Aktuelle Regeln im Überblick

Urlaub 2021 an Nordsee und Ostsee: Neue Lockerungen geplant - Öffnungen ab 4. Juni

Die Regionen an der Nordsee und Ostsee gehören zu den beliebtesten Urlaubsregionen der Deutschen. Und bald können sie trotz Corona wieder bereist werden.

Update, Donnerstag (27. Mai), 11.46 Uhr: Deutschland – Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sind die beiden deutschen Bundesländer mit Meer-Bonus – und beide Länder verzeichnen aktuell niedrige Corona-Inzidenzen, sodass eine Lockerung nach der anderen ansteht.

BundeslandSchleswig-Holstein
Einwohner2,89 Millionen (2019)
HauptstadtKiel

Urlaub an der Ostsee: Reisen in Mecklenburg-Vorpommern ab 4. Juni wieder möglich

Ursprünglich hatte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) angekündigt, den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern ab Mitte Juni wieder für alle öffnen zu wollen. Die Gastronomie durfte bereits seit Pfingsten wieder einheimische Gäste empfangen. Aber nun die frohe Nachricht für alle, die gerne an der Ostsee Urlaub machen: Reisende aus ganz Deutschland dürfen bereits vom 4. Juni an in Mecklenburg-Vorpommern wieder Urlaub machen. 

Da die Corona-Infektionszahlen in dem Bundesland im Nordosten Deutschlands stetig zurückgehen, hatte Schwesig angekündigt, dass die Öffnungsschritte nun schon früher möglich seien. Touristen, die ab kommender Woche ein paar schöne Tage an der Ostsee verbringen wollen, steht nun also nichts mehr im Wege – nur ein negativer Corona-Test muss bei Anreise vorgelegt und dieser dann alle drei Tage aufgefrischt werden.

Das ist der Fahrplan für den Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern an der Ostsee:

  • 28. Mai: Der Tourismus öffnet für Einheimische. Auch auswärtige Zweitwohnungsbesitzer, Dauercamper, Bootsbesitzer dürfen dann wieder ins Land.
  • 4. Juni: Öffnungen für Urlauber aus allen Bundesländern.
  • 11. Juni: Alle Einreisen nach sind wieder möglich – sowohl private Reisen zu Freunden und Bekannten als auch der Tagestourismus.

Urlaub an der Ost- und Nordsee in Schleswig-Holstein: Weitere Lockerungen stehen an

Und auch für den anderen Urlaubs-Hotspot am deutschen Meer gibt es Hoffnung auf einen baldigen Sommerurlaub. Schleswig-Holstein, das Bundesland zwischen Ost- und Nordsee, hatte bereits wenige Tage vor Pfingsten (17. Mai) die Pforten für alle Touristen schon wieder geöffnet. Seitdem dürfen Urlauber unter bestimmten Corona-Auflagen wieder im Hotel übernachten und sogar im Innenbereich von Cafés und Restaurants sitzen – zumindest mit einer nachweislichen Corona-Impfung oder einem negativen Test.

Mit einer Inzidenz von 21,8 (Stand: 27. Mai) hat der Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) außerdem angekündigt, noch weitere Lockerungen anzustoßen. Heißt: Schon bald können sich Menschen in Schleswig-Holstein nicht nur auf einen Tag an Ost- oder Nordsee freuen, sondern möglicherweise auch wieder auf ein Konzert. Je nach Art der Veranstaltung sollen bereits ab Montag (31. Mai) unter Auflagen in Innenräumen bis zu 125 Teilnehmer möglich sein, im Freien bis zu 250.

Erstmeldung, Dienstag (13. April), 15.06 Uhr: Das Bundesland Schleswig-Holstein hat vier Regionen an der Nordsee und Ostsee ausgewählt, wo Urlaub schon ab dem 19. April wieder erlaubt sein wird. Das hat Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) am vergangenen Freitag (9. April) mitgeteilt. Es handelt sich bei den Regionen um sogenannte Modellprojekte.

Urlaub an der Ostsee ab April 2021: Lübecker Bucht als Modellregion für Reisen trotz Corona

Konkret soll das Urlauben ab Ende April wieder in folgenden Regionen in Schleswig-Holstein erlaubt sein: in Büsum, der Schleiregion mit Eckernförde, im Kreis Nordfriesland mit der Ferieninsel Sylt und in der inneren Lübecker Bucht. Letztere hatte schon im vergangenen Sommer mit großen Touristenströmen zu kämpfen. Der Timmendorf Strand zählte neben der Nordsee im Sommer 2020 zu den beliebtesten Urlaubszielen in Deutschland. Das dürfte dieses Jahr nicht anders sein.

Etwa 200 Betriebe in Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Niendorf, Haffkrug, Pelzerhaken und Rettin wollen ab dem 19. April ihre Türen für Gäste aus ganz Deutschland öffnen, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Urlaub in der Lübecker Bucht: Strenge Testpflicht für Reisen an den Timmendorfer Strand

Rund 40 Prozent der Beherbergungsbetriebe in der Region würden mitmachen, sagte André Rosinski, Vorstand der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht (Talb) den Lübecker Nachrichten. Die meisten Öffnungen gebe es bei den Beherbergungen mit Selbstversorgung – sprich: Ferienwohnungen. Es seien aber auch Gastronomien, mehrere Hotels und Campingplätze – vor allem in Pelzerhaken – sowie Betreiber von Minigolfanlagen dabei. Sogar die Ostsee-Therme in Scharbeutz soll öffnen. Der Hansa-Park in Sierksdorf hingegen bleibe vorerst geschlossen, heißt es.

