Gesundheitsgefahr beim Frühstück

Toast im Öko-Test: Ergebnis schockiert - Warnung vor gefährlichem Stoff in Produkten

Öko-Test hat Toasts unter die Lupe genommen. Das erschreckende Ergebnis: Bekannte Marken enthalten zum Teil gesundheitsgefährdende Stoffe.

Nordrhein-Westfalen – Für manche geht am Morgen nichts ohne eine Scheibe goldenen Toasts mit weicher Butter. Öko-Test hat verschiedene Toasts und toastähnliche Produkte unter die Lupe genommen und verglichen.

Toast bei Öko-Test: Gefährlicher Stoff in Produkten – Experten warnen vor Gesundheitsgefahr

Insgesamt wurden 20 verschiedene Toast-Produkte getestet. Darunter waren vor allem Vollkorntoasts und auch Dinkelbrote zum Toasten. Pro 500 Gramm kosten die Testprodukte zwischen 57 Cent und 3,49 Euro. Und so hat Öko-Test geprüft: Im Labor wurde untersucht, ob sich in den Toasts Gifte, Pestizide oder Mineralöl befindet. Aber auch im Geschmack wurden alle Produkte miteinander verglichen.

Das Schlimme an Mineralöl in Lebensmitteln ist, dass sie sich im Körper nach dem Verzehr anreichern. Das bedeutet: Das Mineralöl gelangt in die Organe und kann krebserregend sein. Daher ist es logisch, dass so wenig Mineralöl wie möglich in unseren Lebensmitteln stecken sollte.

Öko-Test: 20 verschiedene Toasts im Test - krebserregende Stoffe in mehreren Produkten

Was viele nicht wissen: Wenn Toast getoastet wird, kann krebserregendes Acrylamid entstehen. Um die Produkte auf diesen Stoff zu testen, wurden sie bei mittlerer Stufe getoastet und auf den Acrylamidgehalt geprüft. Zudem wollte Öko-Test wissen, wie gut die Brote gekennzeichnet wurden.

Insgesamt haben acht Toastbrote den Test mit „sehr gut“ bestanden. Dazu gehören auch zwei bekannte Marken. Zwei Produkte dagegen fallen bei Öko-Test, die zuletzt auch Seifen getestet haben, komplett durch. Besonders Bio-Produkte schneiden in diesem Test eher schlecht ab.

Acht Toasts belastet: Öko-Test findet Mineralöl und Acrylamid in Broten

Grund dafür sollen laut Öko-Test zu hohe Acrylamidwerte, Mineralölwerte und Salz sein. Beim Mineralöl-Test wurden insgesamt acht Toastbrote gefunden, die belastet waren. Zwei Sorten sollen sogar so hoch belastet sein, dass sie deswegen durchfallen. Genaue Infos gibt es bei Öko-Test (Bezahlartikel).

Das sind die Gewinner im großen Toast-Test von Öko-Test:

  • Golden Toast Vollkorn Toast von Lieken
  • Grafschafter Vollkorn Toast von Lidl
  • Harry Vollkorn Toast von Harry-Brot

Öko-Test forschte bei einigen Herstellern nach, woher die höhere Mineralöl-Belastung kommt. Bei einem Anbieter stellte sich heraus, dass bei der Produktion eine Maschine ein Schmierfett nutzt, welches solch ein Öl enthält. So gelangt das Mineralöl in das Toastbrot. Der Hersteller soll Mitte November den Fehler behoben haben, wie Öko-Test in dem Artikel (Bezahlartikel) schreibt.

Öko-Test: 20 verschiedene Toasts im Test – krebserregende Stoffe in mehreren Produkten

Neben dem Mineralöl-Problem sieht Öko-Test die hohen Acrylamidwerte als kritisch an. Wer Toast ungetoastet isst, hat bei keinem der Produkte zu hohe Werte des Stoffes zu befürchten. Denn Acrylamid entsteht erst beim Rösten des Brotes. Dabei soll es davon abhängen, wie viel Zucker und Asparagin im Toast ist. Asparagin ist eine in Getreide vorkommende Aminosäure.

Um auf Nummer sicher zu gehen, können Verbraucher das Brot weniger rösten. Je dunkler der Toast wird, desto mehr Acrylamid bildet sich. Acrylamid ist dafür bekannt, im Körper für ein erhöhtes Krebsrisiko zu sorgen.

Toast bei Öko-Test: Alle Brote bestehen den Geschmackstest

Im finalen Geschmackstest durften geschulte Sensoriker die Toastbrote auf ihr Aussehen, ihren Geruch, den Geschmack und das Mundgefühl testen. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass sich die Marken und Produkte untereinander nicht weit unterscheiden. Jedes Produkt würde das „toasttypische Aroma“ aufweisen. Damit schneiden alle Toasts beim Geschmack mit „sehr gut“ ab.

Rubriklistenbild: © Hans Wiedl/dpa; Collage: RUHR24

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