Gute und schlechte Nachrichten

Bahncard, WhatsApp und Abofallen - das wird sich ab dem 1. Februar für Verbraucher ändern

Mit dem Februar kommen auch einige Neuerungen auf Verbraucher zu. Grund zur Freude: Bahnfahren wird günstiger. Aber es gibt auch schlechte Nachrichten.

  • Der Februar ist fast da und erbringt eine ganze Menge Neuerungen mit.
  • Unter anderem wird das Bahnfahren günstiger.
  • Aber es gibt auch schlechte Nachrichten: WhatsApp stellt den Support für einige Geräte ein.

Dortmund - Der Februar hat schon fast seinen Fuß in der Tür und damit auch ein paar Neuigkeiten. Wie immer zum Ersten eines Monats wird es auch diesmal Änderungen für Verbraucher geben - es gibt gute und schlechte Nachrichten. Ob die Neuigkeit, dass Großbritannien ab Februar nicht mehr zur Europäischen Union gehört, eine gute oder schlechte Nachricht ist, sei mal dahin gestellt.

Deutsche Bahn macht Bahncard günstiger - Bahnfahren wird 10 Prozent billiger

Eine gute Nachricht vorweg für alle Geburtstagskinder, die am 29. Februar Geburtstag haben: Dieses Jahr ist ein Schaltjahr - es darf gefeiert werden. Aber nicht nur das ist ein Grund zur Freude. Auch Bahnfahrer dürfen sich über den kalten Monat mit seinen Neuerungen freuen - Bahnfahren wird künftig günstiger.

Zumindest für Besitzer einer Bahncard oder solche die sich noch eine anschaffen wollen. Wie die Deutsche Bahn mitteilt, werden die Bahncard 25 und die Bahncard 50 ganze 10 Prozent günstiger. Grund für die erfreuliche Änderung: Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, die Mehrwertsteuer auf die beiden Bahncards von 19 auf 7 Prozent zu senken.

Bahncard 25 für 17,90 Euro testen

Auch der DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber ist erfreut über die Neuerung: "Das ist gleich zum Jahresauftakt ein weiterer Schritt in Richtung einer klimafreundlichen Mobilitätswende." Eine Bahncard 25 für die zweite Klasse kostet ab Februar 55,70 Euro statt 62 Euro. Wer bisher noch keine Bahncard 25 hatte und sie erst einmal testen möchte, kann das nun ab 17,90 Euro machen - vorher hat die Testphase 19,90 Euro gekostet. Die Bahncard 50 ist künftig ab 229 Euro statt 255 Euro zu haben.

Die Deutsche Bahn weist darauf hin, dass Kunden die eine Bahncard mit dem ersten Geltungstag 1. Februar 2020 oder später gekauft haben, einen Gutschein über den Differenzbetrag erhalten. Dafür brauchen die Kunden nichts weiter zu tun, die Deutsche Bahn wird auf sie zu kommen. 

Schon zum 1. Januar hat die Deutsche Bahn ihre Preise angepasst und Tickets für den Fernverkehr um rund 10 Prozent gesenkt. Der "Super Sparpreis" ist seitdem ab 17,90 Euro erhältlich (vorher 19,90 Euro). Mit Bahncard-Rabatt liegt so der Einstiegspreis im Fernverkehr bei 13,40 Euro. Das sei laut Deutscher Bahn der niedrigste reguläre Preis für eine Fahrkarte im Fernverkehr seit der Bahnreform 1994.

Telekom, Vodafone und Co. dürfen Abogebühren nicht automatisch einbehalten

Abzockern, die Verbrauchern klammheimlich Abonnements untergejubelt haben, soll es ab Februar schwerer gemacht werden. Denn ab dem 1. Februar müssen Abos ganz klar gekennzeichnet werden. Außerdem dürfen die Mobilfunkanbieter Vodafone, O2, 1&1 oder Telekom und deren Tochtergesellschaften, nicht mehr automatisch Abogebühren einbehalten.

Verbraucher müssen dem Abo zunächst auf einer Homepage zustimmen. Wollen Mobilfunkanbieter Serviceleistungen von Drittanbietern abbuchen, müssen Verbraucher zunächst über Kosten und Vertragsabschluss informiert werden. Dazu wird der User auf eine Seite weitergeleitet, auf der er den Kosten zustimmen muss, tut er das nicht, fallen auch keine Kosten an. 

WhatsApp stellt den Support ein

Für manche Smartphone-Besitzer heißt es bald "Bye bye WhatsApp". Denn der beliebte Messangerdienst stellt ab Februar den Support für eine Vielzahl von Geräten ein. Betroffen sind iPhones und Android-Geräte.

Bereits im April vergangenen Jahres wurde der Support für das Windows 10 Mobile eingestellt. Jetzt sind auch iPhones mit IOS 8 und älter und Smartphones mit Android 2.3.7. Gingerbread und älter betroffen. Wie Computerbild berichtet, lasse sich die App nach dem 1. Februar zwar noch verwenden, Updates werden allerdings nicht mehr angeboten. Auch können keine neuen Nutzerkonten mit den alten Systemen angelegt werden. Verbraucher mit alten Smartphones können dann auch nicht die neue Funktion von WhatsApp ausprobieren. Der Messengerdienst weitet sein Videochat-Angebot aus.

Surfvolumen wird abgeschafft - Unlimited-Flatrate-Tarife!

Ab dem 4. Februar gibt es nur noch Unlimited-Flatrate-Tarife - zumindest bei O2. Das Surfvolumen wird abgeschafft, dafür gibt es eine Flatrate für Telefonie, SMS und mobiles Internet. Dabei werden sich die Preise an der Geschwindigkeit orientieren

Der Verbraucher kann sich dann zwischen drei Geschwindigkeiten entscheiden und zahlt entsprechend. Das Angebot startet bei 29,99 Euro im Monat, dafür gibt es dann mobiles Internet mit bis zu 2 MBit/s. Wem das nicht geheuer ist und lieber bei den alten Modellen bleiben möchte, darf sich auch freuen. O2 hat das Datenvolumen kurzerhand verdoppelt. 

Das Fax stirbt aus - zumindest bei den Krankenkassen

Für einige ist es wahrscheinlich eh schon ausgestorben, aber jetzt stirbt es auch bei den Krankenkassen: Das Fax. Krankenkassen dürfen ab 5. Februar keine Daten mehr über das Fax austauschen oder Patienten, Ärzte oder Kliniken per Faxgerät informieren. 

Aus Datenschutzgründen soll die Kommunikation ab dann nur noch auf dem persönlichen Wege, per Post oder Telefon erfolgen. So langsam ist bei den Krankenkassen auch die E-Mail auf dem Vormarsch, aber nur wenn die Daten mit hohem Schutzniveau und einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verschickt werden können.

Rubriklistenbild: © Silas Stein/dpa; Michael Kappeler/dpa; Jan Woitas dpa; Telefónica Deutschland; Montage: RUHR24

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