Regional und mit dem Auto

Reisen in Zeiten von Corona: mehr Angebote für Ferienwohnungen in Deutschland bei Airbnb

In Zeiten von Corona setzen immer mehr Reiseunternehmen auf regionale Angebote. So nun auch das US-amerikanische Airbnb.
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In Zeiten von Corona setzen immer mehr Reiseunternehmen auf regionale Angebote. So nun auch das US-amerikanische Airbnb.

Regionaler Urlaub wird bei den Deutschen während der Coronavirus-Pandemie immer beliebter. Das hat nun auch das US-amerikanische Airbnb erkannt.

  • Viele mussten in diesem Jahr wegen des Coronavirus ihren Sommerurlaub absagen.
  • Deshalb hat das US-amerikanische Unternehmen Airbnb etwas geändert.
  • Die Plattform bietet nun vermehrt regionale Angebote an und setzt auf Heimaturlaub.

Dortmund - Für viele Urlauber fällt die Auszeit in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie* leider ins Wasser. Als Alternative haben viele in diesem Jahr ihren Sommerurlaub nach Deutschland verschoben. Darauf setzt nun die Urlaubs-Plattform Airbnb, wie RUHR24.de* berichtet.

Unternehmen

Airbnb

Einführungsdatum

2008

Beschreibung

Plattform zur Buchung und Vermietung von privaten Unterkünften

Motto

Weltweit private Unterkünfte finden

Sprachen

Englisch, Deutsch, weitere

Registrierung

kostenlos

Airbnb: Reise-Unternehmen aus USA von Coronavirus-Krise betroffen

Airbnb vermittelt auf seiner Webseite weltweit über sieben Millionen Apartments, Ferienhäuser und mehr. Nun stellt sich das Unternehmen darauf ein, dass die Menschen noch einige Zeit eher im eigenen Land verreisen, als einen Trip in ferne Ortezu buchen.

Grund dafür sei die derzeit weiterhin angespannte Situation auf dem Reisemarkt: "In den kommenden paar Jahren wird das Reisen anders sein", sagte Airbnb-Mitgründer Nathan Blecharczyk. Die Coronavirus-Vorsichtsmaßnahmen und die teilweise geschlossenen Grenzen würden den Trend setzen, im eigenen Land mit dem Auto in den Urlaub 2020 zu verreisen.

Reisebranche in Gefahr: Eine Million Jobs wegen Coronavirus in Gefahr

Schon Anfang der Corona-Krise warnten die Reiseveranstalter vor einem massiven Jobverlust in der Branche. Bis zu einer Million Jobs in Deutschland wären in Gefahr (mehr Service-Nachrichten auf RUHR24.de*).

Laut Airbnb soll das Geschäft nun nach dem Einbruch durch die Pandemie wieder in Gang kommen, da die Menschen besonders jetzt ein großes Bedürfnis nach Urlaub und Entspannung haben.

In Zeiten von Corona setzen immer mehr Reiseunternehmen auf regionale Angebote. So nun auch das US-amerikanische Airbnb.

In der vergangenen Woche seien in Deutschland rund 60 Prozent mehr Unterkünfte im Inland gebucht worden als im letzten Jahr. Viele der Buchungen seien nicht mehr als 300 Kilometer vom Wohnort es Urlaubers entfernt.

Airbnb setzt auf Heimaturlaub und einzelne Freizeitangebote in der Nähe

Da sich die Lage aber weiterhin eher langsam erholt, will Airbnb in seiner App vermehrt regionale Angebote hervorheben.

Airbnb bietet aber nicht nur Apartments an: Schon vor der Pandemie hat die Plattform auch sogenannte "Entdeckungen" angeboten. Die "einzigartigen Aktivitäten" im Urlaubsort werden zudem von regionalen Gastgebern vorgeschlagen. So soll man die Kultur drumherum besser kennenlernen.

NRW: "Entdeckungen" auf Airbnb sollen wie kleine Urlaube für den Nutzer sein

Das Angebot der "Entdeckungen" war laut Airbnb in der Krisenzeit bisher sehr gut angekommen. In den letzten zehn Wochen seien circa 70.000 Plätze für die Freizeitangebote gebucht worden.

Vermieter bekamen von dem Unternehmen aus San Francisco Reinigungs-Empfehlungen. Ein weiterer Sicherheitsfaktor laut Airbnb: Gegenüber Hotels habe man in den Apartments keinen Kontakt mit anderen Gästen, was das Ansteckungsrisiko vermindern würde.

Video: Airbnb plant Stellenabbau - Rund 1900 Mitarbeiter sind betroffen

Coronavirus: Pandemie stürzt Reise-Unternehmen in Krise

Aber so schön das auch klingen mag, das amerikanische Unternehmen musste seit der Coronavirus-Pandemie die Stornierungsbedingungen lockern und 25 Prozent der 7500 Arbeitsstellen streichen.

Das Land NRW möchte in diesen Zeiten genauso wie Airbnb mehr in den Heimaturlaub investieren. Dafür hat das Land NRW nun eine Kampagne unter dem Hashtag #RausZeitLust gestartet*. Auf der Webseite der Kampagne, in die NRW rund 1,2 Millionen Euro investiert, sind verschiedene regionale Freizeitangebote aus NRW zu finden.

Für Urlauber aus NRW soll Holland auch ein beliebtes Reiseziel in der Krise sein*. Das deutsche Nachbarland möchte im Sommer 2020 trotz der weiterhin kritischen Situation die Urlauber herzlich empfangen. Trotzdem sollten Urlauber auch in Holland auf die Coronavirus-Regeln achten.

Mit dpa-Material

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.