Verwechslungsgefahr

Leicht verwechselbares Unkraut sorgt für Gefahr in Deutschland

Ein spezielles Unkraut breitet sich aktuell in Deutschland aus. Dieses kann für viele Menschen ziemlich gefährlich werden.

Dortmund – Einige bestimmte Hausmittel können schädlich für Allergiker sein. Dasselbe gilt allerdings auch für Pflanzen. Gerade Menschen, die gerne im Garten arbeiten, sollten sich aktuell in Acht nehmen. Wer regelmäßig sein Unkraut zupft, stößt möglicherweise auf eine gefährliche Pflanze. Diese kann zu gesundheitlichen Schäden führen, weshalb Verbraucher sie auf keinen Fall ohne Handschuhe entfernen sollten.

PflanzeAmbrosia
Wissenschaftlicher NameAmbrosia artemisiifolia
Höhere KlassifizierungTraubenkräuter

Unkraut breitet sich in Deutschland aus – Ambrosia verursacht gefährliche Reaktionen

Bei dem gefürchteten Unkraut handelt es sich um die sogenannte Ambrosia, welche natürlich nicht nur in Gärten vorkommt. So findet man die Pflanze auch an brachliegenden Grünflächen, Schuttplätzen, an Straßenrändern sowie an Eisenbahnstrecken, wie mein-schoener-garten.de berichtet (mehr Rückrufe und Warnungen bei RUHR24).

Die Blätter des Unkrauts sind fiederschnittig und beiderseits grün, während die Stängel sehr behaart sind. Im Laufe des Sommers soll der Stängel die Farbe ändern und sich von grün zu rotbraun verfärben. Die Ambrosia kann mit der Zeit bis zu zwei Meter hoch wachsen. Verbraucher erkennen sie zudem an ihren starken Verzweigungen und ihrem buschartigen Aussehen, wie ages.at berichtet.

Die Ambrosia ist ein Unkraut und verursacht gesundheitliche Probleme beim Menschen.

Nach Angaben der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft besteht allerdings Verwechslungsgefahr. Denn im sogenannten Keimblattstadium ist eine Ähnlichkeit zu verschiedenen Kamille-Arten erkennbar. Im weiteren Wachstumsverlauf soll sie hingegen den sogenannten gemeinen Beifüßen ähneln. Doch im Gegensatz zu diesen Pflanzen kann die Ambrosia gefährliche Reaktionen verursachen.

Ambrosia breitet sich in Deutschland aus – Unkraut kann gesundheitsschädlich sein

Für Allergiker ist das Unkraut besonders schädlich, denn das allergene Potenzial der Ambrosiapollen soll um ein Vielfaches höher sein als bei typischen Gräserpollen. Zudem verlängert sich die Pollensaison durch das Unkraut um zwei Monate. Dies liegt an der Blütezeit, welche deutlich später stattfindet als bei den anderen Pflanzen – nämlich im August und September. Typische Symptome einer Allergie sind laut utopia.de:

  • häufiges und wiederholtes Niesen
  • Nasenjucken
  • verstopfte beziehungsweise laufende Nase
  • erschwerte Atmung durch die Nase
  • tränende, brennende und juckende Augen aufgrund einer allergisch hervorgerufenen Bindehautentzündung
  • Asthmaanfälle, die sich durch trockenen Husten, Atembeschwerden und Luftnot zeigen
  • bei Hautkontakt mit den Blättern und Stielen der Pflanze gerötete, juckende Hautstellen und Hautekzeme

Doch die Meinungen zur Pflanze sind gespalten. So sei bislang nicht bewiesen, dass es sich bei den Pollen um ein besonders starkes Allergen handle, wie der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, Karl-Christian Bergmann gegenüber der FAZ sagte.

Er ist der Meinung, dass man schlecht unterscheiden könne, auf welche Pollen die Patienten tatsächlich reagieren. Der Präsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen, Ludger Klimek, ist hingegen einer anderen Meinung und sagt: „Wir sehen immer mehr Allergiker“. Um vorzubeugen, können Verbraucher jedoch ganz einfach handeln.

Unkraut breitet sich in Deutschland aus – so wird man Ambrosia im eigenen Garten los

Damit das Unkraut dauerhaft entfernt werden kann, sollen Hobbygärtner die Pflanze mit der Wurzel aus dem Boden beseitigen – und das am besten noch vor der Blüte. Doch auch andere Pflanzen sollten Allergiker unbedingt meiden, wie 24garten.de berichtet.

Die Ambrosia ist ein Unkraut und verursacht gesundheitliche Probleme beim Menschen.

Bei der Entsorgung ist allerdings Vorsicht geboten, denn Pflanzen wie die Ambrosia sollten unbedingt im Restmüll landen und nicht im Biomüll, da die Pflanze sich durch die Kompostierung bloß noch weiter verbreiten würde.

Rubriklistenbild: © OlyaSolodenko/Imago