Wetter-Wahnsinn in halb Europa

Urlaub in Frankreich: Hitze-Welle hat drastische Folgen für Touristen

In einigen europäischen Ländern wütet die aktuelle Hitzewelle besonders schwer. Deutsche Urlauber sollten auch in Frankreich auf der Hut sein.

Frankreich – Sommerzeit ist Urlaubszeit. An leuchtenden Stränden und in pittoresken Landschaften lassen es sich deutsche Urlauber Jahr für Jahr gutgehen. Doch angesichts der beispiellosen Hitzewelle in Europa in Kombination mit den Wetter-Prognosen der Experten hat die Situation in einigen Ländern teils dramatische Ausmaße angenommen – mit Folgen für die Touristen.

LandFrankreich
HauptstadtParis
Bevölkerung67,39 Millionen (2020)

Urlaub in Frankreich: Hitzewelle macht europäischen Ländern zu schaffen

In Ländern wie Italien, wo kürzlich Noch-Ministerpräsident Mario Draghi angesichts der höchsten Hitzewarnstufe den Notfallplan ausgerufen hat, ist die Lage besonders ernst. Auch über Deutschland bricht die nächste Hitzewelle herein, die laut der Tagesschau Temperaturen bis zu 40 Grad mit sich bringen wird. Der Südwesten des Landes stecke bereits jetzt mittendrin.

Der Hitze zu entkommen, ist momentan alles andere als einfach. Urlauberinnen und Urlauber, die sich an Frankreichs Atlantikküste kühle Meeresluft und angenehme Temperaturen erhofft haben, erleben in einer Region einen echten Alptraum (mehr zu Wetter und Klima auf RUHR24).

Urlaub in Frankreich: Menschen mussten vor Waldbränden in Sicherheit gebracht werden

Wie die Zeit berichtet, mussten „in den vergangenen zwei Tagen Tausende Menschen in Sicherheit gebracht“ werden. Grund dafür waren anhaltende Waldbrände in der Nähe von Campingplätzen rund um die Düne von Arcachon.

Die Südwest Presse (SWP) liefert dazu konkretere Zahlen: In der Region Bordeaux seien am Dienstag (12. Juli) bereits 1000 Hektar Wald abgebrannt. Zudem mussten in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in der Nähe der berühmten Düne du Pilat rund 6000 Camper vorsorglich evakuiert werden, erklärte die Feuerwehr.

Urlaub in Frankreich: Französischer Wetterdienst meldet Hitzewarnstufe in elf Départements

Auch bei Pyla sur Mer brennen Waldgebiete, berichten die Stuttgarter Nachrichten. Allein in elf Départements sei die Hitzeperiode laut Météo France besonders intensiv. Wie auch in Deutschland werden mancherorts Temperaturen von bis zu 40 Grad erwartet.

Dort gilt an diesem Freitag (15. Juli) die Hitzwarnstufe Orange. Deutsche Touristen sollten diese Regionen dringend meiden. Laut SWP bereite sich die französische Regierung bereits auf die Hitzewelle vor, die wohl „bis mindestens Anfang kommender Woche anhalten wird“.

Urlaub in Frankreich: Auswärtiges Amt vermeldet keine Reisewarnung

Anders als in Italien musste in Frankreich allerdings noch nicht der Notstand ausgerufen werden. Wie die Stuttgarter Nachrichten berichten, werde die aus Marokko und Spanien hereinströmende Heißluft allerdings „voraussichtlich am kommenden Montag in weiten Teilen des Landes für Höchsttemperaturen sorgen“.

Das Auswärtige Amt hat in seinen aktuellen Reisewarnungen zwar bisher keine Teilreisewarnung für französische Regionen ausgegeben. Auf seiner Homepage warnt die Behörde allerdings vor den Busch- und Waldbränden, die in den Sommermonaten insbesondere in Südfrankreich und auf Korsika „aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen mit Dürreperioden“ vorkommen können.

In Frankreich mussten Touristen und Einheimische wegen grassierender Waldbrände evakuiert werden.

Urlaub in Frankreich: Touristen sollten sich vor der Hitze schützen

Beim Urlaub in Frankreich sollten deutsche Urlauber also einiges beachten. In Südfrankreich wurden laut der Südwest Presse bereits Trinkwasser-Rationierungen angekündigt. In einem südfranzösischen Dorf sei Zähneputzen mit Leitungswasser verboten worden, vielerorts gebe es Probleme bei der Trinkwasser-Versorgung.

Wer also seinen Urlaub in Frankreich verbringen will, sollte sich über Dürren, Waldbrände, Wassermangel und Wassersparmaßnahmen tagesaktuell informieren. Für einen erträglichen Urlaub sollte man daher auf strikte behördliche Vorgaben, wie Grillverbote in Gegenden mit hoher Waldbrandgefahr, achten.

Zudem ist es ratsam, Temperaturen bis zu 40 Grad ernst zu nehmen und sich entsprechend zu verhalten. Wer keinen Sonnenstich oder Hitzschlag riskieren will, sollte viel Wasser trinken, im Schatten bleiben und die Mittagssonne meiden, auf Alkohol verzichten, leichte Kleidung tragen sowie körperliche Anstrengungen unterlassen.

Rubriklistenbild: © Clement Mahoudeau/Imago

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