügt man zwei Esslöffel Speiseöl und 300 Gramm Körner hinzu. Sonnenblumenkerne, gehackte Nüsse oder Hanf- und Mohnsamen eignen sich dafür gut.

In die „Augen“ der Kokosnuss-Schale sticht man Zweige oder eine Schnur zum Aufhängen. Jetzt kann die flüssige Futter-Fett-Mischung in die Kokosnuss-Schale gegeben werden. Nachdem sie vollständig abgekühlt und erhärtet ist, kann sie im Garten platziert werden.

Vogelfutter lässt sich mit diesen Zutaten ganz einfach selber machen.

Wer keine Kokosnuss-Schalen verwenden möchte, kann auch Ausstechförmchen nutzen. Auf einem mit Alufolie ausgelegten Backblech füllt man verschiedene Körner und Saaten etwa fünf Millimeter hoch in die Formen.

Danach wird das Fett eingegossen und ein Band zum Aufhängen eingesetzt. Nach Erhärten, können die Futterherzen oder -sterne an einem geeigneten Ort im Garten angebracht werden.

Vogelfutter selber machen: Futter in Deko-Kranz integrieren

Vogelfutter lässt sich auch in Deko-Elemente integrieren. In einem gekauften oder selbst gebundenen Weidenruten-Kranz können Äpfel, Meisenknödel oder Futterherzen angebracht werden. Die Fütterung von Vögeln ist auch auf dem Balkon möglich, sofern Mieter einige Hinweise beachten.

Als geeigneter Ort für die „Snackbar“ kommen schattige Plätze infrage. Wichtig ist, dass das Futter hoch genug hängt, sodass Katzen keine Gefahr für die kleinen Vögel darstellen.

Vogelfutter kann auch in Deko-Elementen integriert werden.

Für den Schutz der Vögel lohnt es sich gleich doppelt, das Futter selbst herzustellen. Denn viele käufliche Meisenknödel sind in engmaschigen Netzen eingewickelt, in denen sich kleine Wildvögel leicht verfangen können. Diese Netze stellen laut NABU eine große Verletzungsgefahr für die Vögel dar.

Vogelfutter selber machen: Geld sparen und naturnah gärtnern

Wer so viel Geld sparen möchte wie möglich, kann einen ganz anderen Tipp beherzigen: das Anpflanzen von Sonnenblumen im Sommer. Sind die Sonnenblumen im Spätherbst verblüht, picken sich die kleinen Vögel die Sonnenblumenkerne ganz von selbst aus den Blütenständen.

Generell gilt: Wer Vögeln und Insekten im Winter einen Gefallen tun will, lässt verblühte Stauden und Pflanzen bis zum Frühjahr stehen.

Rubriklistenbild: © imagebroker/Reinhard Hölzl/Imago

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