Die Anreise ist jedoch mit einer Testpflicht verbunden. So brauchen alle Urlauber bei Anreise einen negativen Corona-Test. Ein zweiter Test muss spätestens 72 Stunden nach der Ankunft gemacht werden, so Talb-Vorstand Rosinski. Die Informationen darüber würden gleich bei der Buchung erfolgen. Wie hoch die Preise bei Hotels und Ferienwohnungen sein werden, hängt in diesem Jahr stark von der Corona-Pandemie ab. Experten vermuten, dass die Kosten bei Reisen deutlich höher sein könnten als in den Vorjahren.

Urlaub in der Schlei-Region und Eckernförde: Negativer Corona-Test bei Einreise ist obligatorisch

Die Schlei-Region und Eckernförde hatten sich als Modellregionen mit zwei unterschiedlichen Corona-Konzepten beworben. An der Schlei soll es eher um Ferienwohnungen und Campingplätze gehen, in Eckernförde würde hingegen der Tagestourismus stärker einbezogen werden. Dort soll auch die Innengastronomie wieder öffnen dürfen.

In der Schlei-Region gilt wie in der Lübecker Bucht eine strenge Corona-Testpflicht, erklärt auch wa.de*. „Alle Hotelzimmer- und Ferienwohnungsvermieter müssen zweimal ein negatives Corona-Testergebnis der Gäste vorlegen. Beide Seiten müssen das unterschrieben haben“, sagte der Chef der Eckernförder Touristik und des Stadtmarketings, Stefan Borgmann, den Kieler Nachrichten. Der erste Test muss schon bei der Anreise vorgelegt werden, der zweite Test nach 48 Stunden. Es werden mehrere Testzentren errichtet – unter anderem in der beliebten Urlaubsregion Damp.

Beherbergungsbetriebe müssen sicherstellen, dass sich ihre Gäste selbst versorgen können. Essen in der Gemeinschaft, wie etwa Frühstücksbuffets, sind aktuell nicht erlaubt.

Urlaub in Büsum: Modellregion in Schleswig-Holstein hat strengstes Testregime

Als dritte Modellregion steht der Urlaubsort Büsum auf der Liste. Auch dort gilt das Motto: testen, testen, testen. Urlauber, die ab dem 19. April anreisen wollen, müssen vor der Abfahrt im Heimatort einen Test machen und bei Ankunft in Büsum einen weiteren und anschließend alle drei Tage einen neuen, berichtet der NDR.

Auch wer ein Restaurant besuchen möchte, braucht einen tagesaktuellen Test. Um das zu ermöglichen, sollen im Ort mehrere Testzentren errichtet werden. Die Kosten für den ersten Test bei Anreise sollen die Gäste selbst übernehmen, alle weiteren würden vom Bund gezahlt, sagte Büsums Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje dem Sender.

Sylt-Urlauber müssen sich noch etwas gedulden: Öffnungen erst ab dem 1. Mai

Urlauber, die nach Sylt oder Nordfriesland wollen, müssen sich mit ihrer Reise noch etwas gedulden. Anders als in den anderen Modellregionen wird dort die Saison erst am 1. Mai eröffnet.

„Sylt war Vorreiter beim Thema Testregime und hat sich früh für die Kontaktnachverfolgungs-App Luca entschieden. Das in der Bewerbung vorgeschlagene Konzept ist anspruchsvoll und umfassend“, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundeslandes Schleswig-Holstein.

Die Strände auf Sylt gehören zu den schönsten der Welt. Ab dem 1. Mai können sie wieder besucht werden.

Urlaub an der Nordsee und Ostsee: Projekt kann jederzeit gestoppt werden

Auf das Tourismus-Modellprojekt hatten sich insgesamt vier Urlaubsregionen beworben. Letztendlich konnten vier Destinationen überzeugen. Ausschlaggebend für die Auswahl war, dass trotz Pandemie ein „sicherer Tourismus“ möglich ist, sagte Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) am vergangenen Freitag.

Auch wenn alle Modellregionen konkrete Öffnungszeitpunkte genannt haben, gilt als Voraussetzung eine stabile Sieben-Tages-Inzidenz von unter 100. Zudem sind die Öffnungen an wissenschaftliche Begleitung und die Zustimmung der zuständigen Gesundheitsämter gekoppelt.

Weitere Auflagen sind während der Öffnungen nicht ausgeschlossen. Sollte es zu einer Überlastung des Gesundheitssystems kommen, ist ein Abbruch des Projektes jederzeit möglich. Die Modelle laufen zunächst für vier Wochen – mit Aussicht auf Verlängerung, falls alles gut klappt. *wa.de ist ein Angebot des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

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