Autofahrer aufgepasst

Sturm- und Gewitterwarnung in NRW: Vorsicht auf den Straßen – besondere Gefahr droht

Nach großer Hitze zogen jetzt ersten Unwetter über Nordrhein-Westfalen hinweg. Gerade Autofahrer müssen dabei vorsichtig sein.

Dortmund – Während in den vergangenen Tagen die Hitze über NRW brütete, bahnt sich jetzt eine Unwetterfront an. Das birgt neue Gefahren – insbesondere für Autofahrer.

Sturm- und Gewitterwarnung in NRW: So verhalten sich Autofahrer richtig bei Wind und Regen

Während bei der extremen Hitze besonders vor dem Risiko der Dehydration gewarnt wird, sorgen Starkregen und Gewitter eher für externe Schäden: umgefallene Bäume, zerstörte Fenster, Autounfälle. Angesichts der drohenden Unwetter in NRW gab der ADAC jetzt einige Tipps raus, wie sich insbesondere Autofahrer bei Sturm verhalten sollten.

Das allgemeine Credo lautet: Tempo drosseln, runter vom Gas und vorausschauend sowie bremsbereit fahren. Wenn die äußerlichen Bedingungen schon erschwert sind, sollte nicht auch noch durch überhöhte Geschwindigkeit das Gefahrenpotenzial gesteigert werden.

Unwetter nach der Hitze: Sturm und Regen beeinflussen das Autofahren – Geschwindigkeit drosseln

Außerdem erklärt der Verein in einer Pressemitteilung: „Wird man beim Fahren von einer Böe erfasst, lässt sich bei niedrigem Tempo einfacher gegenlenken.“ Am gefährlichsten seien die Böen auf Brücken und in Waldschneisen. Auch ausgerissenen Ästen und Bäumen kann man bei gedrosseltem Tempo besser ausweichen.

Am besten ist natürlich, sich gar nicht erst in die Sturm-Gefahr in NRW zu begeben. Wer die Fahrt verschieben kann, sollte das tun oder bei der Strecke umdisponieren: „Wer vor der Fahrt weiß, dass ein Unwetter droht, sollte sich schon vor Fahrtantritt darauf einstellen und zum Beispiel bei der Routenwahl baumreiche Strecken meiden“, schreibt der ADAC. Insbesondere Fahrten mit Gespanne, Wohnmobilen, als Lkw sowie mit aufgespannten Dachboxen und Fahrrädern sollte man verschieben – sie könnten umkippen.

Risiko bei Unwetter: Aquaplaning durch Starkregen – so reagieren Autofahrer richtig

Kommt es nach der großen Hitze zu Unwetter und starkem Regen steigt auch die Gefahr von Aquaplaning. Das Risiko ließe sich an Veränderungen der Motordrehzahl und den Wassergeräuschen erkennen. „Schwimmen die Räder auf, nicht abrupt lenken und bremsen. Meist reicht es, vom Gas zu gehen.“ Der ADAC empfiehlt eine Geschwindigkeit von 80 km/h, wenn der Scheibenwischer auf der höchsten Stufe ist. Alle Tipps in der Übersicht:

  • Runter vom Gas, um bei Böen, Bäumen und Ästen besser gegenlenken beziehungsweise ausweichen zu können.
  • Vorausschauend und bremsbereit fahren.
  • Beim Überholvorgang von Lastwagen oder Bussen, ändert das Auto beim Eintauchen in den Windschatten seine Richtung.
  • Wer vor der Fahrt weiß, dass ein Unwetter droht, sollte sich schon vor Fahrtantritt darauf einstellen und zum Beispiel bei der Routenwahl baumreiche Strecken meiden oder die Fahrt verschieben.
  • Für Motorradfahrer gelten bei Sturm die gleichen Tipps wie für Autofahrer. Zusätzlich sorgt es für mehr Sicherheit, möglichst mittig auf der Fahrbahn zu fahren, damit bei plötzlichen Böen Platz nach beiden Seiten bleibt. Auch die richtige Kleidung ist vorteilhaft.
  • Aquaplaning: Frühzeitig die Geschwindigkeit verringern. Maximal 80 km/h fahren. Bei Spurrillen auf der Fahrbahn versetzt zu diesen fahren. Radio oder Musik leiser stellen. Schwimmen die Räder auf, nicht abrupt lenken und bremsen.

Von der Hitzewarnung, die inzwischen sogar bei Google Maps angezeigt wird, zur Sturm-Warnung: Kommt das Unwetter nach NRW gilt auf den Straßen Vorsicht, um nicht nur das eigene, sondern auch das Leben anderer zu schützen.

Rubriklistenbild: © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa; Collage: RUHR24

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