Flirten trotz Kontaktbeschränkung

Corona-Lockdown: Tinder reagiert - was es mit der neuen Video-Funktion auf sich hat

Dank einer neuen Funktion bei Tinder müssen Flirtwillige trotz Kontaktbeschränkung nicht länger auf Dates verzichten. So funktioniert‘s:

Nordrhein-Westfalen – Damit in Zeiten von Coronavirus, Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen niemand aufs Flirten verzichten muss, hatte Tinder bereits zu Beginn der Pandemie angekündigt, ein neues Feature einführen zu wollen. Nun – passend zum zweiten Lockdown – ist es so weit. Beim beliebten Datingportal ist ab sofort eine Videochat-Funktion verfügbar.

Mobile-Dating-AppTinder
Erstveröffentlichungsdatum: 12. September 2012
Entwickler: InterActiveCorp
Zweck:Menschen kennenlernen, Flirts, unverbindliche Liebschaften ausmachen, Partner/in finden

Tinder startet Videochat-Funktion passend zum zweiten Corona-Lockdown

Nicht nur dass während des Lockdowns Restaurants, Cafes und somit auch Orte für ein erstes Date geschlossen sind, reduzieren viele Menschen aufgrund von Corona derzeit ihre Kontakte auf ein Minimum. Das ist auch gut so. Für Singles oder Flirtwillige ist das allerdings nicht immer einfach.

Mit der neuen Videochat-Funktion will Tinder nun Abhilfe schaffen und zumindest einen kleinen Ersatz für echte Dates schaffen. Bereits seit Juli wird das neue Feature schon in ausgewählten Ländern wie den USA, in Brasilien oder Frankreich getestet, wie es in einer Mitteilung von Tinder heißt.

Video-Chat bei Tinder kommt laut einer Umfrage gut an

Mit Erfolg. Einer unternehmensinternen Umfrage zufolge hatte bereits die Hälfte aller Nutzer in den USA bereits ein Video-Date. Kein Wunder also, dass Tinder die Face-to-Face-Funktion nun weltweit zur Verfügung stellt. Seit dem 27. Oktober – und somit zeitlich passend zum zweiten Corona-Lockdown – können also auch Tinder-Nutzer aus Deutschland ein erstes virtuelles Date per Video haben.

Im Gegensatz zu dem üblichen Profil von Tinder, ist die Dating-Plattform dabei allerdings ein regelrechter Spätzünder. Anbieter WhatsApp, Facebook oder Google hatten bereits zu Beginn der Coronavirus-Krise ihre Messenger aufgerüstet und Video-Funktionen eingerichtet.

Tinder will keine Regelverstöße bei neuer Videochat-Funktion dulden

Dass Tinder dafür etwas länger gebraucht hat, mag mitunter an den hohen Sicherheits- und Verhaltensregeln liegen, die das Liebesportal garantieren wollte. So teilte Tinder im Juli mit: „Wir legen bei allem, was wir tun, Wert auf Sicherheit und verstehen, dass es ein gewisses Maß an Kontrolle und Komfort erfordert, sich dort hinzustellen und neue Leute kennenzulernen.“

Und weiter: „Deshalb haben wir unsere Funktion mit einigen durchdachten Verbesserungen erstellt, die sie von Ihrem typischen Videoerlebnis abheben. Und nein, Sie müssen sich keine Sorgen um unerwünschte Anrufe machen.“ Nacktheit, sexuelle Inhalte oder Gewaltszenen sollen als bei der neuen Funktion nicht geduldet werden (mehr Service-Themen bei RUHR24.de)

Tinder: User müssen Grundregeln für Videochat zustimmen

Um das zu garantieren, müssen Tinder-User vor dem ersten Video-Date den Grundregeln zustimmen. Außerdem müssen beide Flirt-Kandidaten die Videochat-Funktion freischalten, bevor es losgehen kann.

Nur wenn beide Seiten zustimmen, kann der Videochat bei Tinder starten.

Auch kann die Face-to-Face-Option von Match zu Match aktiviert oder ausgeschaltet werden. So soll man unliebsame Video-Calls vermeiden und nur dann sein Gegenüber sehen können, wenn man sich auch danach fühlt. Für Sicherheit ist laut Tinder also gesorgt. Aber wie funktioniert die Videochat-Funktion eigentlich?

Videochat bei Tinder ab sofort: So funktioniert die neue Funktion

Um das virtuelle Date starten zu können, gibt es einige Voraussetzungen. So ist die Video-Funktion beispielsweise nur mit einem Match möglich. Auch benötigen beide Seiten die aktuelle Version von Tinder auf ihrem Handy, um das amouröse Abenteuer per Video starten zu können. So geht‘s:

  • In der Chat-Ansicht ist oben rechts ein Video-Symbol zu sehen. Läuft das Gespräch und man ist interessiert daran, sein Gegenüber nun endlich auch persönlich zu sehen, tippt man auf das Video-Zeichen.
  • Damit signalisiert man dem Match ein einer Face-to-Face-Begegnung interessiert zu sein. Aber erst wenn auch der Dating-Partner einem Video-Chat zustimmt, kann es losgehen und einem Kennenlernen per Video steht nichts mehr im Wege. Aufregend, oder?
  • Das Video-Date findet als Splitscreen statt, sodass man immer sehen kann, was sein Gegenüber gerade so macht und wie man selbst auf dem Bildschirm des Dates wirkt – man will ja schließlich gut aussehen beim ersten Date.
  • Im Anschluss an das Gespräch kann man das Tinder-Date bewerten. Auch unangenehme Situationen können dann gemeldet werden.

Damit auch nach dem Date kein Unfug getrieben wird, ist es nicht möglich ein Screenshot oder eine Aufzeichnung von der Video-Unterhaltung zu machen. Ist der Funke virtuell allerdings übergesprungen, kann man die Video-Funktion einfach aktiviert lassen und sich direkt fürs nächste virtuelle Date verabreden – solange bis ein Treffen im Real Life wieder möglich ist.

Rubriklistenbild: © Vodafone, Franziska Kraufmann/dpa, Collage: RUHR24.de