Erneut Gewitterlagen erwartet

Hund und Katze bei Unwetter beruhigen: Tipps für stürmische Zeiten in NRW

Wenn es draußen donnert und blitzt, ist das nicht nur eine Belastung für den Menschen. Auch Haustiere wie Hunde und Katzen sind teilweise stark gestresst und verängstigt. Das können Besitzer tun.

Dortmund – Die schlimmsten Regenfälle seit Jahren, Hochwasser, Gewitter – dieser Sommer verlangt uns einiges ab. Und auch in den kommenden Tagen stehen wieder Gewitter in ganz Deutschland an. Das kann nicht nur uns Menschen beunruhigen, sondern auch unsere Haustiere. Hunde und Katzen leiden keineswegs nur unter Sommerhitze, sondern eben auch unter heftigen Gewittern.

BehördeDeutscher Wetterdienst (DWD)
Gründung1952
HauptsitzOffenbach am Main

Unwetter in NRW: Nach Verschnaufpause drohen erneut Gewitter

Nach den katastrophalen Regenfällen und Hochwasser in NRW und Rheinland-Pfalz hat sich das Wetter in Deutschland vorerst wieder beruhigt. Doch nun stehen schon die nächsten Gewitter in den Startlöchern.

Der Wochenstart versprach uns eine Verschnaufpause vom extremen Wetter. Vielerorts waren die Temperaturen in Deutschland moderat und es gab nur vereinzelt Niederschläge. Das soll bis zur Mitte der Woche anhalten – doch ab Donnerstag (22. Juli) soll es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) erneut Gewitter geben (mehr Nachrichten zu Wetter und Klima bei RUHR24).

Gewitter, Unwetter und Starkregen fegen wieder über Deutschland hinweg

Nach ruhigem Sommerwetter rechnen die Experten ab dem Wochenende vermehrt mit „Regenfällen und teils kräftigen Gewittern mit lokaler Unwettergefahr“. Am Donnerstag soll es im Schwarzwald mit einzelnen Gewittern losgehen. Am Samstag (24. Juli) dann breiten sich die Gewitterlagen weiter aus.

Im Westen und Südwesten Deutschlands sowie am Alpenrand soll es laut DWD teils kräftige Gewitter geben, die in der Nacht zu Sonntag dann allmählich nordostwärts abwandern sollen. Lokale „Unwettergefahr vor allem durch Starkregen, aber auch größerer Hagel“ sowie teils schwere Sturmböen seien nicht ausgeschlossen.

Haustiere bei Gewitter beruhigen: Hunde und Katzen können sich elektrostatisch aufladen

Wenn es dann draußen wieder blitzt und kracht, macht das auch unseren Haustieren zu schaffen. Hunde und Katzen sind aber nicht nur wegen des dunklen Himmels und der extremen Geräuschkulisse verängstigt. Die Tiere können auch den Druckabfall während eines Gewitters spüren, wie National Geographic berichtet.

Und nicht nur das. Ein weiteres unangenehmes Phänomen, was den Tieren zu schaffen machen kann: Ihr Fell kann sich bei Gewittern elektrostatisch aufladen. Davon seien besonders große Hunde und solche mit Unterwolle betroffen. Aber auch das Fell von Katzen kann sich elektrostatisch aufladen. Für die Haustiere bedeutet es zusätzlichen Stress, wenn sie mit ihrer Nase einen metallischen Gegenstand berühren und einen elektrischen Schlag bekommen.

Hunde und Katzen bei Gewitter beruhigen: Badezimmer wird zum Safe-Space

Aus diesem Grund verstecken sich viele Haustiere an Orten, an denen sie keinen elektrischen Schlag abbekommen. Das ist in vielen Fällen das Badezimmer. Hunde und Katzen halten sich laut National Geographic während Gewittern gerne in Duschen, Badewannen oder Waschbecken auf.

Wenn sich die Haustiere dorthin zurückziehen, sollte man es ihnen nicht verbieten. Besitzer können zusätzlich dafür sorgen, dass es im selbstgewählten Safe-Space etwas gemütlicher wird: Frisches Wasser, vielleicht ein paar Snacks und auch Musik kann den Tieren bei der Entspannung helfen. Die Musik oder auch Naturgeräusche sollen Hunde und Katzen von dem Krach draußen ablenken. Zudem kann Kauen bei vielen Tieren Stress abbauen. Der liebste Kauknochen kann bei Gewittern also Wunder wirken.

Stehen Hunde bei Gewittern unter Stress, kann ein Kauknochen Wunder wirken. Das Kauen kann Stress abbauen.

Haustiere bei Gewitter: Besitzer sollten Ruhe ausstrahlen und alle Fenster schließen

Was Haustierbesitzer auf jeden Fall vermeiden sollten: Gut zureden. Denn das bestärkt das Tier noch in seiner Angst und trägt nicht dazu bei, Katzen oder Hunde zu beruhigen. Stattdessen sollte man darauf bedacht sein, sich möglichst normal zu verhalten und Ruhe auszustrahlen.

Um das laute Donnern draußen zu halten, sollten zudem Fenster und Türen geschlossen werden. Außerdem können die Jalousien heruntergelassen werden, dann müssen Haustiere auch die Lichtblitze nicht fürchten. Wenn Hunde und Katzen darauf reagieren, können Besitzer versuchen, mit den Tieren zu spielen, um sie abzulenken.

Gewitter in Deutschland: Hunde und Katzen mit Kleidung vor elektrostatischer Aufladung schützen

Haben die Tiere tatsächlich mit elektrostatisch aufgeladenem Fell zu kämpfen, gibt es auch dafür eine Lösung. Spezielle Mäntel oder Shirts für Hunde und Katzen können eine unangenehme Aufladung bei Gewittern verhindern. Dabei ist es aber zum einen wichtig auf die passende Größe zu achten, denn die speziellen Kleidungsstücke liegen recht eng am Tierkörper (mehr Lifehacks bei RUHR24).

Und zum anderen sollten Besitzer ihre Haustiere nicht dazu zwingen. Will der Hund oder die Katze sich partout nicht anziehen lassen, sollten es Besitzer nicht weiter versuchen. Das stresst die Tiere in der ohnehin unangenehmen Situation nur noch weiter.

Wenn wirklich gar nichts mehr geht, sollte für zukünftige Gewitter mit dem Tierarzt des Vertrauens über medikamentöse Lösungen gesprochen werden. Dabei kann auch auf pflanzliche Beruhigungsmittel zurückgegriffen werden – aber immer nur in Absprache mit dem Tierarzt.

Rubriklistenbild: © Peter Komka/dpa, Sven Hoppe/dpa, Mike Egerton/dpa; Collage: RUHR24