Gefahr für Wurzeln

Trauermücken loswerden: Pflanzen-Schädlinge einfach vertreiben

Pflanzen und Trauermücke
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Trauermücken können zur echten Plage werden. Aber es gibt Mittel und Wege sie zu bekämpfen.

Sie sind winzig und eigentlich ungefährlich für den Menschen: Trauermücken. Und dennoch können sie gefährlich werden. Denn sie fressen die Wurzeln unserer Pflanzen.

Dortmund – Es ist der ganze Stolz vieler Pfanzenmütter und -väter: der eigene Urban Jungle in der Wohnung. Grün wohin das Auge blickt. Doch ein winziges Tierchen kann diese Freude sehr schnell trüben. Ist die Trauermücke eingezogen, muss schnell gehandelt werden.

InsektTrauermücke
OrdnungZweiflügler (Diptera)
FamilieTrauermücken

Trauermücken in Zimmerpflanzen: Für den Mensch ungefährlich – für die Pflanze nicht

Sie sind winzig klein und für den Menschen eigentlich ungefährlich. Dennoch können die ein bis sieben Millimeter kleinen Fliegen die Stimmung von Pflanzenfreunden schnell auf den Tiefpunkt bringen. Sind sie erst einmal eingezogen, ist es schwer, sie wieder loszuwerden.

Trauermücken bevorzugen laut Umwelt Bundesamt besonders feuchte Lebensräume: Wälder, Moore, Feuchtwiesen, Gewächshäuser – und eben auch feuchte Blumenerde. Dort legen die kleinen Fliegen ihre Eier ab. Entwickeln sich die Larven, ernähren diese sich von der Erde und eben auch von den Wurzeln der Pflanze, an der wir uns eigentlich so erfreuen.

Sind sie ausgewachsen, leben die Trauermücken lediglich etwa fünf Tage. In der Zeit paaren sie sich, legen wieder Eier in die kostbare Blumenerde und nehmen selbst keine Nahrung mehr auf. Während ihres kurzen Lebens tänzeln sie ständig um die Pflanze umher, aus deren Erde sie geschlüpft sind.

Die Trauermücke kann Pflanzenfreunden den letzten Nerv kosten. Aber es gibt Möglichkeiten, sie zu bekämpfen.

Trauermücken fressen die Wurzeln unserer Topfpflanzen – Handeln ist angesagt

So weit – so nervig. Wie gesagt, die Trauermücken sind für Menschen nicht schädlich (auch wenn sie Mücken heißen – sie stechen nicht) und wenn sie nur friedlich um unsere Pflanzen herumfliegen würden, wäre das Problem wahrscheinlich auch kein großes. Aber: Wenn die winzigen Larven geschlüpft sind, ernähren sie sich von den Wurzeln unserer hübschen Pflanzen. Das kann zur echten Gefahr für Topfpflanzen werden.

Natürliche Feinde wie Spinnen, Vögel und Raubinsekten fehlen in Wohnräumen und Gärtnereien weitestgehend. Somit können sich die Fliegen ungehindert ausbreiten. Im Gegensatz zu „normalen“ Mücken, die von manchen Pflanzenarten vertrieben werden, lässt sich die Trauermücke davon nicht beeindrucken. Noch bevor also das Horrorszenario eintritt und alle Topfpflanzen in der Wohnung von den Trauermücken vereinnahmt sind, sollten Pflanzenbesitzer und -besitzerinnen handeln.

Trauermücken zu Hause bekämpfen: Einfache Tricks können schnell helfen

Wenn die Topfpflanze nicht allzu empfindlich auf etwas Trockenheit reagiert, empfiehlt sich zunächst einen Gießstop einzulegen und die Erde austrocknen zulassen. Außerdem kann helfen:

  • Gelbtafeln: Das Bundesumweltamt rät zum Kauf von sogenannten Gelbtafeln. Die machen ihrem Namen alle Ehre und sind gelbe Tafeln, die in die Blumenerde gesteckt werden können. Gelbmücken fühlen sich von der gelben Farbe angezogen und bleiben auf der Oberfläche der Tafel kleben. Sie helfen schnell, können allerdings gegen bereits gelegte Eier in der Erde nichts ausrichten.
  • Streichhölzer: Gegen Larven, die bereits durch Erde und Wurzeln fressen, sollen laut NDR Streichhölzer helfen. Sie werden kopfüber in die Erde gesteckt. Mit dem Gießwasser lösen sich die Schwefel-Bestandteile auf, verteilen sich in der Erde und töten die Larven ab.
  • Quarzsand: Wird Sand auf der Blumenerde verteil, hat die Trauermücke keine Chance mehr ihre Eier zu legen. Dazu sollte der Sand wirklich flächendeckend und etwa einen Zentimeter dick verteilt werden. Den Pflanzen schadet das nicht.
  • Nematoden: Eine Möglichkeit die Larven in der Erde abzutöten sind Nematoden. Sie töten die Larven der Trauermücke. Das weiße Pulver wird in Wasser aufgelöst, mit dem Gießwasser vermischt und über die Pflanzenerde gegeben. Nach zwei bis drei Wochen sollte sich das Problem erledigt haben.

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Trauermücken lieben es feucht – Pflanzen besser etwas weniger gießen

Generell sollten Hobbygärtner und -gärtnerinnen darauf achten, ihre Pflanzen nicht zu stark zu gießen. Lieber mehrmals in der Woche, aber dafür etwas weniger. Die Erde sollte die Chance haben, trocknen zu können.

Wird zu viel gegossen kann sich auch Schimmel bilden. Ist das der Fall, sollte die Erde der Pflanze ausgetasucht werden.

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