Lifehacks für Garten und Balkon

Tomaten wachsen nicht? Zwei Hausmittel schaffen Abhilfe

Tomaten sind nicht nur als Ketchup beliebt, sondern auch als frisches Gemüse. Für Wachstum und Ernte der Pflanze gibt es wichtige Tipps.

Deutschland – Egal, ob pur zu Mozzarella oder als Soße auf Spaghetti und Pizza – Tomaten erfreuen sich großer Beliebtheit und finden daher häufig den Weg in den heimischen Garten oder auf den Balkon. Umso ärgerlicher ist es, wenn die Pflanze nicht wachsen möchte. Doch zwei Hausmittel schaffen Abhilfe.

PflanzeTomate
Wissenschaftlicher NameSolanum lycopersicum
FamilieNachtschattengewächse (Solanaceae)
OrdnungNachtschattenartige (Solanales)

Tomaten wachsen nicht – selbstgemachter Dünger aus Hausmittel hilft der Pflanze

Wer selber Tomaten ernten möchte, steht nicht selten vor Problemen. Während ein einfacher Trick mit den richtigen Temperaturen dafür sorgt, dass Tomaten nachträglich rot werden, helfen beim Gedeihen zwei Backzutaten: Zucker und Hefe. Diese Zutaten als Gemisch lassen sich bei dem Gemüse als eine Art Dünger im Garten verwenden.

Für den selbstgemachten Dünger wird zudem lauwarmes Wasser benötigt. Dieses muss nicht frisch aus dem Wasserhahn kommen, sondern auch Kartoffelwasser braucht man nicht wegkippen, sondern kann die Flüssigkeit als Zutat nutzen. Alternativ soll die Herstellung auch mit Regenwasser gelingen.

  • 1 Liter lauwarmes Wasser
  • 10 Gramm Backhefe
  • 20 Gramm Zucker

Chemischen Dünger im Garten ersetzen – zwei Hausmittel wirken Wunder bei Tomaten-Pflanzen

Je nachdem, ob man frische Hefe oder Trockenhefe verwendet, unterscheidet sich die Prozedur ein wenig. Denn Trockenhefe sollte zunächst in heißem Wasser aufgelöst werden, bevor man die weiteren Zutaten in einem Eimer hinzufügt.

Für die Herstellung des selbstgemachten Düngers für Pflanzen kann abgelaufene Hefe durch die entstandenen Inhaltsstoffe besonders nützlich sein. Anschließend die angerührte oder frische Hefe mit Zucker mischen und das lauwarme Wasser hinzugeben. Schließlich die Bestandteile sorgfältig miteinander vermengen.

Dünger für Tomaten aus Zucker und Hefe – so klappt das Wachstum der Pflanze

Achtung: Den angerührten Dünger nicht direkt auf die Tomatenpflanze geben, sondern zunächst noch ziehen lassen. Denn der Energiestoffwechsel der Hefe, die aus unzähligen winzigen Pilzen besteht, wird durch den Zucker aktiviert – und das braucht Zeit. Insgesamt eine Woche Wartezeit empfiehlt das Portal Chip, bevor man die Lösung mit dem Gießwasser vermischt. Ein Liter des Gemischs sollen demnach für zehn Liter Gießwasser reichen.

Durch die Hinzugabe der Mischung auf die Blumenerde der Tomate sollte dann das Wachstum angeregt werden. Das liegt an den Inhaltsstoffen. Der Zucker an sich enthält zwar keine wichtigen Nährstoffe für die Tomate selbst.

Doch nach Angaben des Verbraucherportals Chip sorgt die Backzutat dafür, dass Bakterien im Boden die Erde schneller zersetzen. Dadurch werden wiederum Stickstoff und Mineralien produziert, die das Wachstum der Pflanze unterstützen.

Tomaten im Garten oder auf dem Balkon anbauen – Standort, Boden und Bewässerung müssen stimmen

Die Milliarden Hefepilze arbeiten wiederum besonders gut mit den Bakterien und Mikroorganismen aus der Pflanzenerde zusammen und sorgen dadurch für eine schnellere Zersetzung der Erde und für mehr Stickstoff und Mineralstoffe im Boden. Außerdem sind in der Hefe Eiweiße und Vitamine enthalten.

Neben dem Düngen spielen auch Pflege und Standort der Tomatenpflanze eine entscheidende Rolle. Denn obwohl sie zur Familie der Nachtschattengewächse gehört, liebt sie einen Platz, an dem es tagsüber möglichst sonnig ist. Insgesamt sollte der Standort windgeschützt und sonnig sein.

Tomaten wachsen im Garten und auf dem Balkon bei den passenden Bedingungen.

Bei der Wasserversorgung kommt es auf die Außentemperaturen und den Zustand der Pflanze an. So kann es sein, dass sie bei großer Hitze im Sommer zweimal täglich gegossen werden müssen. Aber aufgepasst: Sobald die Tomaten anfangen, zu reifen, sollte nach Angaben des NDR auch weniger Wasser ausreichen.

Für die optimale Versorgung hilft nicht nur das richtige Gießen, sondern auch ein Boden, der aus Kompost, Brennnesseljauche oder Pferdemist besteht. Darauf können die Tomaten besonders gut gedeihen, denn sie sind sogenannte Starkzehrer. Das bedeutet, dass sie dem Boden, auf dem sie wachsen, viele Nährstoffe entziehen.

Rubriklistenbild: © imagebroker/Imago; Shotshop/Imago; Collage: Sabrina Wagner/RUHR24

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