Auch Gastronomie betroffen

Rückruf von Tomaten: Warnung vor gefährlicher Reaktion beim Erhitzen

Tomaten aus der Dose sind aktuell von einem Rückruf betroffen. Kunden sollten genau hinsehen, denn beim Erhitzen der Tomaten-Soße droht möglicherweise eine chemische Reaktion.

Dortmund/Oberhaching – Es schadet nie, Tomaten aus der Dose zu Hause zu haben. Schnell ist damit eine leckere Tomatensuppe gezaubert – aber auch für Pizza und Pasta sind sie essenziell. Aktuell sind sogenannte Pizza-Tomaten aus der Dose allerdings von einem Rückruf betroffen. Ein Blick in den Vorratsschrank ist daher ratsam.

Rückruf von diesem ProduktADRIA Pizza-Tomaten (Polpa di Pomodoro)
HerstellerPaul M. Müller GmbH
Mindesthaltbarkeitsdatum\t31.08.2022

Aktueller Rückruf: Tomaten aus der Dose der Paul M. Müller GmbH betroffen

Konkret ist ein Produkt der Paul M. Müller GmbH von dem Rückruf betroffen. Das Unternehmen, das sich auf den Vertrieb von Konservendosen spezialisiert hat, informierte bereits am Freitag (18. Juni) über einen möglichen Produktionsfehler bei einem ihrer Produkte.

Im Rahmen von Qualitätskontrollen wurden bei ADRIA Pizza-Tomaten (Polpa di Pomodoro) Lackablösungen im Inneren der Dose gefunden. Das Problem ist nicht nur, dass Lack prinzipiell nichts in Lebensmitteln zu suchen hat, sondern auch, dass es möglicherweise zu chemischen Reaktionen kommen kann, wenn die Tomaten erhitzt werden (mehr Rückrufe und Warnungen bei RUHR24).

Zuletzt hatte Öko-Test passierte Tomaten aus der Dose genauer untersucht und Schockierendes festgestellt. In jedem fünften Produkt wurden Schimmelpilzgifte gefunden. Die Paul M. Müller GmbH gibt selbst an, die Qualitätsstandards ihrer Produkte regelmäßig in einem eigenen Labor zu überprüfen und bei Fehlern sofort zu reagieren – so wie in dem Fall der Tomatensoße aus der Dose. Die von dem Rückruf betroffene Charge wurde nach eigenen Angaben umgehend aus dem Verkauf genommen.

Rückrufaktion: Tomaten aus der Dose könnten Lack enthalten – chemische Reaktion droht

Wie die Paul M. Müller GmbH, mit Sitz im bayrischen Oberhaching, erklärt, ist von dem aktuellen Rückruf folgendes Produkt betroffen:

  • Produkt: ADRIA Pizza-Tomaten (Polpa di Pomodoro)
  • Inhalt: 4250 ml
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 31.08.2022
  • Charge: SI LJ 240
  • EAN (GTIN): 4 003735 770367
Aktuell sind diese Pizza-Tomaten aus der Dose von einem Rückruf betroffen. Kunden sollten genau hinsehen.

Der Konserven-Hersteller weist darauf hin, dass die Chargennummer auf dem Deckel oder dem Boden der Pizza-Tomaten zu finden ist. Weitere Dosen sowie Pizza-Tomaten mit anderen Mindesthaltbarkeitsdaten oder Chargennummern seien außerdem von dem Produktionsfehler nicht betroffen, heißt es in der Mitteilung. Wie hna.de* berichtet, ist aktuell nicht nur ein Tomaten-Produkt von einem Rückruf betroffen, sondern auch Salami.

Pizza-Tomaten aus der Dose von Rückruf betroffen: Kunden und Großhandel betroffen

Manch einer wird sich nun über die Größe der Pizza-Tomaten wundern. Und der Otto Normalverbraucher hat wahrscheinlich selten eine Konserve mit 4250 ml Tomatensoße zu Hause. Das liegt mitunter daran, dass die Firma zwar auch Lebensmittelgeschäfte wie Edeka oder Rewe beliefert, aber auch Gastronomie, Kantinen und den Großhandel.

Bleibt zu hoffen, dass auch diese Betriebe ihre Vorratsschränke einmal genau überprüfen. Denn wie die Paul M. Müller GmbH mitteilte, kann es beim Erhitzen den Dosen Tomaten nicht nur zu einer thermischen Reaktion kommen, sondern auch eine Gesundheitsgefährung ist nicht auszuschließen.

Kunden, die von dem Rückruf betroffen sind, können die Adria Pizza-Tomaten im jeweiligen Geschäft zurückgeben. Sie sollten den Kaufpreis auch ohne Vorlage des Kassenbons normalerweise erstattet bekommen. *Hna ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Robert Kneschke/dpa, Collage: RUHR24

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