Lifehacks für frische Wäsche

Trockner stinkt: Einfache Hausmittel helfen gegen üble Gerüche

Statt frisch zu riechen, müffelt die Wäsche, wenn sie aus dem Trockner kommt? Es gibt einige Tricks, um schlechte Gerüche in der Maschine zu vermeiden.

Dortmund – Wenn man die frisch gewaschene Wäsche aus dem Trockner holt, sollte sie eigentlich flauschig sein und frisch duften. Müffelt sie stattdessen unangenehm, liegt das in der Regel am Kondenswasser. Das sammelt sich an bestimmten Stellen im Gerät und riecht mit der Zeit abgestanden. Es gibt einige Lifehacks, um die üblen Gerüche im Trockner loszuwerden.

Trockner riecht schlecht: Richtiges Reinigen beugt Gestank vor

Mit schmutziger Wäsche kommt der Trockner gar nicht in Kontakt, aber trotzdem fängt er an zu stinken? Schuld ist die Restfeuchtigkeit, die im Gerät bleibt. Was so unangenehm riecht, ist also abgestandenes Wasser, in dem sich Bakterien oder Pilze bilden.

Um die genaue Quelle zu finden, bleibt einem nichts anderes übrig, als den Wäschetrockner von oben bis unten durchzuchecken. Außerdem gibt es einige Tipps, um dem Gestank vorzubeugen.

Trockner richtig putzen: Durch abgestandenes Kondenswasser stinkt die Maschine

Am offensichtlichsten ist der Kondeswasserbehälter. Einige Trockner haben keinen direkten Abwasserabfluss. Stattdessen wird das Wasser in einer Schale gesammelt. Die sollte nach jedem Trockengang direkt ausgeleert und bestenfalls trockengewischt werden, damit nichts anfangen kann zu müffeln.

Eine weitere Gewohnheit, die man sich antrainieren sollte: Die Trocknertüre offen lassen, wenn die Maschine nicht in Gebrauch ist. Das gilt übrigens auch für die Waschmaschine.

So kann die Flüssigkeit entweichen, die sich beim Trockenvorgang in der Trommel ansammelt. Durch den Luft-Austausch kann die freigesetzte Feuchtigkeit abziehen. Ansonsten kann es schnell sein, dass sich immer mehr Wasser bildet, in dem übel riechende Bakterienkulturen entstehen.

Trockner mit Hausmittel putzen: Essig und Zitronensäure bekämpfen Bakterien

Die Trommel sollte zusätzlich regelmäßig gereinigt werden. Das verhindert Kalkablagerungen und Bakterienbildung. Als Hausmittel eignet sich zum Putzen laut dem Münchner Merkur ein Spritzer verdünntem Essig oder Zitronensäure. Diese kann man auf ein feuchtes Tuch geben und damit die Trommel auswischen. Anschließend mit klarem Wasser nachspülen.

Dabei gilt besondere Aufmerksamkeit der Feuchtigkeitssensoren. Sie sollten vorsichtig sauber gemacht werden, damit sie nicht kaputtgehen. Nur so können sie weiterhin verlässlich erkennen, wann die Wäsche trocken ist.

Im häufigsten Falle befinden sich die Feuchtigkeitssensoren in den Trommelrippen des Wäschetrockners. Je nach Modell lässt sich das spezifisch in der Gebrauchsanweisung nachlesen.

Auch das Flusensieb ist eine Schwachstelle für schlechte Gerüche im Trockner. Es sollte nach jeder Anwendung gereinigt werden.

Wäsche aus dem Trockner riecht schlecht: Es muss nicht am Kondenswasser liegen

Eine weitere Schwachstelle für schlechte Gerüche ist die Kondenseinheit oder der Wärmetauscher. Die gibt es bei Kondens- und Wärmepumpentrocknern. Dort können sich mit der Zeit Fusseln ansammeln, die anfangen zu stinken.

Deshalb sollte die Einheit am besten alle drei Monate gesäubert werden. Oft kann man sie sogar aus dem Trockner herausnehmen und dann unter fließendem Wasser abspülen (mehr Lifehacks bei RUHR24).

Bei Ablufttrocknern ist es wichtig, etwa alle drei Monate den Abluftschlauch zu kontrollieren. Auch hier können sich Ablagerungen bilden, die sich mit lauwarmen Wasser reinigen lassen, schreibt Utopia.de. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass der Abluftschlauch etwas nach unten geneigt ist, sodass mögliches Kondenswasser abfließen kann und nicht zurück in die Maschine läuft.

Trockner richtig sauber machen: Fasern und Bakterien entfernen gegen schlechte Gerüche

Auch im Flusensieb können sich Flusen ansammeln. Zwischen Fasern und Schmutz bilden sich darin schnell schlecht riechende Bakterien. Das Sieb sollte deshalb nach jedem Trocknen geleert werden. Wird das einmal vergessen, ist das nicht weiter schlimm.

Aber umso länger man wartet, desto schwächer ist die Leistung des Wäschetrockners. Im schlimmsten Fall kann ein überfülltes Flusensieb sogar Feuer fangen, schreibt die Zeitschrift Für Sie. Die Flusen erwärmen sich bei jedem Trockengang und die Hitze staut sich. Dadurch entsteht die Gefahr, dass ein Brand entsteht.

Übrigens muss die Wäsche im Winter nicht automatisch in den Trockner, auch bei niedrigen Temperaturen lässt sie sich problemlos im Freien an der frischen Luft trocknen.

Rubriklistenbild: © Johan Ben Azzouz/picture alliance

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