Fertigprodukte im Vergleich

Tomatensoße bei Öko-Test: Testsieger für weniger als 1 Euro – trotz Kritik

Tomatensoße zur Pasta ist für Jung und Alt vermutlich der Klassiker schlechthin. Die Überprüfung von Öko-Test zeigt allerdings große Mängel auf.

Deutschland – Spaghetti mit Tomatensoße steht wohl bei vielen Haushalten gerne auf dem Speiseplan. Auch bei selbstgemachter Pizza ist die rote Grundierung unverzichtbar. Wenn es schnell gehen muss, hilft der Griff zur bereits fertigen Soße aus dem Glas oder dem Tetra Pack, wie RUHR24 berichtet. Doch bei der Auswahl unter den Produkten gibt es große Unterschiede, hat Öko-Test nun herausgefunden.

VerbrauchermagazinÖko-Test
Erstausgabe1985
Erscheinungsweisemonatlich

Tomatensoße bei Öko-Test: Zahlreiche Top-Marken fallen durch – Discounter-Produkte überzeugen

Es ist eines der wohl einfachsten Rezepte – und sogar nützlich. Denn das Nudelwasser sollte man nicht einfach wegschütten, sondern als „Geheimwaffe“ unter den Haushaltsmitteln weiter benutzen. Ist der Hunger groß oder die Zeit knapp, braucht es keine selbstgemachte Soße zu der Pasta zu sein.

Aber aufgepasst: Bei der Überprüfung von Öko-Test weisen einige Produkte Mängel auf. Dafür bieten viele Eigenmarken von Discountern und Supermärkten eine günstige Alternative zur Bio-Ware.

Tomatensoße im Test: Drei Produkte sind laut Öko-Test „sehr gut“

Insgesamt 21 verschiedene Produkte haben sich die Experten im Hinblick auf Sensorik, Inhaltsstoffe und Herkunft angeschaut – mit überraschendem Ergebnis. Denn ein teurer Preis muss nicht automatisch auch besonders gute Qualität bedeuten.

Trotzdem haben es drei Bio-Tomatensoßen mit dem Gesamturteil „sehr gut“ an die Spitze geschafft. Dazu gehört die La Selva Pomodoro al basilico Soße für 2,22 Euro pro 400 Gramm. Die Zutaten sind nach Einschätzung der Tester unbedenklich und die Tomaten stammen aus der Heimat der Pasta – Italien.

Auch bei der Sensorik kann die Bio-Tomatensoße punkten. Einziges Manko: Bei der Untersuchung wurden Spuren von sogenannten Alternariatoxinen gefunden. Das sind Schimmelpilze mit schwarzen Verfärbungen, die sowohl in pflanzlichen Lebensmitteln, wie Getreide, als auch in Obst und Gemüse vorkommen können, erklärt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Alternariatoxine eine gesundheitsschädliche Wirkung haben.

Öko-Test prüft Tomatensoße: Discounter-Produkt als Alternative zu Testsiegern

Ein sehr ähnliches Ergebnis zu La Selva Pomodoro al basilico hat die Rapunzel Toskana Tomatensauce bei der Überprüfung von Öko-Test erhalten. Mit 2,34 Euro pro 400 Gramm ist das Bio-Produkt allerdings teurer als die Vergleichsware. Doch auch einige Produkte von Discountern und Supermärkten können nahezu mit den teuren Varianten mithalten.

So schafft es die Cucina Nobile Pasta-Sauce Basilico von Discounter Aldi immerhin zu dem Gesamturteil „gut“. Punktabzug gibt es für einen erhöhten Salzgehalt. Wen dies nicht stört, der hat mit einem Preis von 75 Cent pro 400 Gramm eine äußerst preiswerte Alternative zu der Bio-Ware und Top-Marken (weitere Testberichte bei RUHR24).

Tomatensoße aus der Flasche muss laut Öko-Test nicht teuer sein.

Einige bekannte Produkte von Alnatura, Drogeriemarkt dm, Rossmann und anderen Top-Marken wie Oro di Parma oder Barilla kassieren hingegen miese Ergebnisse im Tomatensoßen-Test.

Geld beim Einkauf im Discounter oder Supermarkt zu sparen, kann also zumindest in Bezug auf Tomatensoße sinnvoll sein. Alle Testergebnisse zu den Tomatensoßen gibt es bei Öko-Test (Bezahlartikel). Bei der Überprüfung von Nudeln fällt das Ergebnis von Öko-Test allerdings anders aus: Drei günstige Discounter-Produkte gehören zu den klaren Verlierern.

Tomatensoße für Pasta und Pizza: Klassiker mit Rezept ganz leicht selbst zubereiten

Wer beim Kochen sicher gehen will, dass die Qualität der Zutaten stimmt, kann Pasta und Tomatensoße selbst zubereiten. Während die Herstellung von Nudeln aber einiger Arbeitsschritte bedarf, ist die Zubereitung der Soße laut Apotheken Umschau mit wenigen Zutaten recht unkompliziert umzusetzen.

  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1 große Dose geschälte Tomaten (800 g)
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Prise Zucker
  • Rosmarin
  • Oregano
  • Basilikumblättchen

Zunächst Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und sehr klein hacken. Anschließend die beiden Zutaten für fünf Minuten in Öl andünsten und das Tomatenmark hinzufügen. Nun die Tomaten inklusive des enthaltenen Saftes zugeben und mithilfe eines Kochlöffels etwas zerdrücken.

Dann 250 Milliliter Wasser hinzufügen und mit Gewürzen abschmecken. Rosmarin, Oregano und frisch geerntete Blätter Basilikum eignen sich beispielsweise zum Abrunden des Geschmacks. Dazu dürfen Salz, Pfeffer und Zucker nicht fehlen.

Rubriklistenbild: © robertkalb photographien/Imago; ÖKO-TEST; Collage: Sabrina Wagner/RUHR24

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