Mehr Schutz für User

Tinder-App: Neue Funktion kommt noch 2021 - doch es droht Ärger

Die Dating-App Tinder auf einem Smartphone
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Nutzer der Dating-App Tinder erwartet dieses Jahr eine neue Funktion. Sie soll das Online-Dating sicherer machen. Einige könnte die Neuerung jedoch abschrecken.

Dortmund - Neue Bekanntschaften machen, auf Dates gehen oder sich sogar verlieben – Tinder bietet seinen Nutzern die Möglichkeit, diese Dinge schnell und über kurze Wege auszuprobieren. Bald soll es außerdem eine Erweiterung bei der Dating-App geben. Ob diese jedem gefällt?

Mobile-Dating-AppTinder
Erschienen15. September 2012
MutterkonzernMatch Group (Dallas, USA)

Die Dating-App Tinder: Online trotz Corona-Pandemie neue Bekanntschaften machen

Ein „Wisch“ nach links, wenn einem das angezeigte Tinder-Bild eines Nutzers nicht so gut gefällt. Oder ein „Wisch“ nach rechts, wenn man die Person auf dem Foto näher kennenlernen möchte. Sieht die andere Person dies genauso, hat man schon ein sogenanntes „Match“. So einfach ist das Prinzip der beliebten App Tinder.

Das Thema Online-Dating existiert nicht erst seit gestern. Und Tinder hat sich auch in der Corona-Pandemie eine neue Funktion einfallen lassen, um seine Nutzer bei der Stange zu halten. Per Videochat können sich die User der App auch während der immer noch geltenden Kontaktbeschränkungen auf ein „Date“ treffen.

Video: Dating während Corona: Tinder führt Video-Chat ein

Mega-Neuerung bei Tinder: Nutzer vor Gefahren beim Online-Dating schützen

Jetzt gab der Tinder-Mutterkonzern, die Match Group, eine weitere Neuerung bekannt. Sie soll die Nutzer vor Gefahren beim Online-Dating schützen, wie Heise Online berichtet. So plane das US-Unternehmen sowohl für Tinder als auch für die Dating-App Match künftig einen Hintergrundcheck der Nutzer anzubieten.

Über diese Funktion sollen die User dann etwa Informationen über frühere Verbrechen des Gegenübers bekommen. Singles und Flirtwillige, die sich über Tinder mit einer ihnen zunächst unbekannten Person verabreden, hätten so mehr Schutz. Durch das Aussieben von Straftätern könne die Sicherheit der Nutzer erhöht werden, verkündete die Match Group (mehr digitale News auf RUHR24.de).

Tinder-App mit neuer Funktion: Hintergrundcheck soll in den USA getestet werden

Denn Online-Dating birgt durchaus Gefahren. Erst im vergangenen Jahr fügten die Entwickler der Tinder-App in den USA bereits einen Panik-Button hinzu. Hierbei geben Nutzer vor einem Treffen mit einem Match an, mit wem und wo sie sich treffen. Sollte es dann zu einer gefährlichen Situation bei einem Date kommen, kann über die App ein Notruf an die Polizei abgesetzt werden.

Die neue Möglichkeit, einen Hintergrundcheck eines Dates durchzuführen, soll laut Angaben der Match Group noch in diesem Jahr an den Start gehen. Den Anfang machen auch hier die USA. Dafür will Tinder in den kommenden Monaten die Dienste der Plattform „Garbo“ in die App integrieren. „Garbo“ ist eine Nonprofit-Organisation, die Hintergrundprüfungen zu Personen durchführt.

Neuerung bei Tinder: Neue Funktion wird nicht kostenlos sein

Hierzu sammelt die Plattform öffentliche Aufzeichnungen und Berichte über Gewalt oder Missbrauch sowie Verhaftungen, Verurteilungen und einstweilige Verfügungen, heißt es in einer Mitteilung. Laut der Organisation würde jedoch oft schon der Vorname und die Telefonnummer einer Person ausreichen, um Details herauszufinden.

Bei einem Flirt im Chat bleibt es nicht immer. Über Tinder kommen auch Dates zustande.

Kostenlos soll die neue Tinder-Funktion allerdings nicht sein. Einen Preis für die Überprüfung einer Person anhand der Telefonnummer und des Vornamens nannte das Unternehmen bislang nicht. Ein Sprecher erklärte gegenüber der Nachrichten-Website Mashable, dass man noch an der Preisstruktur arbeite. „Wir wollen sichergehen, dass die Backgroundchecks an einem Preispunkt liegen, der für die Nutzer auch akzeptabel ist.“

Neue Überprüfungs-Funktion bei Tinder – bald auch in Deutschland?

Ob es die Überprüfungs-Funktion bei Tinder in Zukunft auch in anderen Ländern geben wird, ist bislang nicht bekannt. Für Deutschland gibt offenbar noch keine Pläne in diese Richtung. Mit Blick auf die geltenden Datenschutzrichtlinien ist die Neuerung bei der Dating-App hierzulande aber wohl eher unwahrscheinlich.

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