Verbraucherwarnung

Tulpen pflegen und anschneiden: Achtung vor giftigem Teil der Blume

Tulpen gelten als Frühlingsboten. Der Stoff Tulipanin macht die Blumen nicht ganz ungefährlich.

Dortmund – Mit einem Tulpenstrauß* holen sich viele Menschen noch im tristen Februar ein bisschen Frühling ins Haus. Aber auch im Garten* sorgt die bunte Vielfalt der Tulpen bald für große Freude. Aufgrund des giftigen Inhaltsstoffes Tulipanin kann die Freude allerdings schnell getrübt werden, wie RUHR24* berichtet.

LiliengewächseTulpen
Wissenschaftlicher NameTulipa
JahreszeitPflanzzeit: Zwischen Ende September und Ende November, Blütezeit: Ende März bis Mitte Mai
Problematischer InhaltsstoffTulipanin

Tulpen kaufen: Achtung – Blume ist nicht für jeden Haushalt geeignet

Tulpen gibt es in den verschiedensten Farben: Rot, weiß, gelb, lila oder orange. Doch die bunte Blütenpracht sollte in Sachen Giftgehalt mit Argwohn betrachtet werden. Insbesondere für Haushalte mit Hunden oder Katzen ist Vorsicht angesagt.

Denn der in Tulpen enthaltende Stoff Tulipanin ist für Katzen, Hunde und andere Haustiere giftig. Er steckt in der Blüte, den Blättern und vor allem in der Blumenzwiebel. Auch geben Tulpen die Giftstoffe an das Wasser ab. Knabbert der geliebte Vierbeiner an der Tulpe oder trinkt aus Versehen von dem Wasser aus der Vase, droht eine Vergiftung des Tieres.

Laut Öko-Test* kann sich das bei Hunden und Katzen unter anderem durch vermehrten Speichelfluss, Durchfall, Magen-Darm-Beschwerden und Erbrechen äußern. Beobachten Tierhalter, dass ihr Haustier eine Tulpe gefressen hat oder die genannten Vergiftungssymptome aufweist, sollten sie schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen.

Tulpen enthalten giftigen Stoff: Warnung für Besitzer von Hunden und Katzen

Für Tierbesitzer ist es daher keine gute Idee, einen Tulpenstrauß für die Wohnung zu kaufen. Sie sollten lieber darauf verzichten. Aber auch wenn die Saison der Tulpen Ende März im Garten beginnt, erfordert es für Hunde- und Katzenhalter besondere Vorsicht. Tiere sollten dann nicht unbeaufsichtigt im Garten sein oder beim Gassi gehen von der Leine gelassen werden.

Denn nicht nur Tulpen sind für Hunde und Katzen giftig. Auch andere Frühlingsblumen wie etwa Narzissen, Hyazinthen, Primeln oder Schneeglöckchen sind für die Tiere nicht ungefährlich*. Ebenso sollten einige Zimmerpflanzen – zum Beispiel der Weihnachtsstern* oder Amaryllis* – aufgrund der Vergiftungsgefahr nicht in Haushalten mit Tieren stehen.

Tulpen sind auch für Menschen giftig: Tulipanin kann üble Symptome auslösen

Aber auch für Menschen sind einige Schnittblumen nicht ganz unbedenklich* – so auch die Tulpe. Der Giftstoff Tulipanin kann laut Gartenjournal.net auch beim Menschen gesundheitliche Beeinträchtigungen innerlich wie äußerlich verursachen.

Tulpen enthalten einen giftigen Stoff. Beim Umgang mit den Blumen sollte man daher besser Handschuhe tragen.

Beim Umgang mit Tulpen sollte man also aufpassen. Denn unter anderem drohen bei Hautkontakt exzemartige Reizungen, Entzündungen oder aufgerissenen Hautpartien. Im Umgang mit Tulpen empfiehlt sich als das Tragen von Handschuhen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Tulpen enthalten Giftstoff: Tipps für den Umgang mit der Blume

Wer aus Versehen oder aufgrund einer Verwechslung die Tulpe oder die Tulpenzwiebel isst, muss mit Vergiftungserscheinungen rechnen. Laut Gartenjournal.net trat dieser Fall beispielsweise ein, weil Personen die Tulpen- mit der normalen Küchenzwiebel verwechselt haben. Sie sollten daher unbedingt deutlich getrennt voneinander gelagert werden.

Die Symptome einer Tulpenvergiftung können sich nämlich durch Erbrechen, Magen- und Darmbeschwerden, oder Bauchkrämpfe äußern. Bei Kontakt mit größeren Mengen Tulipanin ist sogar Atemnot bis hin zu Atemstillstand nicht auszuschließen.

Tulpen kaufen: Giftige Frühlingsblume nicht für Menschen mit Tieren oder Kindern geeignet

Doch das kommt äußerst selten vor, denn Erwachsene wissen in der Regel darüber Bescheid, keine Tulpen zu verzehren. Bei kleinen Kindern ist allerdings Vorsicht angebracht – sie stecken schnell mal etwas in den Mund.

Bei Tulpen, aber auch anderen Blumen, kann das dann üble Folgen haben. Dabei ist es jedoch weniger bedenklich, wenn die Blüten gegessen werden. Das Toxin konzentriert sich vor allem in der Zwiebel. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

 

Rubriklistenbild: © Janek Skarzynski/AFP

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